SPORT

28.11.2010 | Cottbus
Cottbus macht 2. Liga spannend: 6:0 gegen Aue
Cottbus feiert, Aue weint: Der FC Energie hat mit dem höchsten Sieg der Cottbuser Profi-Geschichte das Aufstiegsrennen wieder richtig spannend gemacht. Die wie aufgedreht spielenden Lausitzer fertigten am 14. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Überraschungs-Spitzenreiter Erzgebirge Aue mit 6:0 (2:0) ab und schoben sich in der Tabelle damit auf Rang vier direkt hinter die Aufstiegsregion. «Wir haben untermauert, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind», erklärte Energie-Chefcoach Claus-Dieter Wollitz. Dagegen musste ein sichtbar gezeichneter Auer Trainer Rico Schmitt zugeben: «An so einem Tag kommt alles zusammen.

Energie-Innenverteidiger Uwe Hünemeier markierte mit einem direkt verwandelten 25-Meter-Freistoß (17. Minute) und zwei Kopfball-Toren (24. und 78.) gleich drei Treffer; für den Ex-Dortmunder waren es schon die Saisontore Nummer vier bis sechs. «Das war ein geiles Spiel für mich. Drei Tore zu machen, ist natürlich überragend», sagte Hünemeier, der auf den Zaun mit den Fans feierte und den Spielball als Andenken mitnahm. Der Rumäne Emil Jula legte mit Doppelpack nach (57. und 71.). Und der Ex-Auer Marco Kurth (73.) traf beim Schützenfest auch noch. «Wir müssen das so akzeptieren, bei uns ging heute gar nichts», fasste Erzgebirge-Kapitän René Klingbeil, der nach 45. Minuten mit Gelb-Rot vom Platz musste, die Auer Pleite zusammen.
Die chancenlosen Gäste, die erstmals nach zehn Spielen wieder verloren, hatten vor 14 550 Zuschauern nur durch Sebastian Glaser (52./Pfosten und 58.) zweimal Hoffnung auf Besserung. Trainer Schmitt verzichtete auf alle Kritik an seinem Team, machte sogar ein Kompliment an seine Spieler für die 30 erreichten Punkte derzeit: «Sie haben sich nicht kampflos aufgegeben. Wir waren besser als die sechs Tore. Selbst in Unterzahl hatten wir Chancen. Jeder Schuss von Energie war ein Treffer, Cottbus hat sich in einen Rausch gespielt.»

Ausgerechnet der ehemalige Cottbuser Martin Männel leitete mit einem Fehlgriff die höchste Pleite der Auer Profi-Historie ein. «Das war klar mein Fehler, den muss ich halten», sagte Männel, der bei Energie den Sprung zur Nummer 1 nicht geschafft hatte, jetzt in Aue aber die besten Werte aller Zweitliga-Keeper aufweisen konnte. «Lieber verlieren wir einmal 0:6 als fünfmal 0:1», bemerkte Jan Hochscheidt.
Energie war engagierter und zielstrebiger, Aue bleibt trotz der zweiten Saisonniederlage mit 30 Zählern Spitzenreiter vor den punktgleichen Duisburg und Hertha (je 29), gefolgt von Energie (27). Cottbus ist nun schon seit sechs Spielen unbezwungen, holte dabei 14 von 18 möglichen Punkten und witterte die Aufstiegschance. «Wenn man sich den Gegner so zurechtlegt, hat es etwas mit außergewöhnlicher Qualität zu tun. Wir waren von der erster Minute an die bessere Mannschaft», betonte Energie-Trainer Wollitz.
Quelle: dpa
Energie Cottbus: www.fcenergie.de
Alle Ergebnisse der 2. Bundesliga: www.bundesliga.de
So haben die Berliner Vereine gespielt:
Wieder späte Union-Pleite: 0:1 in Ingolstadt... »
Hertha-Trend zeigt nach unten - Babbel: "Verdient"... »




Kommentare