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26.08.2009

26.08.2009 | Berlin (dpa)
Bayern ohne Glanz beim 3:1 gegen Union Berlin
Der FC Bayern München hat sich nach einer Serie von Rückschlägen am Mittwoch im Testspiel bei Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin etwas Rückenwind für das brisante Bundesliga-Duell am Samstag gegen Meister VfL Wolfsburg verschafft. Vor 19 000 Zuschauern in der ausverkauften «Alten Försterei» setzten sich die Bayern ohne spielerischen Glanz zu verbreiten mit 3:1 (2:0) durch. Torschützen für den Rekordmeister waren Ivica Olic (22.), Breno (30.) und Edson Braafheid (47.), das Ehrentor erzielte Kenan Sahin (69.). Das Spiel fand aus Anlass des 375. Jubliläums eines Bayern-Sponsors (Paulaner) statt.
Allerdings schonte Berlins Trainer Uwe Neuhaus zunächst all seine Stars für das anstehende Spitzen-Duell der 2. Liga beim FC Augsburg und trat dem Rekordmeister, der in der Bundesliga zuvor den schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren verbucht hatte, mit einer kompletten B-Elf entgegen. Die Bayern, bei denen Franck Ribery und Luca Toni nach Verletzungspausen noch nicht aufgeboten wurde, begannen hingegen mit einem Sturm-Trio.


Die klareren Chancen hatte zunächst der krasse Außenseiter. Björn Brunnemann scheiterte aus Nahdistanz an Keeper Jörg Butt (8.), Kenan Sahin verfehlte das Tor nur haarscharf, nachdem er den diesmal als Rechtsverteidiger aufgebotenen Daniel Pranjic ausgespielt hatte (14.). Gleich die erste Chance der Bayern verwertete Olic nach Eingabe von Philipp Lahm, wenig später stocherte Breno den Ball nach einem Fehler von Union-Ersatzkeeper Carsten Busch in die Maschen. Nach dem herrlichen Freistoßtreffer des eingewechselten Braafheid hatten die Bayern das Spiel jederzeit im Griff und taten nicht mehr als nötig. Sahin belohnte mit seinem schönen Treffer aus 15 Meter die Bemühungen der Unioner, die sich nie versteckten.
Begeistert feierten die Fans der «Eisernen» trotz der Niederlage das im deutschen Profi-Fußball einzig noch verlustpunktfreie Team und reagierten auch nicht mehr auf die spektakuläre Trennung des 1. FC Union von seinem Hauptsponsor ISP, der wegen der Stasi-Verstrickungen eines Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Czilinsky für Negativschlagzeilen gesorgt hatte. Die Mannschaft trat daher auf dem Trikot mit der doppeldeutigen Aufschrift «Frei» an.




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