• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Sport
  • Comeback des Jahres

SPORT

 

29.07.2009

29.07.2009 | Hamburg (dpa)

Michael Schumacher kehrt in Formel 1 zurück

Die Formel-1-Sensation ist perfekt: Michael Schumacher wird sein Comeback geben. Fast drei Jahre nach seinem Karriereende in der «Königsklasse» wird der Kerpener im Alter von 40 Jahren, sieben Monaten und drei Tagen beim Großen Preis von Europa in Valencia für den verunglückten Felipe Massa im Ferrari an den Start gehen. «Ich habe mich heute Nachmittag mit Stefano Domenicali und Luca di Montezemolo besprochen und wir haben gemeinsam entschieden, dass ich mich darauf vorbereiten werde für Felipe einzuspringen», erklärte Schumacher am Mittwoch auf seiner Internetseite und bestätigte damit eine Meldung von «Bild.de».

Schumacher wird demnach den Rest der Saison für die Scuderia an der Seite von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bestreiten und der Formel 1 nach dem am Mittwoch angekündigten BMW-Rückzug zum Jahresende einen kaum abzuschätzenden Hype bescheren. «Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung», erklärte Schumacher.

Niemand hat in der Formel-1-Geschichte eine solche Bilanz wie er. Er holte sieben WM-Titel und gewann 91 seiner 250 Rennen. Den bis dato letzten Grand Prix fuhr er am 22. Oktober 2006 in Sao Paulo. Seitdem schloss der Rheinländer mit Wohnsitz in der Schweiz immer wieder ein Comeback aus. Doch die Situation mit dem verheerenden Unfall seines einstigen «Fahrschülers» Massa in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn veränderten die Situation. «Michele» Schumacher, Teil der Ferrari-Familie, fühlt sich der Scuderia verbunden. Nun wird es für Schumacher darum gehen, sich für das Rennen in
rund drei Wochen fit zu bekommen. Wegen des Testverbots in der Formel 1 kann aber keine Runden mit dem Ferrari drehen. Erst im Februar hatte er sich bei einem Motorradunfall im Nacken verletzt, konnte wochenlang nicht trainieren und musste seinen Start in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft sogar verschieben. Nun fühlt sich der Fitness-Fanatiker auch körperlich bereit für die Herausforderung. «Rein vom Kopf her und wie ich mich körperlich fühle, könnte man das Gefühl haben, dass ich noch um den Sieg mitfahren könnte», erklärte Schumacher in einem vor rund zwei Wochen geführten Interview mit der Illustrierten «Bunte».

Schon vor seiner endgültigen Zusage hatte Schumacher die Spekulationen angeheizt und eine Rückkehr nicht ausgeschlossen. Wenn Ferrari auf ihn zukomme, werde sich Schumacher damit auseinandersetzen, hatte seine Sprecherin Sabine Kehm schon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa gesagt. Und damit auch Darstellungen von Manager Willi Weber am vergangenen Sonntag indirekt widersprochen, der ein Comeback ausgeschlossen hatte.

«Schumacher ist Teil der Ferrari-Familie - er wäre bereit zu helfen», hatte die «Gazzetta dello Sport» am Mittwoch bereits geschrieben. «Schumi - eine Frage des Geldes», titelte «Tuttosport». Die Aerodynamik-Tests am Mittwoch sollte der 35 Jahre alte Testfahrer Marc Gené aus Spanien absolvieren. Er wird ebensowenig wie der zweite Testfahrer, Luca Badoer, damit Massa ersetzen.

Die Genesung des Brasilianers, der Schumacher seinen «Professor» nennt, geht unterdessen in in rasantem Tempo weiter. Wie Ferrari auf seiner Internetseite am Mittwoch bekanntgab, machte der am vergangenen Samstag auf dem Hungaroring schwer verunglückte Formel-1-Pilot bereits seine ersten Schritte. Alles verlaufe extrem gut, hieß es auf der Ferrari-Seite. Am Mittwoch sollte er nach Teamangaben auch die Intensivstation des AEK-Krankenhauses in Budapest verlassen. «Das Wichtigste vorweg: Gottseidank sind die Nachrichten von Felipe durchweg positiv. Ich wünsche ihm hiermit erneut alles Gute!», begann auch Schumacher seine Comeback-Erklärung.

