SPORT


04.12.2011 | Berlin
Lisicki und Harting Berlins Beste - «Die Krönung»
Einen netteren Einstand gibt es kaum - CDU-Chef Frank Henkel war bei seinem ersten Auftritt als Sportsenator von Berlins Besten umgeben. In einer feierlichen Gala wurden am Samstag die «Sportler des Jahres» 2011 gekürt: Die traditionelle Wahl, an der sich diesmal 22 099 Berliner beteiligten, fiel auf Tennis-Ass Sabine Lisicki, Diskus-Riese Robert Harting, die Handballer der Füchse Berlin und Fußball-Trainer Markus Babbel von Hertha BSC. «Das ist die Krönung einer äußerst erfolgreichen Saison», jubelte Lisicki, die ihr Tennis-Outfit gegen ein elegantes rotes Ballkleid getauscht hatte.
Die 22-Jährige bedankte sich im Estrel Convention Center vor allem bei Ärzten und Physiotherapeuten, die sie nach Verletzungen und Krankheit wieder fit bekommen haben. «Vor sieben, acht Jahren stand ich bei der Sportlerehrung ganz weit hinten in der letzten Reihe und jetzt bin ich ganz vorn - einfach überwältigend», meinte sie. Für den nächsten Sommer hat sie sich viel vorgenommen: Wimbledon - wo sie 2011 ins Halbfinale stürmte - und Olympia in London sind ihre Ziele.

Auch Harting - der ebenso wie Lisicki zuletzt von Verletzungen geplagt worden war - blickte bereits auf den nächstjährigen Höhepunkt in der britischen Metropole entgegen. «Nachdem meine Knie-Operation, der ich mich genau vor sechs Wochen in einer Klinik in Birkenwerder unterziehen musste, sehr gut verlaufen ist, befinde ich mich jetzt im Aufbautraining und merkte, dass es Tag für Tag ein Stück besser geht», sagte der Weltmeister. Auf einen Ehrenwalzer wollte er am Abend aber dennoch verzichten. Statt auf dem glatten Parkett fühle er sich bei den Drehungen im Diskusring wesentlich wohler.
Mit Abwesenheit mussten die Sieger in den Kategorien «Beste Mannschaft» und «Bester Trainer/Manager» glänzen: Die Füchse weilten wegen des Champions-League-Auftritts bereits im polnischen Kielce, Babbel bestritt mit seinen Hertha-Schützlingen nur kurz vor der Gala in Berlin ein Bundesligaspiel in Kaiserslautern.
Landessportbund-Direktor Norbert Skowronek, der am Vormittag bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes von Präsident Thomas Bach mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet worden war, sprach ebenso wie der LSB-Chef Klaus Böger von einer guten Wahl. Sie habe einmal mehr gezeigt, welchen hohen Stellenwert der Sport in der Stadt inzwischen genießt.




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