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29.11.2009 | Hamburg/Berlin (dpa)
Schlimme Abwehrfehler: Union 0:3 bei St. Pauli
Der 1. FC Union Berlin hat in der 2. Fußball-Bundesliga erneut schmerzlich seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Der Aufsteiger unterlag am Sonntag 0:3 (0:3) beim FC St. Pauli und war nach dem 0:2 gegen Kaiserslautern erneut ohne echte Chance gegen einen Aufstiegs-Aspiranten. Für den furios gestarteten Neuling war es die fünfte Pleite in den vergangenen sieben Spielen. Bereits am Freitag kommt Energie Cottbus zum Ost-Derby nach Berlin.
Trainer Uwe Neuhaus trauerte in Hamburg einigen guten Möglichkeiten nach, kritisierte aber vor allem die Defensive. «Offensiv hatten wir einige gute Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Was Anlass zur Sorge gibt, ist unsere Defensivleistung. Mit unserer Naivität von heute kann man in der 2. Bundesliga nicht bestehen», stellte Neuhaus in aller Deutlichkeit fest.

Die Niederlage auf der Baustelle Millerntor-Stadion war schon zur Halbzeit besiegelt. Marius Ebbers (9.) mit seinem neunten Saisontor, Jan-Philipp Kalla (15.) und Max Kruse (39.) bestraften Fehler der erneut anfälligen Union-Abwehr. «Zur Halbzeit müssen wir schon fünf Tore haben», sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.
Vor dem Rückstand durch einen Abstauber von Ebbers sahen Kapitän Marco Gebhardt und Christian Stuff schlecht aus. Kalla traf nach einem Eckball und der Kopfballverlängerung von Ebbers ins kurze Eck, das Torhüter Jan Glinker nicht zum ersten Mal in dieser Saison nicht gut bewachte. Kruse drückte den Ball über die Linie, nachdem Glinker zunächst noch gegen den freigespielten Ebbers retten konnte. Der Torjäger vergab kurz vor dem Pausenpfiff nur knapp das 4:0.

Trainer Neuhaus reagierte zur Pause und ließ Innenverteidiger Stuff in der Kabine. Besserung brachte dies zunächst nicht, Glinker stand weiterhin im Mittelpunkt. Am dichtesten am 4:0 dran war Matthias Lehmann, der den Ball bei einem Freistoß an den Pfosten des Union-Tores zirkelte (55.).
Trotz des Ausfalls der Stürmer John Jairo Mosquera und Karim Benyamina zeigte Union nach vorne einige gefällige Passagen. Den möglichen Anschluss nach dem 2:0 verpassten Torsten Mattuschka, der an St. Paulis Torhüter Matthias Hain scheiterte (28.) und der freistehende Hüzeyfe Dogan, der zurückpasste statt selbst zu schießen (31.). Das Union-Team zeigte in der zweiten Hälfte immerhin gute Moral und bemühte sich um ein besseres Ergebnis, wurde aber nicht belohnt. Kenan Sahin scheiterte nach einer schönen Einzelaktion (56.). Auch ein Kopfball des Ersatzstürmers verfehlte das Ziel (62.).




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