SPORT

18.03.2010 | Frankfurt/Main (dpa)
Berliner Randale: DFB-Sportgericht tagt Mittwoch
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird sich am kommenden Mittwoch mit den Ausschreitungen nach dem Bundesliga-Spiel zwischen Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Nürnberg beschäftigen. Die mündliche Verhandlung unter der Leitung des Sportgerichts-Vorsitzenden Hans E. Lorenz beginnt um 13.00 Uhr, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.
Der DFB-Kontrollausschuss unter Vorsitz von Anton Nachreiner legt Hertha BSC Berlin «ein unsportliches Verhalten in Tateinheit mit einem nicht ausreichenden Ordnungsdienst zur Last.» Nach der 1:2-Niederlage des Bundesliga-Schlusslichtes gegen den «Club» am vergangenen Samstag hatten rund 150 Chaoten das Feld gestürmt und mit Fahnenstangen und Schlagstöcken randaliert.

Die Vorkommnisse im Berliner Olympiastadion hatten erneut eine hitzige Diskussion über die Sicherheit in den Stadien hervorgerufen. DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn hatte angekündigt, alles auf den Prüfstand stellen zu wollen. Das von mehreren Seiten geforderte Verbot von Stehplätzen lehnte er als Patentlösung aber ab. «Die Abschaffung von Stehplätzen in den Stadien ist aktuell kein Thema», hatte Spahn gesagt.
Hertha BSC Berlin muss mit harten Sanktionen rechnen. Von einer hohen Geldstrafe bis hin zu einer Heimpartie unter Ausschluss der Öffentlichkeit scheint alles möglich. Die Berliner hatten am Mittwoch die geforderte Stellungnahme zu den Vorfällen beim DFB eingereicht.

18.03.2010 | Berlin (dpa)
Opposition beantragt Sondersitzung zum Thema Hertha
Die Berliner Politik interessiert sich für den stark abstiegsbedrohten Bundesligisten Hertha BSC. Die Oppositionsparteien im Abgeordnetenhaus haben eine Sondersitzung des Ausschusses für Sport zum Thema Hertha beantragt. Der Antrag ging an die Sportausschuss-Vorsitzende Karin Seidel-Kalmutzki (SPD) und wurde von den Fraktionen der CDU, FDP und von Bündnis 90/ Die Grünen unterzeichnet.
Im ersten Tagesordnungspunkt der Sondersitzung soll es um die Vorkommnisse nach dem Bundesligaspiel gegen den 1.FC Nürnberg vom 13. März gehen, nach dem das Spielfeld von gewaltbereiten Randalierern gestürmt worden war. Des weiteren soll über die Auswirkungen eines möglichen Hertha-Abstiegs «sowohl für das Land Berlin als auch für die Olympiastadion GmbH» diskutiert werden. Ein Termin für die Sondersitzung steht noch nicht fest.

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