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02.08.2009

02.08.2009 | Los Angeles (dpa)
Haas und Petkovic verpassen Finals - Haas genervt
Routinier Thomas Haas schimpfte über die Fans seines Gegners, Rookie Andrea Petkovic schöpfte trotz der Niederlage Selbstvertrauen. Die deutschen Tennisprofis der Stunde haben bei ihren internationalen Auftritten in Los Angeles und Istanbul die Finals verpasst.
Bei der Hartplatz-Veranstaltung in Kalifornien verlor der an Nummer eins gesetzte Haas erst mit 3:6, 5:7 gegen den Amerikaner Sam Querrey - und dann die Nerven. «Diese Typen haben gezeigt, dass sie keine Klasse haben. Jetzt liegt es an Sam, die Situation zu kontrollieren. Das war doch nicht der fünfte Satz der US Open», wetterte der 31-Jährige über die krakeelenden Fans mit den «Samurai»-Stirnbändern.
Trotz der Halbfinal-Niederlage und des Ärgers über die Anhänger zog der L.A.-Champion von 2004 und 2006 insgesamt ein positives Fazit. «Für den Auftakt der Hartplatz-Saison bin ich ganz zufrieden. Mein Ziel ist es, bei den US Open in Top-Form zu sein», sagte der als Weltranglisten-22. beste deutsche Spieler. Das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 31. August in New York.
Halle-Sieger Haas hat nun 17 seiner letzten 21 Spiele gewonnen und nur gegen Querrey, den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz (Wimbledon-Halbfinale und French-Open-Achtelfinale) und den Amerikaner Andy Roddick (zweite Runde Masters in Madrid) verloren.

Auch Aufsteigerin Andrea Petkovic verlor in Istanbul ihr Halbfinale, gewann aber die Aufmerksamkeit der Tennis-Welt. Eine Woche nach ihrem ersten Titel auf der WTA-Tour verpasste die 21 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin aus Darmstadt durch ein 7:6 (7:5), 5:7, 5:7 gegen die Tschechin Lucie Hradecka ihr zweites Endspiel in einer Woche. Doch die Enttäuschung wich schon wenige Stunden nach dem Marathon-Match über fast drei Stunden, einer Regenpause und 3:1- Führung im letzten Satz der Erkenntnis: «Ich habe hoffentlich bestätigt, dass mein Sieg in Bad Gastein keine Eintagsfliege war.»
Der Unterschied zwischen der «alten und der neuen Petkovic», wie es die 1,80 Meter große Athletin selbst formulierte, liegt vor allem im Kopf. Nach ihrer achtmonatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses kehrte sie «mental total stark» zurück. «Es hat klick bei mir gemacht», berichtete Petkovic der Deutschen Presse-Agentur dpa aus Istanbul. «Ich weiß, dass ich die Qualität habe, auch die großen Spielerinnen zu schlagen.»
In der Weltrangliste wird sie von Platz 61 weiter vorrücken und den Top 50 näherkommen. Dieses Ziel hat sich die im jugoslawischen Tuzla geborene Petkovic, die die zehnte Klasse übersprungen und im Frühjahr 2006 ihr Abitur mit der Note 1,2 abgeschlossen hat, zu Beginn ihrer Laufbahn gesetzt. Als ein Reporter in der vergangenen Woche in der Pressekonferenz sagte, sie erinnere ihn mit ihrem druckvollen Spiel an die Williams-Schwestern, musste Andrea Petkovic diese Aussage dann doch etwas relativieren. «Wenn ich meine Leistung bestätige, sehe ich mich in den Top 20», sagte sie.




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