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SPORT

 

26.07.2009

26.07.2009 | Berlin (dpa)

50 000 Hertha-Fans feiern - Abwehr weiter Baustelle

Mehr als 50 000 Hertha-Fans feierten am Sonntag ihr neues Team schon einmal ausgiebig - die Chefs aber arbeiten weiter intensiv an den Schwachstellen. Auch beim siebenten Testspiel vor der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga hatte sich vor allem die Defensive des Berliner Erstligisten, in der Vorsaison noch das Prunkstück, wieder als Baustelle erwiesen. Selbst Kapitän Arne Friedrich scheint sich von dem Abwehr-Schwächen anstecken zu lassen, der Nationalspieler war beim 2:2 im Test beim Zweitligisten St. Pauli am Samstag an einem Gegentor direkt beteiligt. «Zwei Gegentore sind zu viel, die Abstimmung stimmt noch nicht», sagte Friedrich.

Trainer Lucien Favre, der sich am Sonntag mit seinem Team bei der offiziellen Saison-Vorbereitung den Fans präsentierte, hatten «Details im Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft» nicht gefallen. «In dieser Woche werden wir in allen Bereich daran arbeiten», kündigte er an. Vor 10 684 Zuschauern im Millerntorstadion zeigten die St. Paulianer Max Kruse (39.) und Florian Bruns (59.) mit ihren Treffern nochmals die Defizite auf. Maximilian Nicu (16.) und Gojko Kacar (51.) hatten Hertha zweimal in Führung gebracht. «Wir waren noch nicht bereit, überall richtig zu verteidigen», sagte Favre.

Der Cheftrainer zeigte sich anderntags dafür «überwältigt» von der Stimmung bei der Saisoneröffnung auf dem Olympia-Gelände. Ein sportliches Ziel für die am kommenden Wochenende mit dem DFB-Pokal beginnenden Saison aber wollten Favre und Manager Michael Preetz auch am Sonntag noch nicht nennen. «Wir werden auf jeden Fall nochmals auf dem Transfermarkt aktiv», verkündete Preetz. Für welche Position weiter am intensivsten nach einer Verstärkung gefahndet wird, ließ die sportliche Leitung beim Fanfest allerdings offen.

Im Pokalspiel am kommenden Samstag beim Regionalligisten Preußen Münster kann Favre auf eine weitere Alternative zurückgreifen. Nemanja Pejcinovic wurde für zwei Jahre von FK Rad Belgrad ausgeliehen, eingeschlossen ist eine Kaufoption für weitere drei Jahre. Der 21 Jahre alte serbische Junioren-Auswahlspieler war von Favre im Trainingslager in Österreich intensiv getestet und für geeignet befunden worden. Pejcinovic soll schon in Münster zum Aufgebot gehören. Der Schweizer Chefcoach hält es sogar für denkbar, dass der Neuzugang gleich zu seinem Hertha-Pflichtspieldebüt kommt.

Bis zum Saison-Pokalstart soll der derzeit noch verletzte Ungar Pal Dardai wieder fit sein. In Hamburg testete Favre das 18-jährige Talent Lennart Hartmann neben Gojko Kacar im defensiven Mittelfeld. Hartmann gilt zwar durchaus als Alternative, müsse aber «seine Position noch richtig finden», bemerkte Favre.

www.herthabsc.de

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