SPORT
12.05.2009

14.05.2009
Es wäre das weiss-blaue Wunder von Berlin...

Die Nervenschlacht um den Titel. Mittendrin Hertha, nur ein winziges Pünktchen hinter Platz 1. Vielleicht ist das sogar die psychologisch günstigste Position. Sie sollte beflügeln und nicht lähmen. Sonnabend gegen Schalke - und beim Finale in Karlsruhe. Zum letzten Heimspiel (am Samstag gegen die Königsblauen) hätten 250.000 Karten verkauft werden können - auf dem Schwarzmarkt werden astronomische Summen geboten.
Das Minimal-Ziel Europa League erreicht, den ersten Meistertitel seit 78 Jahren vor Augen: Nach dem 2:1 beim 1. FC Köln machte bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC der Traum vom ganz großen Wurf die Runde.
Das Minimal-Ziel Europa League erreicht, den ersten Meistertitel seit 78 Jahren vor Augen: Nach dem 2:1 beim 1. FC Köln machte bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC der Traum vom ganz großen Wurf die Runde. Das Minimal-Ziel Europa League erreicht, den ersten Meistertitel seit 78 Jahren vor Augen: Nach dem 2:1 beim 1. FC Köln machte bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC der Traum vom ganz großen Wurf die Runde.

Viel wichtiger: Hertha ist nicht mehr von einem der ersten fünf Ränge zu verdrängen, die zur Teilnahme an Champions League (Plätze eins bis drei) oder Uefa-Cup-Nachfolger Europa League berechtigen. Nur einmal, in der Saison 1974/75, schaffte Hertha als Zweiter mit umgerechnet 63 Punkten ein noch besseres Ergebnis – auch dieser Rekord wankt.
1931 war Hertha letztes mal Deutscher Meister. Es wäre in der Tat das weiss-blaue Wunder von Berlin, wenn die Herthaner die Schale in die Hauptstadt holten.
Kein Wunder, dass die Fans verrückt spielen.
viele zeigen jetzt Flagge mit Autofähnchen!
Wer Flagge zeigen will, hier noch bestellen!
Und hier geht es zur Internetseite von Hertha!
Hier links noch einmal ein Interview mit dem ehemaligen Hertha Spieler und Fussball Funktionär Michael Preetz hören!
Das grosse Extra-Bonbon:
105'5 Spreeradio überträgt das Spiel live! Am Samstag ab 15.30 Uhr!

12.05.2009
Hertha hofft weiter auf Titelcoup: 2:1 in Köln
Köln (dpa) - Hertha BSC hat die Hoffnung auf den ersten Meistertitel seit 78 Jahren am Leben gehalten. Durch das schmeichelhafte 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln blieben die Berliner dem Bundesliga-Spitzenduo VfL Wolfsburg und Bayern München dicht auf den Fersen.
Trotz einer nur phasenweise meisterlichen Vorstellung baute das Team von Trainer Lucien Favre seine Serie auf fünf Spiele ohne Niederlage aus und haben so einen Champions-League-Platz fest im Visier. Cicero (42.) nach exzellenter Vorarbeit von Marko Pantelic und Patrick Ebert (53.) durch einen abgefälschten Glücksschuss aus 30 Metern trafen zum siebten Auswärtserfolg. Adil Chihis Anschlusstreffer für die Kölner fiel Sekunden vor dem Abpfiff und damit zu spät.
«Ich glaube seit drei, vier Monaten an die Meisterschaft. Jetzt glauben das alle. Natürlich kommt jetzt auch Glück dazu. Das sind die Voraussetzungen, dass man Meister wird», meinte Verteidiger Josip Simunic, nach dem 14. Saisonsieg der Hertha mit einem Tor Vorsprung. Vor ihren letzten zwei Saisonspielen, in denen die Berliner auf Schalke 04 und dem Karlsruher SC treffen, haben sie weiterhin nur einen Zähler Rückstand auf Wolfsburg und München (je 63 Punkte).

Für die Kölner, die durch die achte Niederlage in der eigenen Arena zweitschwächstes Heimteam der Liga blieben, ging es um nichts mehr. Dennoch trat die Mannschaft vor 48 000 Zuschauern engagiert auf und machte dem Titelaspiranten das Leben schwer, konnte aber die sechste Pleite im siebten Spiel nicht verhindern.
Während Herthas Favre seinen Top-Torjäger Andrej Woronin zunächst überraschend auf der Bank ließ und im Mittelfeld auf Gojko Kacar nach verbüßter Gelbsperre zurückgreifen konnte, musste sein FC-Kollege Christoph Daum seine Formation kräftig durcheinanderwirbeln. So fehlte der verletzte Stammkeeper Faryd Mondragon und wurde durch Bundesliga-Debütant Thomas Kessler ersetzt. Zudem fehlten drei Spieler wegen Sperren.
Die Umstellungen verunsicherten die Gastgeber nicht. Lange Zeit boten sie den Berlinern Paroli. Diese traten nur selten wie ein Titelkandidat auf. Zwar erspielten sie sich gleich in der ersten halben Stunde ein optisches Übergewicht. Doch nur selten brachten sie die zweikampfstarken Kölner in Verlegenheit.
Der FC wurde nach rund 30 Minuten mutiger und spielte selbst nach vorn. Manasseh Ishiaku (32.) hatte die beste Möglichkeit mit einem Kopfball zur Führung. Völlig überraschend fiel dann der Treffer für die Berliner: Pantelic setzte sich auf der linken Seite durch und passte auf Cicero (42.), der aus kurzer Entfernung keine Mühe mehr hatte, seinen siebten Saisontreffer markierte.

Nach dem Wechsel zeigte sich der 1. FC Köln wenig beeindruckt. Ein abgefälschter Schuss von Wilfried Sanou (51.) sorgte für Aufregung vor dem Hertha-Tor. Doch schon zwei Minuten später machte Ebert alles klar für das Team aus der Hauptstadt. Aus rund 30 Metern zog er ab, sein Schuss wurde von Geromel unhaltbar für Kessler im Kölner Tor abgefälscht.
Danach taten die Berliner nicht mehr als nötig, die glücklosen Kölner spielten sich noch etliche Chancen heraus. Trainer Favre erlaubte es sich, Woronin (70.) für den starken Pantelic zu bringen und Nationalspieler Arne Friedrich (78.) fünf Wochen nach seiner Knieoperation zum Comeback zu verhelfen. Wirbel gab es nur noch um ein vermeintliches Handspiel von Hertha-Kapitän Josip Simunic im Strafraum. Doch Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) verweigerte den protestierenden Kölnern den Elfmeter (66.). Chihis erstes Bundesliga-Tor war am Ende der Lohn für die FC-Bemühungen und dennoch zu wenig.




Kommentare