Heimkino-Tipp: Findet Dorie

Über 10 Jahre nach Clownfisch „Nemo“ geht jetzt Fischdame „Dorie“ verloren

Pönis
4 von 5 Sternen

Findet Dorie

Genre: Animation/Familie

Produktion: USA 2016

Laufzeit: 93 Minuten

FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Regie: Andrew Stanton

mit den Stimmen von: Anke Engelke, Christian Tramitz, Franziska van Almsicks, Udo Wachtveitl, Aaron Troschke u.v.m.

 

Zur Filmseite: www.filme.disney.de

VÖ: 16. Februar 2017

Zum Film:

In FINDET DORIE macht sich die unfassbar vergessliche Paletten-Doktorfisch-Dame nun gemeinsam mit Nemo und Marlin auf die Suche nach ihren Wurzeln.

Es geht wieder quer durch den Ozean zwischen versunkenen Schiffen und Riesenalgenwälder hindurch bis hin an die kalifornische Küste. Doch dann werden die drei plötzlich getrennt. Während Dorie mit Hilfe des etwas grummeligen Septopus Hank immer tiefer in die rätselhafte Welt ihrer Vergangenheit eintaucht, versuchen die anderen beiden mit allen – auch ziemlich ungewöhnlichen – Mitteln sie wiederzufinden.

Dass Dorie so ihre Probleme hat, sich an Dinge zu erinnern, hilft nur leider weder bei der einen, noch bei der anderen Suche…(Walt Disney)

Findet Dorie | Foto: Walt Disney

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) "Findet Dorie" ist zeitlich ein Jahr nach den Ereignissen von "Findet Nemo" an der kalifornischen Küste angesiedelt. Wo Nemo & Papa Marlin glücklich vereint sind. Bei ihnen lebt: Die witzige Dorie, Gattung: Paletten-Doktorfisch. Die "Walisch" beherrscht, immerhin eine Fremdsprache. Unter Wasser. Allerdings, d a s Problem: Dories Kurzzeit-Gedächtnis "hinkt" bekanntlich. Hier sind es nun ihre Schlaferinnerungen, die sie plötzlich elektrisieren. Weil sie "mitbekommt", dass sie doch auch eine eigene Familie hatte. Vater, Mutter. Und die gilt es, fortan tapfer wie mir nichts dir nichts im Pazifik zu suchen. Wobei diesmal Nemo und - notgedrungen - der nervöse Papa-Schisser Marlin mithelfen. Doch dann geht ihnen die kleene blaue Süße Dorie flöten. Verloren.

Und trifft neue (attraktive) Figuren. Als tollste neue Persönlichkeit taucht der ebenso griesgrämige wie gewiefte Hank auf. Ein Karnevals-Tintenfisch beheimatet im berühmten kalifornischen Meeresbiologischen Institut. Ein allerdings nur siebenarmiger Oktopus, eigentlich also ein Septopus, von wegen diesem "Betriebsunfall", der den Wärtern ein ums andere Mal entwischt, weil er hier 'raus will. Dorie wurde soeben von einer Biologin "mit göttlicher Sanft-Stimme" aus dem Meer gefischt und soll hier die neueste Aquariums-Attraktion geben. Der pfiffig-verwandelbare Chamäleon-Typ und mürrische Solist Hank ist von der Begegnung mit diesem "frechen Gör" alles andere als begeistert; doch weil Dorie ihm verspricht, ihm die Flucht zu ermöglichen, werden sie unfreiwillige Partner.

Von sofort an knallt die kunterbunte Chose, auch "außerhalb", denn schließlich geht es sogar auf den Highway, wo Hank bemüht ist, einen riesigen Lieferwagen "in Bewegung" zu halten, während aus der Wasser-Ferne Nemo & Marlin ihrerseits "aktiv" werden, gemeinsam mit dem extrem kurzsichtigen, dabei gutmütigen Walhai und Dorie-Jugendfreund Destiny und mit Bailey, einem starrsinnigen Beluga-Weißwal, dessen Echolot eigentlich ramponiert ist. Und…und…und die da und der da und das da und überhaupt: die Augen werden großartig-atmosphärisch und be-rührend gefüllt. Nachschlag: Auch die berühmt-berüchtigte "Tank Gang" aus "Findet Nemo", mit Anführer Gill, wird reaktiviert….

Dennoch, Fazit 1 zunächst: Zweimal D & D = Düsterer als der Vorgänger und (zu) viel DISNEY diesmal. Will sagen  -  diese ewige Dauer-Betonung, Dauer-Berieselung, "auf Familie" als emotionaler wie gesicherter Lösungs-Hort jedweden Problems, nervt. Die etwas härtere Trick-Gangart/Erzählart dagegen ist normal, 2016 ist gegenüber 2003 mehr "Melancholie" angemessen.

Nichtsdestotrotz, Fazit 2 + 2 ½ : "FINDET DORIE" bereitet auch viel Phantasie- und Spektakel-Freude. Die 3 D-Meeres-Bilder sind prächtig, teilweise überwältigend. Die tierischen "Menschen" von und mit pointiertem Bauchgefühl. Der Slapstick-Charme kitzelt enorm. Fazit 3: Dieser Findungsfilm nach dem Motto "Be A Fish", SEI EIN FISCH, sei Du, punktet weitgehend = überwiegend schön unterhaltsam.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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