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SPORT

 

05.05.2010 | Hamburg/Gelsenkirchen (dpa)

Mut und Hoffnung: Puckjäger brennen auf WM-Start

 Hamburg/Gelsenkirchen (dpa) - Beflügelt vom Fan-Weltrekord «auf Schalke» beschwören die deutschen Puckjäger den Glauben ans WM-Wunder auf eigenem Eis. Sogar die 1:4-Lektion gegen Olympiasieger Kanada bei der Generalprobe deuteten die Cracks des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als gutes Vorzeichen für den Turnier-Start gegen die US-Boys am Freitag (20.15 Uhr/Sport 1). «Wir gehen mit viel Mut und Hoffnung da rein», versprach Bundestrainer Uwe Krupp.

Nicht mehr dabei ist dann jedoch der DEL-Spieler des Jahres: Torjäger Thomas Greilinger und auch Verteidiger André Reiß müssen nach Hause reisen. Während Greilinger nach 39 Saisontoren zuletzt ebenso unauffällig blieb wie bei Olympia, fehlt Reiß wegen einer Hüftverletzung. Damit hat Krupp noch 25 Akteure im Team. An diesem Donnerstag wird er nach dem einzigen Training in Gelsenkirchen bekanntgeben, welchen beiden Spielern während der Vorrunde die bittere Zuschauerrolle bleibt, ehe sie nachrücken dürfen.

Gerade die Vorfreude auf die Rekord-Kulisse von 76 152 Besuchern beim Auftaktmatch elektrisiert das Team. «Die Jungs sind alle heiß und froh, dass es losgeht», sagte Kapitän Marcel Goc. «Wir werden alle aufgeregt sein, aber nicht nervös. Wir hoffen, dass wir den Funken rüberbringen», erklärte Routinier Sven Felski.

Auch von vier Testspiel-Schlappen in Serie, dem schwächsten Olympia-Auftritt der DEB-Geschichte und der völlig verkorksten Vorjahres-WM wollen sich Krupps Cracks nicht beirren lassen. «Die Mannschaft hat großes Potenzial», beteuerte DEB-Generalsekretär Franz Reindl, der auch als Organisations-Chef sehr auf eine starke WM der Gastgeber hofft.

Der gute Auftritt gegen den Weltranglisten-Ersten Kanada am Dienstagabend in Hamburg gab dem Außenseiter noch einmal einen Schub. «Man hat gesehen, dass wir mithalten können», befand Youngster Justin Krueger. Felski hatte die frech aufspielenden Hausherren in seinem 150. Länderspiel sogar in Führung gebracht.

Vor allem die altbekannte Abschluss-Schwäche und einige Aussetzer in der Defensive verhinderten jedoch eine Überraschung. «Ein Klassen-Unterschied war nicht zu sehen», sagte Reindl und meinte voller Zuversicht: «Ich glaube, dass unsere Gegner es nicht leicht haben werden. Auch die USA und Finnland nicht.»

Damit traf der Sportdirektor die Stimmung der Mannschaft. «Wenn wir einfach spielen und unsere Sachen machen, können wir auch einen Großen ärgern», versicherte Torjäger Goc. Der 26-Jährige von den Nashville Predators ist der einzige NHL-Stammspieler im deutschen Team und damit der größte Hoffnungsträger. Um ihn herum hat Coach Krupp eine Mischung aus Haudegen wie Felski, Sven Butenschön und Stürmer John Tripp und Emporkömmlingen wie Krueger, Robert Dietrich und Marcel Müller gebaut.

Die Auswahl seines Kaders fiel dem Bundestrainer nicht leicht, zumal in Michael Bakos, Chris Schmidt und Florian Busch gestandene Spieler angeschlagen absagen mussten. «Die Entscheidungen, die zum Schluss fallen, sind die härtesten», gestand Krupp vor der Bekanntgabe seines endgültigen 23-Mann-Kaders.

