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SPORT

 

17.06.2009

16.06.2009|Lausanne (dpa)

Auch bei Olympia 2016 nur 26 Sportarten möglich

Das Programm für die Sommerspiele 2016 könnte nur 26 statt der angestrebten 28 Sportarten umfassen. Möglich wäre dies, wenn die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 9. Oktober in Kopenhagen die zwei ausgewählten Sportarten ablehnen sollte.

«Das Verfahren ist klar. Es wird keine weiteren Vorschläge geben», erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge am Ende der Exekutivkomitee-Sitzung in Lausanne. «Die Session kann Ja oder Nein sagen. Das ist das Ende der Story.»

Die IOC-Exekutive wählt am 13. August in Berlin aus sieben Bewerbern zwei Sportarten aus. Rugby, Golf, Inlineskating, Karate und Squash bemühen sich um eine Neuaufnahme, Baseball und Softball streben nach dem Ausschluss 2005 die Rückkehr an. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London werden Athleten in 26 Sportarten am Start sein, weil es bei der IOC-Vollversammlung vor vier Jahren in Singapur keine Mehrheit für die Aufnahme von zwei neuen Sportarten gab. Die IOC-Exekutive wird in Berlin erst entscheiden, ob die beiden selektierten Sportarten en bloc oder einzeln gewählt werden sollen. «Dies hängt von der Charakteristika der Sportarten ab», sagte Rogge.

Im Streit mit dem Weltverband FIFA über die Zukunft des olympischen Fußball-Turniers will der Belgier nach dem Confederations Cup das Gespräch mit FIFA-Präsident Joseph Blatter suchen. Die FIFA erwägt nach dem Ärger mit europäischen Clubs um die Abstellung ihrer Profis für die Peking-Spiele 2008 nur noch U21-Spieler antreten zu lassen. Bisher dürfen U23-Spieler sowie pro Mannschaft drei Akteure, die älter als 23 Jahre sind, antreten. «Ich bin kein frustrierter Mann, sondern ein Problemlöser», sagte Rogge zur Neuauflage des Zulassungsstreits mit der FIFA.

Positiv gestimmt hat die IOC-Exekutive ein neuer Lagebericht zur Olympia-Stadt Sotschi. «Es war ein sehr ermutigender Bericht, der die gute Qualität der Arbeit des Organisationskomitees aufzeigte», sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Zuletzt hatten Meldungen über den Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2014 wegen Problemen mit Finanzen, der Infrastruktur und dem Umweltschutz für Unruhe gesorgt.

Wie Dimitri Tschernitschenko, Chef des Organisationskomitees (SOCOG) von Sotschi berichtete, konnten Sponsorenverträge mit drei nationalen Unternehmen mit einer Gesamtsumme von 300 Millionen Dollar (rund 216 Millionen Euro) unterzeichnet wurden. Zuvor waren in diesem Jahr nach seinen Aussagen bereits 550 Millionen Dollar bei nationalen Sponsoren akquiriert worden. Ziel sei eine Milliarde Dollar an Einnahmen aus diesem Bereich zu erreichen. «Ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende sogar einen Überschuss erwirtschaften werden», meinte Tschernitschenko zuversichtlich.

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