Während Massas Vater Luis Antônio in Aussicht stellte, dass sein Sohn bereits an diesem Dienstag von Budapest nach Paris verlegt werden soll, soll Massa nach Ferrari-Angaben für die kommenden Tage noch im AEK-Hospital bleiben, ehe er verlegt werde. Am Mittwochnachmittag wollte erneut Ferrari-Präsident di Montezemolo seinen Piloten besuchen, der am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn mit etwa 190 Stundenkilometern frontal in einen Reifenstapel gekracht war. Zuvor war er von einer Metallfeder  am Kopf getroffen worden.

Das Statement Schumachers zu seinem Comeback

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher: «Das Wichtigste vorweg: Gottseidank sind die Nachrichten von Felipe durchweg positiv. Ich wünsche ihm hiermit erneut alles Gute! Ich habe mich heute Nachmittag mit Stefano Domenicali und Luca di Montezemolo besprochen und wir haben gemeinsam entschieden, dass ich mich darauf vorbereiten werde, für Felipe einzuspringen. Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung.»

Quelle: www.michael-schumacher.de

 


Kurzporträt Michael Schumacher

Geburtsdatum: 3. Januar 1969
Geburtsort: Hürth-Hermühlheim
Wohnort: Vufflens-le-Château (Schweiz)
Familienstand: verheiratet mit Corinna seit dem 1. August 1995
Kinder: Gina Maria, Mick
Team: Ferrari (seit 1996)

Rennen insgesamt: 250
Erster Grand Prix: 25. August 1991 im belgischen Spa-Francorchamps (Jordan-Ford), ausgeschieden
Erster Grand-Prix-Sieg: 30. August 1992 in Spa-Francorchamps (Benetton-Ford)
WM-Titel:               7
Grand-Prix-Siege:      91
Podiumsplätze:        154
Punkte insgesamt:    1369
Pole Positionen:       68

 

Chronologie der Superlative - Schumachers Formel-1-Karriere

Michael Schumacher hat Formel-1-Geschichte geschrieben wie kein zweiter Pilot. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert angesichts seiner Comeback-Ankündigung am Mittwoch die wichtigsten Stationen seiner einzigartigen Karriere, die nun um ein weiteres Kapitel reicher werden wird.

25. August 1991: Michael Schumacher gibt in Spa am Steuer eines Jordan-Ford sein Formel-1-Debüt. Ein Kupplungsschaden stoppt ihn, wenige hundert Meter nach dem Start. Nach nur einem Rennen wechselt er zu Benetton-Ford.
4. September 1991: Beim ersten Rennen im neuen Auto in Imola wird Schumacher Fünfter und holt seine ersten zwei WM-Punkte.
30. August 1992: In Spa gelingt erstmals ein Grand-Prix-Sieg. Am Ende seiner ersten kompletten Saison wird Schumacher Dritter.
1. Mai 1994: Schwarzes Wochenende in Imola: Ayrton Senna rast in eine Betonmauer und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Das Rennen wird fortgesetzt und endet mit einem Schumacher-Sieg.
10. Juli 1994: «Flaggen-Skandal» in Silverstone: Schumacher überholt Damon Hill in der Einführungsrunde und kassiert eine Zeitstrafe. Als er diese nicht rechtzeitig «absitzt», wird er disqualifiziert, ignoriert auf Anweisung seiner Teamleitung die «Schwarze Flagge» aber zunächst. Folge: Sperre für zwei Rennen.