Das Minimalziel indes ist seit langem klar. «Wir dürfen uns nicht verstecken. Die Zwischenrunde ist Pflicht», sagte Stürmer Alexander Barta. Den Grundstein dafür will das DEB-Team im Schalker Eis-Tempel mit einer Überraschung gegen die USA legen. Der Olympia-Zweite konnte beim 3:1-Sieg gegen Frankreich im letzten Härtetest zumindest nicht vollauf überzeugen. Weitere Gegner der Deutschen in Gruppe D sind Finnland und Dänemark. «Wir haben ein bisschen was vor in diesem Turnier», betonte Marcel Goc.

 

Homepage Deutscher Eishockey-Bund: www.deb-online.de
Eishockey-WM 2010: www.iihf.com/de

05.05.2010 | Köln (dpa)

Der WM-Kader des deutschen Eishockey-Teams

Zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen die USA hat Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp seinen Kader für die Heim-WM auf 25 Spieler reduziert. Der verletzte André Reiß und Thomas Greilinger wurden vom Coach aus dem Aufgebot gestrichen. Vor dem Eröffnungsspiel gegen die USA am Freitag in Gelsenkirchen muss Krupp seinen endgültigen 23-Mann-Kader benennen. Nach der Vorrunde kann Krupp zwei weitere Spieler nachnominieren.

Das Aufgebot:

Tor: Endras (Augsburger Panther), Kotschnew (Spartak Moskau), Zepp (Eisbären Berlin)

Abwehr: Braun (Eisbären Berlin), Butenschön (Adler Mannheim), Dietrich (Milwaukee Admirals), Fischer (EHC Wolfsburg), Nikolai Goc (Hannover Scorpions), Holzer (DEG Metro Stars), Hördler (Eisbären Berlin), Krueger (Cornell University/USA), Sulzer (Nashville Predators)

Angriff: Barta (Hamburg Freezers), Felski (Eisbären Berlin), Marcel Goc (Nashville Predators), Gogulla (Portland Pirates), Hager (Krefeld Pinguine), Kreutzer (DEG Metro Stars), Marcel Müller (Kölner Haie), Rankel (Eisbären Berlin), Schütz (Portland Pirates), Tripp (Hamburg Freezers), Wolf (Iserlohn Roosters), Hospelt (EHC Wolfsburg), Ullmann (Kölner Haie)

05.05.2010 | Berlin (dpa)

Die Eishockey-WM im Fernsehen - Die Live-Termine bei Sport1 im Überblick:

7. Mai, ab 18.00 Uhr:
Vorberichte zum Auftakt der Eishockey-WM 2010, ab 19.45 Uhr: Eröffnungsspiel Deutschland - USA (Gruppe D) (auch Liga total)
8. Mai, ab 20.00 Uhr: Finnland - Dänemark (Gruppe D)
10. Mai, ab 16.00 Uhr: USA - Dänemark (Gruppe D), ab 19.45 Uhr: Deutschland - Finnland (Gruppe D)
11. Mai, ab 16.00 Uhr: Konferenz der Spiele Russland - Kasachstan (Gruppe A) und Tschechien - Norwegen (Gruppe C)
12. Mai, ab 16.00 Uhr: Dänemark - Deutschland ab 20.00 Uhr: Konferenz der Spiele Finnland - USA (Gruppe D) und Kanada - Schweiz (Gruppe B)
13. Mai, ab 19.50 Uhr: Schweden - Tschechien (Gruppe C)
14. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
15. Mai, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
16. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.15 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
17. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
18. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
20. Mai, ab 16.00 Uhr: zwei Viertelfinalspiele in der Konferenz, ab 20.00 Uhr: zwei Viertelfinalspiele in der Konferenz
22. Mai, ab 13.45 Uhr: Halbfinale, ab 18.00 Uhr: Halbfinale
23. Mai, ab 20.00 Uhr: Finale

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