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SPORT

 

01.09.2009

2009 ohne Massa - Ecclestone fürchtet Renault-Aus

 

Felipe Massa richtet sich trotz guter Nachrichten auf ein Comeback im Ferrari erst im nächsten Jahr ein - Renault könnte dagegen 2010 gar nicht mehr dabei sein.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone fürchtet den Ausstieg des französischen Automobilbauers, nachdem der Internationale Automobilverband FIA wegen eines möglicherweise inszenierten Unfalls vor rund einem Jahr in Singapur Ermittlungen aufgenommen hat. «Dass sie den Sport verlassen könnten, ist offensichtlich eine Gefahr», sagte der Brite in einem Interview der Londoner «Times».

Während die Sorge um die ohnehin wacklige Renault-Zukunft wächst, haben die Hoffnungen auf eine Rückkehr auf die Rennstrecke bei Massa einen ordentlichen Schub bekommen. Nach eingehenden Untersuchungen in den USA beim Spezialisten Stephen Olvey titelte die Scuderia auf ihrer Homepage mit: «OK aus Miami für Felipe».

In dem Bericht hieß es: «Alles ist so, um Felipe wieder zurück zum Rennfahren zu bringen.» Allerdings plant Ferrari offensichtlich nicht mehr mit Massa noch in diesem Jahr für die fünf ausstehenden Rennen. «Das Team kann davon ausgehen, dass es zum Start der neuen Saison wieder zu einhundert Prozent auf Felipe zählen kann», hieß es.

«Auf der Strecke mit einem Formel-1-Einsitzer? Schritt für Schritt», mahnte Massa selbst Geduld an. Gleichwohl ist der in der Qualifikation beim Großen Preis von Ungarn schwer verunglückte 28- Jährige erleichtert. «Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis», sagte er nach den Untersuchungen.

In den kommenden Tagen muss er sich allerdings noch einem Eingriff unterziehen. Danach will er nach weiteren Tagen Erholung mit dem ersten Fitnesstraining beginnen, «was schon ein großer Schritt ist», betonte Massa. Anschließend will der Mann aus Sao Paulo erste Runden im Kart drehen.

Wer in seinem F60 beim Ferrari-Heimrennen am 13. September in Monza Platz nehmen darf, will der Rennstall bis zum 2. September entscheiden. Neben dem Polen Robert Kubica von BMW-Sauber galt bislang immer Giancarlo Fisichella, sensationeller Zweiter zuletzt beim Großen Preis von Belgien, von Force India als aussichtsreichster Kandidat. Ferraris Ersatzfahrer Luca Badoer hatte bei seinen beiden Versuchen enttäuscht.

Deutlich mehr Zeit werden die Ermittlungen um Renault in Anspruch nehmen. Ins Visier ist der Crash des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet Junior vor rund einem Jahr in Singapur geraten. Von dem Unfall und der folgenden Safety-Car-Phase hatte sein Teamkollege Fernando Alonso profitiert und das Rennen gewonnen.

Die FIA bestätigte offiziell zwar Ermittlungen bei einem früheren WM-Lauf, nicht aber um welchen es geht und wer in die Untersuchung verwickelt ist. «Das ist nicht das, was wir im Moment gebrauchen können», meinte Ecclestone. Der Brite hat auch schon mit Renault-Teamchef Flavio Briatore gesprochen. «Alles, was ich weiß, ist dass Flavio insistiert, dass er nichts davon weiß», erklärte Ecclestone.

«Wenn es nur der junge Piquet ist, der es sagt, weil er es sagen will, ist das eine Sache», meinte Ecclestone, nachdem Piquet Junior mitten in der Saison nach dem Ungarn-Rennen entlassen worden war und daraufhin Briatore scharf kritisiert und ihn als seinen «Henker» bezeichnet hatte. «Wenn auf der anderen Seite etwas an der Sache dran ist, ist es etwas anderes. Es wird schwierig sein, das zu beweisen», so Ecclestone. «Es hängt davon ab, was bei der Untersuchung rauskommt.» Vor allem die Zukunft von Renault in der Formel 1 - die Franzosen gelten seit längerem als Wackelkandidat.

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