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09.04.2010 | Frankfurt/Main (dpa)
Schiedsrichter Kempter: Samstag Comeback in 3. Liga
Schiedsrichter Michael Kempter kehrt erstmals seit Bekanntwerden der Affäre Amerell auf den Platz zurück. Der 27-Jährige gibt nach zweimonatiger Pause am Samstag in der Drittliga-Partie SV Sandhausen gegen Holstein Kiel sein Comeback. Dies gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt.
«Das ist für uns absolute Normalität, denn es gibt derzeit keine Vorwürfe, die gegen eine Ansetzung von Michael Kempter sprechen», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger vor dem Außerordentlichen Bundestag am (heutigen) Freitag dem «kicker». Als Konsequenz aus den Vorgängen soll bei der Versammlung in Frankfurt über ein Reformpapier zur Neuordnung des Schiedsrichterwesens abgestimmt werden.

Kempter hatte seit seinen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung gegen den ehemaligen Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell kein Spiel mehr gepfiffen. Seinen bislang letzten Einsatz hatte Kempter am 6. Februar in der Zweitliga-Begegnung 1. FC Union Berlin - FC Augsburg (0:0). Nachdem der Sauldorfer am Mittwoch einen Leistungstest in Frankfurt erfolgreich bestanden hatte, erhielt er vom DFB-Schiedsrichterausschuss Grünes Licht für seine Rückkehr.
Ob Kempter in dieser Saison noch einmal in der Bundesliga zum Einsatz kommen wird, blieb offen. Sein letztes Erstliga-Spiel hatte der Bankangestellte vor dem Bekanntwerden der Affäre beim 1:0 von Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg am 17. Januar geleitet.
Zum Auftakt des Bundestages verteidigte Zwanziger erneut sein Vorgehen in der Aufarbeitung der Affäre Amerell. «Als ich von den Vorwürfen erfahren habe, war ich erschrocken und verunsichert. Aber wir haben die Sache sachlich aufgearbeitet und uns nicht rechtsstaatswidrig verhalten», sagte Zwanziger in seiner Eröffnungsrede. Amerell sei von ihm und von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach angehört worden.




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