28. August 1994: Der Sieg beim Grand Prix in Belgien wird Schumacher aberkannt. Grund: bei einer Kontrolle nach dem Rennen waren an einer Holzplatte am Unterboden seines Benettons Abschleifungen festgestellt worden. Der Rennstall führte die Unregelmäßigkeiten auf einen Dreher Schumachers zurück. Erstmals taucht der Begriff «Schummel-Schumi» auf.
13. November 1994: Jubel trotz Unfalls: In Adelaide kommt es zur Kollision der Titelaspiranten Schumacher und Hill. Da beide ausscheiden, wird der Deutsche erstmals Weltmeister. Einige Zeitungen
geben dem Kerpener zu Unrecht die Schuld an dem Crash. Schumacher gewinnt den Titel, obwohl nur 12 von 16 Rennen von ihm gewertet wurden. In der Stunde des Triumphs erinnert er an Senna. Es wäre sein Jahr geworden, sagt der neue Weltmeister.
16. Juli 1995: Hill misslingt in Silverstone ein Überholmanöver gegen den führenden Schumacher. Für beide ist das Rennen vorbei. Knapp zwei Monate später endet das Duell nach einer erneuten Attacke des Briten in Monza im Kiesbett. «Schumi» ignoriert Hils Entschuldigung. Am Ende der Saison holt er sich seinen zweiten Titel.
2. Juni 1996: Nachdem Schumacher vor der Saison zu Ferrari gewechselt ist, feiert er in Barcelona den ersten Sieg in Rot. Zwei weitere folgen in Spa und Monza. Allerdings schafft er es nicht, in Titelkampf einzugreifen.
26. Oktober 1997: Unrühmliches Saisonfinale: Das Titelrennen endet in Jerez, als Schumacher seinem Konkurrenten Jacques Villeneuve (Williams-Renault) in die Seite fährt. Villeneuve kann im Gegensatz zu Schumacher weiterfahren und holt den Titel. Der Kerpener wird wegen Unsportlichkeit aus der WM-Wertung gestrichen.
30. August 1998: Im Regen von Spa fährt Schumacher in das Heck des zur Überrundung anstehenden David Coulthard, Teamkollege des WM-Führenden und späteren Weltmeisters Mika Häkkinen, und scheidet aus. In der Boxengasse kommt es fast zu Handgreiflichkeiten, da Coulthard nach Ansicht Schumachers unnötig vom Gas gegangen ist. Jahre später entschuldigt sich der Schotte für die Aktion.
11. Juli 1999: In Silverstone rast Schumacher wegen eines Bremsdefekts in einen Reifenstapel und bricht sich das rechte Schien-und Wadenbein. Es bleibt sein bisher einziger schwerer Unfall.
17. Oktober 1999: Schumacher feiert ein großartiges Comeback in Malaysia. Er wird Zweiter, da er seinem Teamkollegen Eddie Irvine wegen dessen Chancen im Titelrennen mit Mika Häkkinen den Vortritt lassen muss.
10. September 2000: Tränen in Monza: Schumacher gewinnt seinen 41. Grand Prix und holt damit in der ewigen Rangliste Ayrton Senna ein. In der Siegerpressekonferenz übermannen ihn die Gefühle.
8. Oktober 2000: Schumacher siegt in Suzuka und holt den dritten WM-Titel. Für Ferrari ist es der erste Triumph seit 1979.
10. Juni 2001: Familien-Erfolg: In Montréal wird Schumacher hinter seinem Bruder Ralf Zweiter. Erstmals stehen in der Formel 1 zwei Brüder oben auf dem Treppchen.
19. August 2001: Schumacher siegt in Ungarn und macht den vierten WM-Titel vier Rennen vor dem Saisonende perfekt. Zugleich stellt er den Rekord von Alain Prost ein, der 51 Grand Prix gewann.
16. September 2001: Wegen der Anschläge auf das World Trade Center in New York spricht sich Schumacher für einen Startverzicht beim Großen Preis von Italien aus. Der Wunsch wird ignoriert. Er wird absichtlich Vierter, um in der Siegerpressekonferenz nicht Rede und Antwort stehen zu müssen.
12. Mai 2002: Ärger in Austria: In Spielberg führt Rubens Barrichello bis zur letzten Runde. Als er Teamkollege Schumacher kurz vor der Ziellinie auf Anweisung der Ferrari-Leitung passieren lässt, gibt es Pfiffe von den Rängen.
