Heimkino-Tipp: Dalida

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Pönis
4.5 von 5 Sternen

Dalida

Genre: Portrait

Produktion: Frankreich 2016

Laufzeit: 122 Minuten

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Lisa Azuelos

Darsteller: Sveva Alviti, Riccardo Scamarcio, Jean-Paul Rouve

 

Zur Filmseite: www.eurovideo.de

VÖ: 8. Dezember 2017

Zum Film:

Mit ihrer Schönheit hat sie alle bezaubert, mit ihrer Musik hat sie die Welt verändert. Französisch, Spanisch, Arabisch, Hebräisch, Deutsch, Italienisch – Musiklegende Dalida (Sveva Alviti) sang in vielen Sprachen und verkaufte weltweit über 150 Millionen Platten. Als Iolanda Cristina Gigliotti 1933 in Kairo geboren, wird die Sängerin in den 1950ern berühmt. Neben ihrer Musikkarriere spielt sie auch in Filmen, darunter in Youssef Chahines „Der sechste Tag“. Als Künstlerin feiert sie Welterfolge, privat aber bleibt ihr Leben unerfüllt. Sie heiratet ihren Entdecker Lucien Morisse (Jean-Paul Rouve) und verlässt ihn nur einen Monat später für den jungen polnischen Maler Jean Sobieski (Niels Schneider).
Doch die große Liebe findet sie auch mit ihm nicht. Tragisch endende Liebschaften folgen, darunter der italienische Student Lucio (Brenno Placido), von dem Dalida ein Kind erwartet. Nur Dalidas Bruder Orlando (Riccardo Scamarcio), weicht in all den Jahren nicht von ihrer Seite - bis zum Schluss.  (Quelle: Euro Video DVD)

Dalida

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) „DALIDA“, der Spielfilm, von der Drehbuch-Autorin und Regisseurin LISA AZUELOS („LOL“/2012), der Tochter der Schauspielerin und Sängerin Marie Laforét, vorzüglich realisiert, ist ein mitreißendes Biopic. Beginnend 1967, nach dem ersten Suizid-Versuch von Dalida, wird deren Karriere – mit vielen Gesangseinlagen – und ihr privater Dauer-Beziehungs-Schiffbruch durchleuchtet , wird von ihren seelischen Aufs und vielen Abs und ihren vielen Begleitungen erzählt. Mitreißende Bühnen-Auftritte sehen sich an, als befänden wir uns in einem Dokumentar-Konzertfilm, so vehement-kraftvoll, so tiefgründig-verstört und so attraktiv saugt sich die faszinierende italienische Schauspielerin SVEVA ALVITI in die Dalida-Rolle, so dass man bisweilen geneigt ist, sie tatsächlich für „die echte“ zu halten. Sie sieht der zweifachen „World Oscar for the Hit Record of the Year“-Preisträgerin penibel ähnlich und atmet deren sensibles Charisma und feurige Musikalität überzeugend aus. Ist absolut authentisch. Eine brillante Performance der 32jährigen Sveva Alviti in Sachen Gefühls-Feuer, Seele speien, Charme und Melancholie.

Am 3. Mai 1987 nimmt sich Dalida das Leben. Auf dem Zettel auf ihrem Nachttisch steht: „Das Leben ist unerträglich geworden. Bitte verzeiht mir“.

Der hochspurig unterhaltsame Spielfilm, von drei auf zwei Stunden gekürzt, ehrt das Andenken an eine temperamentvolle, empfindsame, einsame Erfolgs-Frau, die zu einer faszinierenden Künstlerinnen-Ikone aufstieg und deren persönliche Lieder auch heute weiterhin Hits sind.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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