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SPORT

 

10.01.2010 | Berlin (dpa)

Eisbären: Dritte Niederlage - Auch Frankfurt verliert

Der deutsche Meister Eisbären Berlin leistet sich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eine Mini-Krise und die Erfolgsserie der Metro Stars ist beendet. Beim 3:4 gegen die Hannover Scorpions kassierte der Spitzenreiter aus Berlin am Sonntag seine dritte Niederlage hintereinander. Zuletzt hatten die Berliner vor drei Jahren drei Spiele in Folge verloren. Die DEG Metro Stars setzten ihre Erfolgsserie nach Startschwierigkeiten fort. Mit dem 5:4 nach Verlängerung gegen Adler Mannheim, wo der Trainerstuhl Doug Masons immer wackliger wird, feierten die Düsseldorfer den fünften Sieg in Serie. Damit gelang dem Eisbären-Verfolger aus Düsseldorf in der SAP-Arena der erste Sieg seit 2005. Den entscheidenden Treffer in der Verlängerung machte Brandon Reid für die Metro Stars.

Zwar bleiben die Eisbären mit großem Vorsprung Tabellenführer, doch nach zuletzt zwei Auswärtspleiten riss gegen das Team von Ex-Bundestrainer Hans Zach auch die Serie von sechs Heimsiegen. «Das Wort von der Krise ist albern. Wir sind schließlich unangefochten Tabellenerster und haben jetzt eben mal eine schwächere Phase. Außerdem fehlen uns einige wichtige Spieler», meinte Eisbären-Routinier Sven Felski.

Die Niedersachsen, die schon in der vergangenen Saison beide Partien in der Hauptstadt gewonnen hatten, erwischten den Titelverteidiger eiskalt. Klaus Kathan (13. Minute) und David Wolf (16.) brachten die Gäste im ersten Drittel auf die Siegerstraße. André Reiß (22.) und Tore Vikingstad (28.) nutzten die eklatanten Abwehrschwächen der Berliner sogar zur 4:0-Führung. Eisbären- Schlussmann Rob Zepp fuhr nach dem vierten Gegentreffer entnervt vom Eis und musste auf Geheiß von Trainer Don Jackson Ersatzkeeper Markus Keller den Platz zwischen den Pfosten überlassen.

Ein Doppelschlag von Steve Walker (31.) und Alexander Weiß (33.) ließ die Hausherren wieder auf die Wende hoffen. Auch ohne den gesperrten Denis Pederson und den angeschlagenen T.J. Mulock drängten die Eisbären die Scorpions nun mit Macht in die Defensive. Sogar die fragwürdige Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Walker wegen eines Stockstichs gegen Wolf schockte die Gastgeber nicht. Florian Busch (50.) traf nur Sekunden später zum 3:4. Doch in der hektischen Schlussphase konnten die Berliner ihre Aufholjagd nicht mehr krönen.

Im Verfolger-Duell zogen die Lions aus Frankfurt gegen den neuen Tabellendritten ERC Ingolstadt den Kürzeren. Die Gäste siegten mit 6:4 und konnten sich in erster Linie bei ihrem überragenden Stürmer Thomas Greilinger bedanken, dass der der überraschende Auswärtssieg gelang. Greilinger war zweifacher Torschütze, außerdem trafen Dominik Walsh, Pat Kavanagh, Ben Clymer und Jakub Ficenec für den ERC. Auch die Herausnahme von Keeper Ian Gordon im zweiten Drittel nützte den Frankfurtern wenig. Thomas Ower kassierte prompt das 0:5. Die Aufholjagd der Lions im letzten Drittel kam zu spät.

 

www.eisbaerenberlin.de

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