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SPORT

 

27.05.2009

27.05.2009 | Paris (dpa)

Aus für Grönefeld und Kiefer bei French Open

 

Schwarzer Tag auf rotem Sand: Trotz tapferer Gegenwehr und großem Kampf sind Anna-Lena Grönefeld, Kristina Barrois, Nicolas Kiefer und Philipp Petzschner bei den French Open gescheitert.

Nach dem Kollektiv-Aus des deutschen Quartetts am vierten Turniertag ruhen die Hoffnungen nun auf Thomas Haas, Philipp Kohlschreiber und Andreas Beck. «Es war mehr drin. Das ist schon enttäuschend», sagte Grönefeld nach der unnötigen 6:7 (5:7), 6:0, 2:6-Niederlage gegen Gisela Dulko aus Argentinien.

Drei Tage nach ihrem fulminanten Auftaktsieg gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Amélie Mauresmo zeigte die 23 Jahre alte Nordhornerin nur im zweiten Satz die Form vergangener Tage, als sie die Nummer 14 der Welt war und bei ihrem Lieblingsturnier in Paris im Viertelfinale stand.

Dass die Weltranglisten-42. aus Buenos Aires an diesem Abend keine unüberwindbare Zweitrunden-Hürde darstellte und dass auch in Runde drei in der Slowakin Dominika Cibulkova keine unschlagbare Gegnerin gewartet hätte, wollte Grönefeld so nicht geltenlassen. «Ich würde nicht sagen, dass es eine verpasste Chance war», sagte die French- Open-Viertelfinalistin von 2006.

Weitaus emotionaler ging es auf dem gegenüberliegenden Außenplatz sieben bei Kiefers Match gegen den an Nummer 14 gesetzten Spanier David Ferrer zu. Erst nach 4:05 Stunden und einem spektakulären Sandplatz-Spektakel über fünf Sätze gab der 31 Jahre alte Hannoveraner die Partie mit 3:6, 7:5, 4:6, 6:3, 2:6 verloren. Auch Kristina Barrois zeigte eine starke Vorstellung, unterlag aber Victoria Asarenka aus Weißrussland 6:7 (1:7), 5:7. Chancenlos war nur Petzschner beim 1:6, 2:6, 3:6 gegen Melbourne-Halbfinalist Fernando Verdasco aus Spanien.

Während der viermalige Roland-Garros-Champion Rafael Nadal nach seinem lockeren 6:1, 6:4, 6:2 gegen Teimuras Gabaschwili (Russland) wegen des Champions-League-Endspiels zwischen dem FC Barcelona und Manchester United so schnell wie noch nie zur Pressekonferenz rief und diese zügig beenden wollte, mühte sich Kiefer am Ende vergebens. Bei seiner ersten French-Open-Teilnahme seit drei Jahren war er dem spanischen Asche-Experten Ferrer aber ein ebenbürtiger Gegner.

Bei dem Grand-Slam-Turnier in Paris sind bereits acht deutsche Herren und alle vier Damen bereits ausgeschieden. Thomas Haas, Philipp Kohlschreiber und Andreas Beck kämpfen am 28. Mai um den Einzug in die dritte Runde der mit etwa 16 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung.

Während sich am vierten Turniertag auf der roten Asche von Roland Garros die Deutschen nur für dieses Jahr verabschiedeten, ging auf dem Court Suzanne Lenglen mit dem letzten French-Open-Match von «Magier» Fabrice Santoro eine Ära zu Ende. Der 36 Jahre alte Franzose unterlag dem Belgier Christophe Rochus mit 3:6, 1:6, 6:3, 4:6. Die 20. sollen nun endlich die letzten French Open gewesen sein für einen der charismatischsten und am meisten bewunderten Tennisspieler.

Vor vier Jahren schlug er sich auf der roten Asche von Roland Garros mit seiner beidhändigen Vor- und Rückhand 6:33 Stunden lang mit seinem Landsmann Arnaud Clément die Bälle um die Ohren - bis heute das längste Match bei einem Grand-Slam-Turnier. Sage und schreibe 67 Mal ist Santoro bei einem der vier größten Turniere angetreten und hält damit einen einsamen Rekord im Herrentennis.

Die Zuschauer, die nach dem emotionalen Santoro-Abschied gleich sitzen blieben, kamen auch später wieder voll auf ihre Kosten. Glamour-Girl Maria Scharapowa, in einem dunkel- und helltürkis abgesetzten Flatter-Kleid, zog nach einer typischen Scharapowa-Show und einem 6:2, 1:6, 8:6 gegen die an Nummer elf gesetzte Nadia Petrowa in die dritte Runde ein. Dabei zeigte das 1,88 Meter große Teilzeit-Model mit den von Juwelier Tiffany angefertigten Ohrringen, in denen ein Aquamarin und ein Diamant in einem Tropfen aus Weißgold funkeln, wieder einmal Klasse-Tennis im ersten Satz und Zweitliga- Tennis im zweiten Durchgang. Erst nach 2:12 Stunden und dem verwandelten Matchball zauberte sie ein Lächeln in ihr Gesicht, warf die obligatorische Kusshand ins Publikum und ballte die Fäuste.

Ohne Probleme ist dagegen die Weltranglisten-Erste Dinara Safina in Runde drei eingezogen. Die 23-Jährige entschied das russische Duell mit Witalia Diatschenko 6:1, 6:1 für sich.

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