SPORT


25.04.2010 | Berlin (dpa)
Hertha kann 2. Liga planen: «Wie verhext»
Nach dem 15. sieglosen Heimspiel nacheinander kann Hertha BSC für die 2. Liga planen. Selbst Trainer und Manager verzichteten nach dem bitteren 0:1 am Samstag gegen Meisteraspirant Schalke 04 auf die lange verbreiteten Durchhalteparolen. «Wir wollen das jetzt zwei, drei Tage sacken lassen», sagte Chefcoach Friedhelm Funkel, für den mit dem Abstieg die Zeit in Berlin nach derzeitigem Stand ablaufen würde. Hertha hat mit 23 Zählern zwei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga weiter fünf Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15.
«Vorbei ist es, wenn nichts mehr möglich ist. Aber wir können die Tabelle lesen. Wir hätten unbedingt gewinnen müssen, um den Druck auf die Konkurrenz aufzubauen. Das ist uns nicht gelungen», erklärte Manager Michael Preetz, der nach dem Willen der Clubchefs den sofortigen Wiederaufstieg leiten soll. Zuletzt hatte Hertha 1991 den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen, erst sechs Jahre später gelang die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

Angesichts von rund 35 Millionen Euro Verbindlichkeiten wird dieses Mal jedes Zeitliga-Jahr zum Überlebenskampf. Der derzeitige Etat von rund 75 Millionen Euro muss für die 2. Liga mindestens halbiert werden. Die Personalkosten von jetzt rund 30 Millionen Euro wird auch höchstens 14 Millionen Euro sinken. Das bedeutet, dass die Leistungsträger wie Kapitän Arne Friedrich, Jaroslav Drobny oder Gojko Kacar trotz Vertrags-Optionen nicht gehalten werden können.
Vor allem der Heimfluch hat der «Alten Dame» das Genick gebrochen. Am 32. Spieltag versetzte Schalkes Nationalspieler Heiko Westermann mit seinem Tor in der 87. Minute Hertha den entscheidenden Schlag. «Es ist wie verhext zu Hause. Wir nutzen die besten Möglichkeiten nicht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison», sagte ein frustrierter Manager Preetz. Hertha schaffte vor 61 902 Fans auch nach 259 Tagen keinen «Dreier» im Olympiastadion. Mit nun 15 Heimspielen in Serie ohne Sieg egalisierten die Blau-Weißen den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66.

24.04.2010 | Berlin (dpa)
Hertha-Absturz macht Angst - Rumoren im Team
Nach dem 15. sieglosen Heimspiel nacheinander kann Hertha BSC für die 2. Liga planen - und im Team rumort es gewaltig. Beim 0:1 am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga erlebten 61 902 das Gleiche wie in 14 Hertha-Heimspielen zuvor: Die Berliner spielten auch gegen den Meister-Aspiranten Schalke 04 auf Augenhöhe - am Ende aber standen sie mit leeren Händen da. «Wenn man sich nicht nur dieses Spiel ansieht, sondern auch die zurückliegenden - wie viele Chancen hatten wir? Es ist lächerlich», moserte Torwart Jaroslav Drobny. «Das ist nicht nur Pech, das ist auch eine Frage der Qualität», ergänzte der Tscheche und wies so auf die völlig falsche sportliche und charakterliche Zusammenstellung des Teams hin.
Manager Michael Preetz empfahl seinem Torwart, der wie andere Leistungsträger den Gang in die 2. Liga nicht mitmachen wird, zwar eine Dusche zur Abkühlung und kündigte am Sonntag Folgen für die Kritik an: «Das werden wir so nicht hinnehmen.» Doch da hatte Drobny den Finger schon mitten in die am meisten schmerzende Hertha-Wunde gelegt. «Ich stelle mir immer noch die Frage, warum haben sie Marko Pantelic gehen lassen?» Der Serbe hatte jahrelang als Torgarant und Fan-Liebling der Berliner gegolten, bevor ihn Ex-Trainer Lucien Favre und Preetz - auch wegen überzogener Vertrags-Forderungen von Pantelic - vor dieser Saison ziehen ließen.

Die fehlende Abgeklärtheit der aktuellen Offensivspieler gepaart mit Fehleinkäufen wie Artur Wichniarek und vor allem die eklatante Heimschwäche haben der «Alten Dame» das Genick gebrochen. Zwei Runden vor Saison-Schluss versetzte Schalkes Nationalspieler Heiko Westermann mit seinem Tor in der 87. Minute Hertha den entscheidenden Schlag. Die Berliner schafften auch nach 259 Tagen keinen «Dreier» im Olympiastadion. Mit nun 15 Heimspielen in Serie ohne Sieg egalisierten die Blau-Weißen den Negativ-Rekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66, der eigentlich als «ewiger Rekord» galt.
Angesichts von weiter fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer verzichteten nun selbst Trainer und Manager auf die lange verbreiteten Durchhalteparolen. «Wir wollen das jetzt zwei, drei Tage sacken lassen», sagte Chefcoach Friedhelm Funkel, für den mit dem bstieg die Zeit in Berlin nach derzeitigem Stand ablaufen würde. «Vorbei ist es, wenn nichts mehr möglich ist. Aber wir können die Tabelle lesen. Wir hätten unbedingt gewinnen müssen, um den Druck auf die Konkurrenz aufzubauen. Das ist uns nicht gelungen», erklärte Preetz, der nach dem Willen der Clubchefs den sofortigen Wiederaufstieg leiten soll.

Zuletzt hatte Hertha 1991 den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen, erst sechs Jahre später gelang die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Angesichts von rund 35 Millionen Euro Verbindlichkeiten wird dieses Mal jedes Zeitliga-Jahr zum Überlebenskampf. Der derzeitige Etat von rund 75 Millionen Euro muss für die 2. Liga mehr als halbiert werden. Die Personalkosten von jetzt rund 30 Millionen Euro müssen auf höchstens 14 Millionen Euro sinken. Das bedeutet, dass die Stars wie Kapitän Friedrich, Drobny, Cicero oder Gojko Kacar trotz Vertrags-Optionen nicht gehalten werden können. Die Angst geht um bei Hertha BSC.
Mehr zur Hertha: www.herthabsc.de
Alle Ergebnisse & die Tabelle der 1. Bundesliga: www.bundesliga.de
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