SPORT

19.05.2010 | Berlin
BBL-Playoffs: ALBA scheitert im Viertelfinale
Der achtmalige deutsche Basketball-Meister ALBA Berlin ist im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden. Die Berliner verloren Spiel vier der «best-of-five»-Serie bei den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt mit 58:69 (27:31) und mussten sich im Duell mit den Hessen 1:3 geschlagen geben.
Überragender Akteur bei den Frankfurtern, die die Hauptrunde nur auf Rang sieben beendet hatten, war Derrick Allen mit 26 Punkten und neun Rebounds. Bei den auf der ganzen Linie enttäuschenden Hauptstädtern kam Adam Chubb auf zwölf Zähler.
Nach dem frühzeitigen Aus im Pokalwettbewerb, dem Verpassen der Euroleague und der Finalniederlage im zweitklassigen Eurocup mussten die erfolgsverwöhnten Berliner damit den nächsten Rückschlag hinnehmen. Dennoch steht Trainer Luka Pavicevic für Geschäftsführer Marco Baldi nicht zur Disposition. «Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Wir werden jetzt alles zur Disposition stellen, nur den Trainer nicht. Luka bleibt definitiv Coach von ALBA Berlin», sagte Baldi.

Die seit dem Trainerwechsel von Murat Didin zu Gordon Herbert wiedererstarkten Frankfurter treffen im Halbfinale auf den Sieger des Duells Eisbären Bremerhaven gegen BG Göttingen. Die Eisbären gewannen in eigener Halle mit 90:83 (35:45) und erzwangen damit ein fünftes und entscheidendes Spiel in Göttingen. Bester Werfer bei Bremerhaven war Andrew Drevo mit 17 Punkten, beim Eurochallenge-Sieger Göttingen kam Chris McNaughton auf starke 27 Zähler.
Vor 4830 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle erwischte ALBA einen katastrophalen Start und verschlief das erste Viertel komplett. Bereits nach 1:38 Minuten musste Pavicevic die erste Auszeit nehmen, um sein Team wachzurütteln. Doch auch nach der Unterbrechung blieb der große Favorit aus der Hauptstadt fast alles schuldig. Zur Pause führten die Hessen dennoch nur mit vier Punkten (31:27), weil auch sie mit ihren Nerven zu kämpfen hatten.
Nach dem Seitenwechsel brachte Blagota Sekulic die Berliner sogar schnell auf 30:31 heran, aber gerade als die Gäste dran waren, zogen die Frankfurter mit elf Punkten nacheinander wieder davon (42:31). Bei ALBA enttäuschten besonders die vermeintlichen Führungsspieler Julius Jenkins (7) und Derrick Byars (5). Die Skyliners gingen so mit einem Zwölf-Punkte-Vorsprung ins Schlussviertel (53:41), den sie sich nicht mehr nehmen ließen. «Wir haben immer an uns geglaubt und wenig über ALBA nachgedacht. Das war der Schlüssel», sagte Frankfurts Kapitän Pascal Roller.
Quelle: dpa




Kommentare