SPORT


04.02.2011 | Berlin
«Baby» da: McLaren startet Vettel-Jagd
Das letztes Top-Team hat McLaren seinen neuen Formel-1-Rennwagen vorgestellt. Für die Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button war es Liebe auf den ersten Blick. Teamchef Whitmarsh verspricht den Titelrivalen so manche Überraschung.
Im Herzen von Berlin hat für Lewis Hamilton und Jenson Button die Jagd auf Formel-1-Champion Sebastian Vettel begonnen. Am windig-kalten Potsdamer Platz lüfteten die McLaren-Piloten am Freitag als letzte der WM-Kandidaten das Geheimnis um ihren neuen Dienstwagen. «Das ist unser neues Baby, das Auto, das einen von uns hoffentlich zum Titel tragen wird», meinte Button mit stolzem Blick auf den silberschimmernden MP4-26. «Wir werden um einiges stärker sein als im letzten Jahr», warnte der leicht fröstelnde Hamilton die Konkurrenz.
Der britische Rennstall ließ sich diesmal etwas mehr Zeit mit dem neuen Auto als die vermeintlichen WM-Gegner Red Bull, Ferrari und Mercedes und bestritt die ersten Testfahrten in dieser Woche nur mit einem Übergangsmodell. «Das ist das erste Mal, das ich das Auto komplett mit der neuen Lackierung sehe», verriet Hamilton. «Es sieht fantastisch aus, besser als jedes andere Auto, das ich in diesem Jahr schon gesehen habe», urteilte der Weltmeister von 2008, der in der Vorsaison nach einem packenden Finale WM-Vierter wurde.

Bei der ungewöhnlichen Präsentation des Boliden in Berlin durften Kunden des Titelsponsors (Vodafone) Teile der Außenhülle auf die Bühne unter dem Dach des Sony-Centers tragen. Vier Mechaniker übernahmen die Endmontage. Lenkrad und Cockpit-Abdeckung brachten schließlich Button und Hamilton mit.

Besonders auffällig am erneut von einem Mercedes-Motor angetriebenen MP4-26 sind die breit geformten Seitenkästen, die neuartige Motorenabdeckung mit zwei Lufteinlässen und der ungewöhnliche Frontflügel. «Das ist das Ergebnis unglaublich harter Arbeit und innovativer Denkweise», erklärte Teamchef Martin Whitmarsh und fügte hinzu: «Seid gewarnt: Ihr habt noch nicht alles gesehen. Einiges haben wir noch versteckt.»
Die Jungfernfahrt im neuen Auto ist Hamilton vorbehalten. Bei den nächsten Tests in Jerez wird der 26-Jährige am kommenden Donnerstag die Debütrunde drehen. «Dann geht es erst richtig für uns los», befand Button, der Weltmeister des Jahres 2009.
Die Rivalen hatten schon in dieser Woche in Valencia die ersten Testkilometer gesammelt. Titelverteidiger Vettel hinterließ dabei im neuen Red Bull RB7 einen ebenso starken Eindruck wie Vize-Weltmeister Fernando Alonso im frischen Ferrari-Modell F150. Dagegen plagten das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg noch technische Probleme am MGPW-02. «Letztes Jahr war schon eines der besten in der Formel-1-Geschichte. Dieses Jahr kann es noch enger werden», sagte Hamilton.
Schon vor der Auto-Vorstellung in Berlin hatte Teamchef Whitmarsh die späte Premiere des neuen McLaren verteidigt. «Wir meinen, dass unser Zeitplan optimal ist, um Jenson und Lewis mit dem bestmöglichen Paket für das erste Rennen in Bahrain auszustatten», beteuerte der Brite mit Blick auf den Saisonauftakt in der Wüste am 13. März.
Quelle: dpa

01.02.2011 | Valencia
Vettel und Schumacher enthüllen neue Dienstautos
Weltmeister Sebastian Vettel und sein Teamkollege Mark Webber haben am Dienstag den neuen Red-Bull-Wagen enthüllt. Die beiden Formel-1-Piloten zogen um 8.35 Uhr in der Boxengasse des Circuit Ricardo Tormo in Valencia ein blaues Tuch von dem RB7. Gut gelaunt präsentierte sich Vettel den Fotografen und begutachtete sein neues Dienstauto. Wie auch der neue Ferrari und der neue Mercedes ist der Red Bull mit einer hoch liegenden Nase ausgestattet. Knapp eine Stunde nach Vettel präsentierte auch Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher seinen neuen Dienstwagen. Zusammen mit seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg stellte Schumacher um 9.23 Uhr den neuen Silberpfeil MGP W02 vor.

«Es sieht sicher sehr interessant aus», sagte Vettel über den RB7, bevor er die ersten Runden mit dem neuen Auto drehen durfte. Teamchef Christian Horner betonte, dass die Produktionszeit des Boliden die kürzeste in der Red-Bull-Geschichte gewesen sei.

Vorhersagen zum WM-Rennen wollte Vettel nicht machen, dafür sei es noch zu früh. Nur so viel: «Jeder hat dieselben Chancen, den Titel zu holen. Es wird ein harter Kampf.» Red Bull gehe selbstbewusst, aber nicht überheblich in die neue Saison, betonte der Brite Horner.
Der WM-Auftakt ist am 13. März in Bahrain. Bis dahin stehen den 22 Teams insgesamt vier Testperioden zur Verfügung, um die Autos richtig auf Touren zu bringen. In Valencia fahren Vettel & Co bis einschließlich Donnerstag.
Quelle: dpa

01.02.2011 | Valencia
Ecclestone: Es wird härter für Vettel
Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone rechnet mit noch größerem Widerstand für Weltmeister Sebastian Vettel bei der angestrebten Titelverteidigung in diesem Jahr. «Es wird härter für Sebastian», prophezeite der 80-jährige Brite in einem Interview der «Bild»-Zeitung (Dienstag). Ecclestone geht davon aus, dass sich Ferrari-Star Fernando Alonso mit der Niederlage im vergangenen Jahr im letzten Rennen nicht so leicht abfinden werde.
«Und ich traue Mercedes mit Michael Schumacher den Sprung nach vorne zu», sagte Ecclestone, der in der Saison 2010 mit seinem Titeltipp Vettel richtig gelegen hatte. In diesem Jahr wünscht er Rekordchampion Schumacher ein besseres Auto. «Den wahren Michael Schumacher sehen wir erst in einem Spitzenauto. Wenn Mercedes dieses Jahr ein Spitzenauto baut, fährt er ganz vorne um den Titel mit», meinte Ecclestone. «Dieses Gegurke im Mittelfeld hat mir wehgetan. Ich hoffe, Schumi tut mir das nicht noch mal an.»




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