21. Juli 2002: Mit einem Sieg in Magny-Cours macht Schumacher sechs Rennen vor Saisonende den fünften Weltmeistertitel perfekt. Er zieht damit mit der argentinischen Rennfahrer-Legende Juan Manuel Fangio gleich.
20. April 2003: Sieg mit Trauerflor: Schumachers Mutter stirbt im Alter von 55 Jahren. Wenige Stunden später fährt Schumacher in Imola den ersten Saisonsieg ein. Bei der Pressekonferenz erscheint stellvertretend für ihn sein Teamchef Jean Todt.
12. Oktober 2003: Herzschlag-Finale in Suzuka: Schumacher wird Achter und gewinnt mit zwei Punkten Vorsprung vor McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen seine sechste WM. Damit setzt er sich in der ewigen Rangliste vor Fangio.
20. Juni 2004: Schock für Schumacher: Sein Bruder Ralf verunglückt in Indianapolis im Williams-BMW schwer. Als das Rennen wieder freigegeben wird, siegt Michael Schumacher dennoch souverän.
29. August 2004: Ein zweiter Platz in Spa bringt vorzeitig den siebten Titel. Die Rekord-Saison beendet Schumacher mit 148 Punkten.
22. Mai 2005: Bruderzwist in Monaco: Michael Schumacher versucht, seinen Bruder noch auf der Ziellinie zu überholen, um Sechster zu werden. Schumi II tobt: «Manchmal schaltet er sein Gehirn nicht ein.»
19. Juni 2005: «Farce-Rennen» in Indianapolis: Im Training verunglückt Ralf Schumacher wegen eines Reifenschadens. Der Pneu-Hersteller Michelin findet den Fehler nicht und kann nicht für die Sicherheit der Fahrer der von ihm ausgestatten Teams garantieren. Daraufhin gehen nur die Bridgestone-Rennställe Ferrari, Jordan und Minardi an den Start. Das Rennen endet mit Schumachers erstem und einzigem Saisonsieg. Am Ende der für ihn verkorksten Saison wird er WM-Dritter.
22. April 2006: Schumacher holt in Imola die 66. Pole Position seiner Karriere und überbietet die langjährige Bestmarke Sennas.
27. Mai 2006: Im Qualifying in Monaco sorgt Schumacher mit einem «Park-Manöver» für Wirbel. Als Zeitschnellster bleibt er kurz vor dem Ende der Qualifikation an einer der engsten Stellen des Kurses stehen. Die anderen Fahrer müssen ausweichen und können die Bestzeit nicht unterbieten. Weil er auf den letzten Platz strafversetzt wird, wird er nur Fünfter und verliert wertvolle WM-Punkte.
10. September 2006: Schumacher siegt in Monza, verkürzt den Rückstand auf Fernando Alonso auf nur noch zwei Punkte und gibt seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt.
8. Oktober 2006: Nach dem ersten Motorschaden seit sechs Jahren beim Großen Preis von Suzuka gibt Schumacher den Kampf um seinen achten WM-Titel auf. Beim Saisonfinale in Sao Paulo am 22. Oktober will er sich zumindest mit dem Konstrukteurs-Titel für Ferrari nach 16 Jahren aus der Formel 1 verabschieden.
21. Oktober 2006: In seiner letzten Qualifikation zum Großen Preis von Brasilien erlebt Schumacher einen technischen K.o. Wegen einer defekten Benzinzufuhr kann er im dritten und letzten Qualifikations-Abschnitt keine gewertete Runde mehr absolvieren und geht in das letzte und 250. Rennen seiner Karriere von Platz zehn aus. Seine  Chancen auf den achten Titel sind vor dem Grand Prix nahe dem Nullpunkt.
22. Oktober 2006: Der grandiose Schlussakt einer einzigartigen Karriere: Nach einem Reifenplatzer in der neunten Runde fällt Schumacher bis an das Ende des Feldes. Doch er gibt nicht auf. Zwar hat er keine Chance mehr auf den WM-Titel, der an Alonso geht, aber er wird immerhin noch Vierter.
29. Juli 2009: Schumacher erklärt seine Bereitschaft, für den beim Großen Preis von Ungarn verunglückten Felipe Massa bereits beim Rennen in Valencia am 23. August einzuspringen.

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap