SPORT

12.01.2012 | Berlin
Union Berlin nimmt mit Stadionaktien Millionen ein - 5473 gezeichnete Stadionaktien
Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat zwischen dem 1. und 31. Dezember 5473 «Alte-Försterei»-Aktien an Mitglieder und Sponsoren des Vereins verkauft. Der Emissionserlös beträgt 2,73 Millionen Euro. Das gab der Verein auf seiner Ordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag bekannt. Zudem stellte Union vor 710 anwesenden Mitgliedern weitere Geschäftszahlen vor. Die vergangene Saison wurde mit einem Plus von 14 856 Euro abgeschlossen. Die aktuellen kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen 188 845 Euro.
Die erhoffte Erhöhung des Stammkapitals von 3,5 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro scheiterte allerdings, weil nicht alle der 10.000 zur Verfügung stehenden Aktien zum Einzelpreis von je 500 Euro gezeichnet wurden. Dennoch zeigte sich die Vereinsführung zufrieden. «Das ist ein toller Erfolg. Ich habe immer gesagt, dass es eine große Herausforderung ist, alle Aktien an den Mann zu bringen. Hinter uns liegen verrückte und emotionale Wochen», sagte Präsident Dirk Zingler.

Die Mitglieder halten nun rund 44 Prozent der Stimmen der Stadionbetriebs AG. Eine Änderung oder Verkauf des Stadionnamens ist nun ohne Billigung der eingetragen Union-Fans nicht mehr möglich. «Die Leute haben die Aktien gezeichnet, um mitzubestimmen», sagte Zingler weiter.
Im Zuge der Werbekampagne, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, konnte Union seine Mitgliederzahl auf 10 000 Mitglieder enorm steigern. Am 31. Oktober 2010 waren es noch 6870. Der Etat für die laufende Saison beträgt nunmehr 15,36 Millionen Euro, 7,7 Millionen Euro davon sollen für den Lizenzspieler-Bereich verwendet werden. Im vergangenen Jahr betrug der Gesamtetat 12,7 Millionen Euro.




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