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16.05.2009

16.05.2009|Berlin (dpa)
Aus der Traum: Hertha muss Titel abhaken
Der Traum von Hertha BSC von der ersten deutschen Meisterschaft nach 78 Jahren ist aus:
Die Berliner kamen am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga über ein 0:0 gegen den Erzrivalen Schalke 04 nicht hinaus und verabschiedeten sich am Smastag aus dem spannenden Titelrennen 2009.
Aufgrund der deutlich schlechteren Tordifferenz (+11) gegenüber Wolfsburg (+35) kann Hertha in den Kampf um den Platz an der Sonne am kommenden Wochenende nicht mehr eingreifen. Als Tabellen-Vierter rutschten die Berliner mit jetzt 63 Punkten vorerst sogar aus den Champions-League-Plätzen und haben drei Zähler weniger als der Spitzenreiter aus Wolfsburg auf dem Konto.

«Wir wissen, dass wir unsterblich werden können, dafür tun wir alles», hatte Pal Dardai erklärt, der ein große Fan-Wette einlöste und 55 000 Zuschauern je ein Freibier spendierte.
Auf dem Platz allerdings begannen die Berliner zurückhaltender: Nach dem Motto «Sicherheit zuerst» zogen sie sich weit in ihre eigene Hälfte zurück und setzten auf ihre Konterstärke. Zweimal pfiff Schiedsrichter Peter Gagelmann den freigespielten Marko Pantelic zurück, zumindest einmal davon hätte er auch auf gleiche Höhe erkennen können.

Während Torhüter Christian Fiedler, der in der kommenden Saison bei den Berlinern als Torwart-Coach arbeiten wird, nach 276 Spielen in 19 Jahren Hertha als Profi verabschiedet wurde, bekam Pantelic noch keine Abschieds-Blumen. Der 30-jährige Serbe, für den Chefcoach Favre in der neuen Spielzeit keine Verwendung mehr sieht, gab bei seiner Abschieds-Vorstellung vor 74 244 Fans im ausverkauften Olympiastadion noch einmal Vollgas.
Mit einem Drehschuss zwang Pantelic Schalke-Schlussmann Manuel Neuer zu einer ersten Parade (24.). Von Raffael mustergültig freigespielt scheiterte er wenig später erneut am U-21-Nationalkeeper (28.). Nach einem erneuten Doppelpass legte sich Steve von Bergen, der in der Innenverteidigung den Vorzug vor dem wiedergenesenen Nationalspieler Arne Friedrich bekommen hatte, die Kugel in bester Position zu weit vor (29.). Nach toller Vorbereitung wieder von Pantelic scheiterte Dardai aus Nahdistanz (42.).

Die Schalker, die ohne das verletzte Defensiv-Duo Bordon und Pander auskommen mussten und bei denen Mladen Krstajic zunächst nur auf der Bank saß, wollten in Berlin unbedingt den negativen Eindruck der jüngsten drei Niederlagen vergessen machen und zeigten eine durchaus engagierte Vorstellung. Gegen die starke Berliner Defensive scheuten die Gäste mit dem einzigen Stürmer Kevin Kuranyi jedoch das letzte Risiko, kamen so kaum zu gefährlichen Aktionen. Gegen einen Schuss von Jermaine Jones klärte Jaroslav Drobny super (69.)
Nach der Pause drängte Hertha vehement auf das so wichtige Tor. Gojko Kacar zielte mit einem Kopfball knapp zu hoch (69.), wenig später köpfte auch Pantelic über das Schalke-Gehäuse. Zu wenig für den ganz großen Traum.




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