SPORT

12.05.2010 | Köln
DEB-Team atmet auf: Durch Sieg über Dänen weiter
Gastgeber Deutschland hat ein Eishockey-Debakel bei der Heim-WM abgewendet und den Gang in die Abstiegsrunde vermieden. Mit dem 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)-Erfolg im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Dänemark zog das DEB-Team am Mittwoch in Köln in die Zwischenrunde ein. «Ganz Eishockey-Deutschland hat diesem Spiel entgegengefiebert und freut sich ganz besonders. Man kann noch gar nicht bemessen, wie wichtig das fürs deutsche Eishockey ist», sagte Idol Erich Kühnhackl, der Vizepräsident des deutschen Verbandes ist.
Die Hausherren können den Blick nun auf die erste Viertelfinal-Teilnahme seit 2003 richten. In Weltmeister Russland, Weißrussland sowie voraussichtlich der Slowakei wartet ab Freitag allerdings harte Konkurrenz. Die drei Punkte aus dem Sieg gegen die ebenfalls qualifizierten Dänen nimmt die deutsche Auswahl mit.

«Wir schauen natürlich jetzt schon vorwärts und wie die Konstellation ist», sagte Bundestrainer Uwe Krupp, strahlte aber auch erst einmal über das Erreichen des Minimalziels: «Wir standen unter sehr viel Druck und sind damit sehr, sehr gut umgegangen. Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft. Wir haben das umgesetzt, woran wir seit Wochen arbeiten.»
Philip Larsen (4.) sorgte zwar für einen frühen Schock, doch Kapitän Marcel Goc (9.), Felix Schütz (34.) und Nikolai Goc (36.) schafften die Wende. 18 623 Fans in der ausverkauften Arena feierten danach mit den Hausherren. «Nach der Hälfte des ersten Drittels hat sich die Mannschaft gefangen», lobte Franz Reindl, der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).
«Wir haben uns vorgenommen, ganz hart zu spielen von der ersten bis zur letzten Minute - das ist uns gelungen», sagte Nikolai Goc, der sich außer über den Sieg noch über sein erstes Länderspieltor freuen durfte. «Wir wollten hinten nichts zulassen. Wir haben gut in der Box gestanden und alle Scheiben rausgekriegt, das war der Schlüssel», sagte der Abwehrspieler, der in Hannover mit seinem anderen Bruder Sascha gerade erstmals deutscher Meister wurde.

Die Partie hatte indes denkbar schlecht begonnen: Als Patrick Hager und Alexander Sulzer auf der Strafbank saßen, war der auch schon in der NHL aktive Philip Larsen aus Nahdistanz zur Stelle. Torhüter Dennis Endras, der ins deutsche Gehäuse zurückgekehrt war, hatte keine Chance. Wenig später musste noch Sven Felski in die Kühlbox, doch diese 3:5-Unterzahl überstanden die Gastgeber.
Erst danach fand Krupps Team endlich ins Spiel und schaffte schnell den Ausgleich. NHL-Profi Marcel Goc fälschte in Überzahl einen Schuss von Sulzer unhaltbar ab. Krupps Schützlinge gingen auch danach wie gefordert geradliniger zu Werke. «Keine Mannschaft hat die Dänen bisher in der Defensive getestet, das haben wir gemacht», sagte der Bundestrainer.

Das zweite Turniertor von Schütz brachte das DEB-Team auf Kurs. Kurz nachdem Endras den sofortigen Ausgleich verhindert hatte, rutschte ein Schuss von Nikolai Goc durch die Schoner von Schlussmann Patrick Galbraith. Beim dänischen Rettungsversuch war der Puck schon über die Linie gekullert, das Tor zählte nach Videobeweis.
Die nicht in Bestbesetzung angetretenen Dänen drängten danach, waren aber nicht so stark wie bei den Siegen über Finnland und die USA. Zudem saßen die Akteure in Rot zu oft auf der Strafbank. Marcel Goc verpasste mit einem Lattenschuss (52.) das 4:1 , Peter Regin setzte die Scheibe kurz vor Ende an den deutschen Pfosten (60.).
Quelle: dpa (Von Christian Hollmann)
Homepage Deutscher Eishockey-Bund: www.deb-online.de
Eishockey-WM 2010: www.iihf.com/de
Die Eishockey-WM im Fernsehen - Die Live-Termine bei Sport1 im Überblick:
13. Mai, ab 19.50 Uhr: Schweden - Tschechien (Gruppe C)
14. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
15. Mai, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
16. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.15 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
17. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
18. Mai, ab 16.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde, ab 20.00 Uhr: Spiel der Zwischenrunde
20. Mai, ab 16.00 Uhr: zwei Viertelfinalspiele in der Konferenz, ab 20.00 Uhr: zwei Viertelfinalspiele in der Konferenz
22. Mai, ab 13.45 Uhr: Halbfinale, ab 18.00 Uhr: Halbfinale
23. Mai, ab 20.00 Uhr: Finale




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