• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Sport
  • Schwimm-WM

SPORT

 

31.07.2009

31.07.2009 | Rom (dpa)

Steffen am Ziel: Mit Weltrekord zu Gold

Gold mit Weltrekord - Britta Steffen riss sich die Badekappe vom Kopf und streckte den Arm zum Zeichen des Sieges in den Himmel von Rom. In 52,07 Sekunden war die Doppel-Olympiasiegerin bei der Schwimm-WM am Ziel ihrer Träume und ihre Medaillensammlung endlich komplett. «Auf den letzten Metern habe ich gedacht: Britta, jetzt wird nicht mehr geatmet, jetzt nur noch anschlagen», sagte Steffen, «ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Schön, wie viele Leute sich mit mir freuen.»

Britta Steffen wurde mit Gratulationen und Komplimenten überschüttet. «Das ist Wahnsinn», sagte Doppel-Weltmeister Paul Biedermann, «sie hat alles erreicht, was sie erreichen konnte.» Bundestrainer Dirk Lange fand es «einfach super. Sie ist am Ziel.» Sportdirektor Lutz Buschkow: «Ich ziehe den Hut vor Britta, das muss ihr erst mal einer nachmachen.»

Sie sei unglaublich aufgeregt gewesen, sagte Steffen später, aufgeregter als bei Olympia. «Im Call-Room habe ich mich gefühlt wie ein Kind, das zum ersten Mal in den Kindergarten abgeschoben wird.» Lächelnd nahm die Berlinerin das Rennen auf. Ihr Freund saß auf der Tribüne. Steffen erwischte einen guten Start, bei der Wende war Titelverteidigerin Lisbeth Trickett aus Australien noch vorn. Steffen nahm alle Kraft zusammen - und schlug souverän als Weltmeisterin an.

Im Ziel umarmte sie Trickett, die sich in 52,93 Sekunden mit Bronze begnügen musste. Silber ging in 52,87 Sekunden an die Britin Francesca Halsall. Steffen bekam sich kaum ein: «Nicht viele haben das Glück, Olympiasiegerin und Weltmeisterin zu werden. Das ist so toll, dass ich mir diesen Traum erfüllen kann.»

Viel Zeit zum Feiern hatte Britta Steffen am Freitag nicht. Schon an diesem Samstag hat sie Vorlauf und Halbfinale über 50 Meter Freistil auf dem Programm - und wird in der Lagen-Staffel gebraucht.

Britta Steffen wird danach einmal eine Auszeit nehmen. Die Studentin für Wirtschafts-Ingenieurwesen wird Ende September für sechs Wochen nach Australien gehen, um ihr Englisch aufzubessern. Langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London. «Es gibt immer wieder neue Motivation», hatte Britta Steffen schon vor der WM gesagt, «London klingt für mich reizvoll, weil meine Eltern
versprochen haben, dort zuzuschauen, wenn ich starten sollte. Meine Eltern waren noch nie auf einem internationalen Wettkampf. Dafür lohnt es sich doch.»

Ergebnisse Frauen, 100 m Freistil:

 

1. Britta Steffen (Berlin) 52,07 Sek. WR; 2. Francesca Halsall (Großbritannien) 52,87; 3. Lisbeth Trickett (Australien) 52,93; 4. Amanda Weir (USA) 53,12; 5. Dana Vollmer (USA) 53,30; 6. Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) 53,37; 7. Jeanette Ottesen (Dänemark) 53,70; 8. Evelyn Verraszto (Ungarn) 53,92; 9. Daniela Schreiber (Halle/Saale) 53,76 (Halbfinale)

 

Wowereit: Weltmeisterin Steffen Botschafterin Berlins

 

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat der neuen Schwimm-Weltmeisterin Britta Steffen zu einer «großartigen Leistung gratuliert». Die Berlinerin gewann am Freitag in Rom bei den Titelkämpfen das Rennen über 100 m Freistil mit einem Weltrekord von 52,07 Sekunden. Wowereit sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, es sei besonders imponierend, wie souverän der Sieg herausgeschwommen werden konnte. Zweite wurde klar geschlagen die Britin Francesca Halsall in 52,87.l Die Olympiasiegerin Britta Steffen habe damit auch bei der Weltmeisterschaft einmal mehr unterstrichen, so Wowereit, «dass sie eine hervorragende Botschafterin der Sportstadt Berlin ist».


Britta Steffen: Immer auf dem Boden bleiben

Britta Steffen fühlt sich im Wasser zu Hause. Das Motto der Doppel-Olympiasiegerin heißt aber auch: Immer auf dem Boden bleiben. Die 25 Jahre alte Berlinerin hat sich durch Gold in Peking nicht aus der Bahn werfen lassen. Mit dem WM-Titel erfüllt sich nun ein Traum.

Britta Steffen weiß, was sie will. Und sie weiß, wie schnell aus einer strahlenden und gefeierten Siegerin eine Verliererin werden kann, wenn man sich nur über Platz eins oder zwei definiert. Wer im Sport sein Bestes gibt, der gehört immer zu den Siegern. Diese Einstellung muss man aber erst lernen. Manchmal geht das nur über sportliche Niederlagen.

Familienmensch Steffen hat solche Niederlagen erlebt. Und ist gestärkt zurückgekehrt. Eine Psychologin hat geholfen. Positiv denken, das ist der Schlüssel. Sich etwas trauen, an sich glauben - dann kann man Berge versetzen.

Nach Doppel-Gold in Peking hat Britta Steffen entschieden, dass für sie neben dem Sport auch noch andere Dinge wichtig sein müssen. Sie studiert Wirtschafts-Ingenieurwesen. Wenn sie vor sportlichen Herausforderungen steht, liest sie Fachbücher. Das macht den Kopf frei für schnelle Zeiten im Wasser. Denn Schwimmen allein, hat sie festgestellt, sei zu eintönig.

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap