SPORT

27.09.2011 | Gelsenkirchen
Kein Nothelfer: Schalke holt Stevens bis 2013
Der FC Schalke 04 ist bei der Trainersuche schnell fündig geworden. Mit Huub Stevens kehrt einer der erfolgreichsten Chefcoaches an die alte Wirkungsstätte zurück. Der Niederländer tritt die Nachfolge des wegen Burnout zurückgetretenen Ralf Rangnick an.
Der FC Schalke 04 hat Huub Stevens nicht nur als Helfer in der Not verpflichtet. Mit der Rückkehr des 57-jährigen Niederländers soll nun längerfristig Ruhe einkehren und an einstige Erfolge angeknüpft werden. Wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag mitteilte, erhält Stevens, mit dem die «Königsblauen» von 1996 bis 2002 einige der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte feierten, einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013. Er tritt die Nachfolge von Ralf Rangnick an, der am vergangenen Donnerstag wegen Burnout zurücktrat.

«Huub Stevens war unser Wunschkandidat. Er war auf Schalke, hat viel Erfolg hier gehabt und ich bin überzeugt, dass wir mit ihm weiterkommen», sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies dem Onlineportal «Sport1». Stevens kenne den Verein und werde die Truppe «erfolgreich weiterführen».
Bereits am Dienstagmorgen leitete Stevens das erste Training in Gelsenkirchen und wurde von rund 1000 Fans mit Beifall empfangen. Einige der Schalker Profis wussten beim Eintreffen auf dem Trainingsgelände noch gar nichts von der Verpflichtung Stevens. Erst wenige Minuten vor Beginn der Übungseinheit wurden sie von Sportmanager Horst Heldt und Geschäftsführer Peter Peters informiert.
Am Ende ist es bei der Suche nach einem neuen Chefcoach des deutschen Pokalsiegers sehr schnell gegangen. Mit Stevens, der auch beim Hamburger SV im Gespräch war, wurde man sich am Montag handelseinig. Nun wird er schon am Donnerstag im Europa-League-Spiel gegen Maccabi Haifa und am Sonntag - pikanterweise - beim HSV auf der Bank sitzen. In Hamburg war er zuletzt als Nachfolger des entlassenen Michael Oenning gehandelt worden, ehe ihm der HSV angeblich wegen seiner parallel geführten Gespräche mit Schalke absagte.

Mit Stevens werden auf Schalke die größten Erfolge der Clubgeschichte verbunden: Der Revierverein gewann 1997 unter seiner Regie den UEFA-Cup. 2001 und 2002 holten die Gelsenkirchener den DFB-Pokal. Zudem wurden die Schalker 2001 deutscher Vize-Meister. Die Fans wählten ihn 1999 zum «Jahrhunderttrainer»
Stevens ist mit fünf Jahren und neun Monaten der Trainer mit der längsten Amtszeit auf Schalke. Er ging 2002 freiwillig, wechselte zu Hertha BSC, saß in der Bundesliga aber auch beim Hamburger SV und dem 1. FC Köln auf der Bank. Stevens war zuletzt bis April bei Red Bull Salzburg tätig, wo er im April trotz Vertrags bis 2012 vorzeitig gehen musste.
Quelle: dpa
27.09.2011 | Düsseldorf
Huub Stevens im Kurzporträt
Sein richtiger Name ist Hubertus Jozef Margaretha Stevens, doch in der Fußball-Branche kennen sie ihn nur als Huub Stevens. Der als knorrig geltende Niederlände gewann als Spieler (1978) und Trainer (1997) den UEFA-Cup. Als Trainer arbeitete er in der Bundesliga sowie in den Niederlanden und in Österreich. Nach über neun Jahren kehrt der 57-Jährige nach Gelsenkrichen zurück. Es ist seine neunte Trainerstation im Profifußball.

Name: Huub Stevens
Geburtstag: 29.11.1953
Geburtsort: Sittard, Niederlande
Beruf: gelernter Metallarbeiter, Fußballprofi von 1969 bis 1986,
Fußballlehrer seit Anfanf der 1990er Jahre
Position: Innenverteidiger und Trainer
Vereine als Profi:
Als Spieler:
1969-1975 Fortuna Sittard
1975 bis 1986 PSV Eindhoven
Als Trainer:
1986-1993 PSV Eindhoven (U 19)
1993-1996 Roda JC Kerkrade
1996-2002 FC Schalke 04
2002-2003 Hertha BSC
2004-2005 1. FC Köln
2005-2007 Roda JC Kerkrade
2007-2008 Hamburger SV
2008-2009 PSV Eindhoven
2009-2011 Red Bull Salzburg
27.09.2011 FC Schalke 04
Größte Erfolge als Spieler:
Niederländischer Meister 1976, 1978 und 1986 mit PSV Eindhoven
UEFA-Pokal-Sieger 1978 mit PSV Eindhoven
Niederländischer Pokalsieger 1978 mit PSV Eindhoven.
Größte Erfolge als Trainer:
UEFA-Pokal-Sieger 1997 mit FC Schalke 04
DFB-Pokalsieger 2001 und 2002 mit FC Schalke 04
Österreichischer Meister 2010 mit Red Bull Salzburg




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