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SPORT

 

15.11.2010 | Berlin

Lasogga-Tore bringen Hertha wieder an die Spitze

 

Hertha BSC grüßt nach dem 12. Spieltag wieder von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Das Duell der Erstliga- Absteiger mit dem VfL Bochum gewannen die Berliner mit 2:0 (1:0) und verteilten bei der Rückkehr von Ex-Trainer Friedhelm Funkel keine Geschenke.

Pierre-Michel Lasogga (32./69. Minute) machte mit seinen beiden ersten Saisontreffern den neunten Saisonsieg der Berliner perfekt. Hertha führt die Tabelle nun mit 29 Punkten vor Erzgebirge Aue (27 Zähler) an.

Die Gastgeber beherrschten vor 29 973 Zuschauern im Berliner Olympiastadion über weite Strecken die Partie. Durch frühes Stören ließen die Hausherren die Bochumer kein kontrolliertes Spiel aufziehen. Die Gäste liefen den spielfreudigen Berlinern meist nur hinterher. Erst in der zweiten Halbzeit steigerte sich der VfL, scheiterte aber immer wieder am Berliner Torhüter Marco Sejna.

Ein Kontrastprogramm bot der Trainer-Einstand bei der Konkurrenz: Zwei Eigentore und ein verschossener Elfmeter des VfL Osnabrück bescherten Ewald Lienen einen glücklichen 2:1-Heimsieg bei seinem Einstand in Bielefeld. «Diese Mannschaft lebt», jubelte Lienen. Die Rettungsmission seines Kollegen Benno Möhlmann beim FC Ingolstadt begann dagegen frustrierend. Der Aufsteiger verlor 1:2 gegen den zuvor auswärts punktlosen SC Paderborn und übernahm am 12. Spieltag die Rote Laterne vom Lienen-Club. «Es hat noch nicht das gestimmt, was da sein muss», haderte Möhlmann, der «Leidenschaft und Mut» bei seiner Mannschaft vermisst hatte.

An der Tabellenspitze verpasste der MSV Duisburg in Unterzahl den Sprung auf Platz eins. Die «Zebras» mussten beim 2:2 im Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen in der 86. Spielminute den Ausgleichstreffer von Benjamin Auer hinnehmen.

Nach einer Stunde Anlaufzeit ging auf dem Aachener Tivoli die Post ab. Zunächst konnte die Alemannia nach einem wuchtigen Kopfball von Marco Höger jubeln (64.). Doch der MSV glich postwendend durch Goran Sukalo per Foulelfmeter aus (67.). Dann erzielte Srdjan Baljak kurz nach der Roten Karte für seinen Teamkollegen Bruno Soares (68.) mit einem gefühlvollen Distanzschuss das umjubelte Führungstor für den MSV (71.). MSV-Trainer Milan Sasic ärgerte sich hinterher vor allem über die aus seiner Sicht «völlig unberechtigte Rote Karte».

Freuen durfte sich das Führungstrio darüber, dass es in zwei Verfolgerduellen keine Sieger gab. Energie Cottbus und 1860 München trennten sich 0:0. «Ich bin nicht unzufrieden mit dem Punkt, den müssen wir mitnehmen, wenn mal nicht so viel geht», meinte Energie-Torjäger Nils Petersen. Auch das bayerische Derby zwischen Greuther Fürth und dem FC Augsburg war beim 1:1 ohne Gewinner geblieben. Der FSV Frankfurt pirscht sich dagegen vor, ist nach dem 2:1-Heimsieg gegen Union Berlin schon Tabellenfünfter.

Tief gestapelt wird weiterhin in Aue, auch wenn der Aufsteiger nach dem 1:1 beim Karlsruher SC zumindest bis Montagabend die Tabellenführung übernommen hat. «Wir haben einen Punkt erkämpft, darüber bin ich froh», sagte Trainer Rico Schmitt. Trotz des Spitzenplatzes und 27 Zählern gehe es für Erzgebirge aber weiter «um nichts anderes» als den Klassenverbleib, erklärte Schmitt.

Einen kuriosen Einstandssieg feierte Ewald Lienen in Bielefeld. «Elfmeter, Eigentor, Pfosten. So ein Drehbuch kann man eigentlich nicht schreiben», meinte der 56-Jährige nach dem zweiten Saisonsieg der Arminia. Zwei Osnabrücker Eigentore durch Tobias Nickenig und Niels Hansen bescherten Linien das Erfolgserlebnis. Nicky Adler, der die Gäste in Führung geschossen hatte, scheiterte zudem beim Stand von 1:1 mit einem Foulelfmeter an Arminia-Keeper Dennis Eilhoff.

Kein Glück hatte Lienens Kollege Benno Möhlmann in Ingolstadt. Gegen Paderborn gab es eine weitere Heimpleite, die Markus Krösche (Foulelfmeter) und Sören Brandy mit ihren Toren besiegelten. Das 1:2 von Stefan Leitl in der Schlussminute kam zu spät. «Es muss noch mehr kommen», beklagte Möhlmann. Schon sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden 15. Platz. «Wir hätten uns heute nicht retten können, wir sind aber auch nicht abgestiegen», erklärte Möhlmann.

dpa

www.herthabsc.de

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