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SPORT

 

01.11.2009 | Mannheim/Berlin (dpa)

Eisbären DEL-Gipfel-Sieger und Erster vor Pause

Meister Eisbären Berlin hat seine Dominanz in der Deutschen Eishockey-Liga eindrucksvoll demonstriert und geht nach einem klaren Sieg beim Gipfel in Mannheim als Primus in die Liga-Pause. Der Titelverteidiger stürzte die Adler am Sonntag mit 5:2 (1:1, 2:0, 2:1) wieder von der Tabellenspitze, die der DEL-Rekordchampion erst am Freitag von den Eisbären erobert hatte.

Der zweimal erfolgreiche Denis Pederson (3./50.), Kapitän Steve Walker (25.) mit seinem 200. DEL-Tor, André Rankel (34.) und Florian Busch (52.) schossen den Eisbären-Sieg heraus. Für Mannheim trafen nur Scott King (11.) zum 1:1 und Justin Papineau (60.) zum Endstand. Spieler beider Teams treten am kommenden Wochenende gemeinsam für die deutsche Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup in München an, dem ersten Test vor Olympia und der Heim-WM 2010.

«Es war unser bestes Spiel überhaupt in diesem Jahr. Das gibt uns die Ruhe, in die Pause zu gehen», sagte Rankel. Adler-Trainer Doug Mason lobte den Meister: «Diese Mannschaft war hochmotiviert. Alle haben gesehen, wie gut Berlin ist», meinte Mason und zeigte sich trotz der Pleite zufrieden mit Mannheims erstem Saison-Drittel.

Die ohne den an der Leiste lädierten Routinier Stefan Ustorf aufgelaufenen Hauptstädter zeigten von Beginn an, dass sie sich in wichtigen Spielen erheblich steigern können. Pederson überraschte Torhüter Fred Brathwaite sofort mit der Rückhand zum 1:0 im kurzen Eck. Die Gastgeber wurden zwei Tage nach dem 2:1 im Rhein-Main-Derby nur langsam besser und kamen in Überzahl durch King zum Ausgleich. «Wir haben den Start verschlafen. Es war relativ schwer, zwei Tage nach dem emotionalen Derby», sagte Adler-Manager Marcus Kuhl.

13 600 Fans in der erneut ausverkauften SAP-Arena hofften auf die Führung, als die Eisbären auch noch den langjährigen NHL-Profi Jeff Friesen durch eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines vermeintlichen Stockstiches an Yannic Seidenberg verloren. Doch die Adler ließen das fünfminütige Powerplay ungenutzt.

Das bestraften die am Freitag spielfreien und ausgeruhten Eisbären im zweiten Drittel: Walker fälschte einen Schuss von Richie Regehr zu seinem elften Saisontor ins Netz ab, Rankel legte aus ganz spitzem Winkel zum 1:3 nach. Obwohl die Berliner wie vor einer Woche beim 4:6 in Augsburg etliche Strafen kassierten und sogar fast zwei Minuten mit drei gegen fünf Feldspielern agieren mussten, retteten sie den Vorsprung in die zweite Pause. Der künftige Nationaltorwart Rob Zepp, der beim Deutschland-Cup sein Debüt geben soll, hatte daran großen Anteil. «Wir schaffen es einfach nicht, im Powerplay Tore zu machen», klagte Adler-Stürmer Seidenberg. Pederson in Überzahl und Busch machten im letzten Drittel alles klar.

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