Heimkino-Tipp: Elstree 1976

Dokumentation über 10 Darsteller, die an den Dreharbeiten zum ersten "Star Wars"-Film in Nebenrollen teilgenommen haben

Pönis
4 von 5 Sternen

Elstree 1976

Genre: Dokumentation

Produktion: Großbritannien 2015

Laufzeit: 97 Minuten

FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Regie: John Spira

Darsteller: David Prowse, Jeremy Bulloch, Anthony Forrest, Garrick Hagon, Laurie Goode, Angus MacInnes, Paul Blake, Pam Rose, John Chapman, Derek Lyons

 

Zur Filmseite: www.alive-ag.de

VÖ: 1. Sebtember 2017

Zum Film:

Als im Sommer 1976 im ELSTREE Studio am Stadtrand von London die erste Klappe für einen unbekannten SciFi Film namens Star Wars fiel, ahnte noch niemand, dass dies einer der größten Blockbuster aller Zeiten werden sollte.

Für die Nebendarsteller und Komparsen, deren Gesichter oftmals hinter Masken und unter Helmen verborgen blieben, waren die Dreharbeiten ein alltäglicher Job. Doch als Star Wars zu einer globalen Erfolgsgeschichte heranwuchs, hinterließ dies auch Spuren im Leben aller Beteiligten... (Busch Media Group)

Elstree 1976 | Foto: Busch Media Group / Al!ve AG

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...)  es war einmal....in einer fernen Zeit...also im Sommer 1976.....auf unserer Galaxis...also in den ELSTREE-Studios am Stadtrand von London, da begann der Hollywood-Filmemacher GEORGE LUCAS mit dem Dreh zu einem Film, von dem es hieß, es handele sich um eine Low-Budget-Produktion oder um einen Independent-Streifen oder "nur" um einen Film fürs Fernsehen. Nichts genaues wusste man nicht, wussten jedenfalls viele von denjenigen wenig, von denen hier die Rede ist beziehungsweise: die hier das Sagen haben. Der Titel des Films, der damals entstand, hieß "STAR WARS" und wurde dann hierzulande anlässlich der BRD-Premiere am 9. Februar 1978 mit "KRIEG DER STERNE" betitelt. Der Rest ist eine einzigartige Erfolgs-Geschichte und gerade in diesen Tagen, wo "Star Wars 8 - Die letzten Jedi" (am 14.12.2017) weltweit als Massenstart (mit gigantischen Besucherzahlen) angelaufen ist, wieder in aller Erinnerung.

Der Brite JON SPIRA, geboren am 13. April 1976, ist Filmjournalist und Dokumentarfilmer und zugleich ein großer Fan dieses epochalen Weltraum-Epos von George Lucas. Ihn interessierte allerdings nicht, zum 40. Jubiläum des gewaltigen Star Wars-Franchise noch einmal längst Bekanntes aufzuwärmen und zu wiederholen, sondern er will einen ganz anderen Blick auf die Entstehung des dann zu einem Multi-Phänomen gewordenen Star Wars-Imperiums beschreiben. Er besorgte sich die Finanzierung über "Kickstarter", die weltweit größte Crowdfunding-Plattform für kreative Projekte, und machte sich auf die Suche nach Nebendarstellern und Komparsen von damals, deren Namen vielfach unbekannt und deren Gesichter hinter Masken versteckt waren. Zehn von ihnen wählte er dann aus, um sie ausführlich über ihre Arbeit damals und über die persönlichen, beruflichen "Auswirkungen" dieser Arbeit zu sprechen. Schließlich ist die weltweite Gemeinde von "Star Wars"-Fans inzwischen riesig und schon wenige Sekunden auf der Leinwand - ob als Alien oder als Rebellen-Pilot - können ein gewisses Stück Berühmtheit bedeuten. Was sich auf den alljährlichen Star Wars-Conventions durchaus "bezahlt" machen kann.

Der Bekannteste von ihnen ist zweifellos der britische Schauspieler DAVID PROWSE, Jahrgang 1935, der optische Lord Darth Vader, der vor allem wegen seiner Körpergröße von über 2 Meter den äußerlichen George Lucas-Anforderungen entsprach, dessen Figur-Stimme allerdings von amerikanischen Schauspieler James Earl Jones später übernommen wurde. Warum, weshalb und wieso er mit George Lucas im Clinch lag, erläutert er im Film. Die anderen neun dagegen waren bis zu dieser Dokumentation, die sich ausführlich ihren Leben, also ihren Persönlichkeiten, ihren Erinnerungen und ihren Werdegängen "nach Star Wars" annimmt, weitgehend anonym: Paul Blake (= der unter der Greedo-Maske steckte); Anthony Forrest (= der als Stormtrooper den Satz spricht: "Das sind nicht die Droiden, die wir suchen"); Garrick Hagon (= als Red Three/X-Wing-Pilot Biggs Darklighter); Jeremy Bulloch (= Boba Fett); Laurie Goode; John Chapman; Pam Rose; Derek Lyons sowie Angus Macinnes (= als Gold Leader). Die Folgen, die ihre Mitwirkung an diesem damals "kleinen verrückten Science Fiction-Projekt" für alle hatte, sind amüsant, kurios, erstaunlich, schicksalhaft. "Regisseur John Spira zeigt uns die kleinen Tropfen eines Ruhms, der von einer gigantischen Flutwelle der Pop-Kultur geschaffen wurde", erkannte die "New York Times".

"Elstree 1976" ist als ausführliche dokumentarische Ergänzung vor allem ein interessanter Film für "Star Wars"-Hardcore-Fans.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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