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SPORT

 

16.02.2011 | Valencia

Schalke feiert Raúl - Gute Viertelfinal-Chance

Der Star des Abends ließ lange auf sich warten. Nach seiner triumphalen Rückkehr in die Heimat kam Spaniens Stürmerlegende Raúl erst weit nach Mitternacht aus der Kabine, weil er noch die Dopingprobe absolvieren musste. «Es war ein schöner Abend mit einem guten Resultat für uns», sagte der Angreifer des FC Schalke 04 nach dem 1:1 (0:1) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Valencia.

Mit seinem Ausgleichstreffer in der 64. Minute bescherte Raúl dem Fußball-Bundesligisten am Dienstagabend eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 9. März in Gelsenkirchen. Dann würde dem Revierclub schon ein 0:0 genügen, um zum zweiten Mal nach 2008 ins Viertelfinale der Königsklasse einzuziehen.

«Raúl hat gezeigt, dass er nichts von seiner Klasse eingebüßt hat. Es ist kein Zufall, dass er den Ausgleich erzielt hat», lobte Felix Magath den 33 Jahre alten Ausnahmestürmer. Schalkes Trainer war mit der Leistung der gesamten Mannschaft zufrieden, auch wenn sie nach starkem Beginn immer mehr unter Druck geriet. «Wir haben eine gute Ausgangsposition. Aber wir müssen auch im Rückspiel unser Bestes geben, um weiterzukommen.» Dann muss Magath Linksverteidiger Lukas Schmitz ersetzten, der in der Nachspielzeit wegen Ballwegschlagens die Gelb-Rote Karte sah.

Vor 42 703 im Mestalla-Stadion hatte Roberto Soldado (17.) den spanischen Tabellen-Dritten in Führung gebracht, doch am Ende reichte es auch im dritten Anlauf nicht zu einem Heimsieg gegen Schalke. Zwar waren die Gastgeber über weite Strecken tonangebend, konnten aber keine ihrer zahlreichen weiteren Chancen nutzen. Obwohl die Schalker Abwehr um Christoph Metzelder, der beim Gegentor keine gute Figur machte, ein- ums andere Mal bedenklich wackelte. «Wir haben gut dagegengehalten und sind nach dem Rückstand zurückgekommen. Und zum Glück hatten wir den Geistesblitz von Raúl», sagte Kapitän Manuel Neuer.

Bei seinem ersten Auftritt in der Heimat seit seinem Wechsel von Real Madrid nach Schalke vor acht Monaten beeindruckte Raúl durch unermüdliche Laufarbeit und hohes Engagement. Zunächst fehlte ihm Fortune, doch am Ende krönte der von seinem Landsleuten freundlich empfangene Angreifer seine tadellose Leistung mit dem 71. Europapokaltor. Raúl ist nun alleiniger Rekordhalter vor Filippo Inzaghi (AC Mailand/70 Tore). «Dieser Wettbewerb ist etwas ganz besonders für mich. Der Rekord macht mich glücklich», sagte Raúl. «Aber der ganze Rummel ist mir nicht so lieb.»

Quelle: dpa

 

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