Heimkino-Tipp: Planet der Affen - Survival

Regisseur Matt Reeves lässt die Menschheit endgültig gegen die Affen in den Krieg ziehen

Pönis
4.5 von 5 Sternen

Planet der Affen

Genre: Action/Abenteuer/Science-Fiction

Produktion: USA/Kanada/Neuseeland 2017

Laufzeit: 140 Minuten

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Matt Reeves

Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Judy Geer

 

Zur Filmseite: www.fox.de

VÖ: 7. Dezember 2017

Zum Film:

In PLANET DER AFFEN: SURVIVAL, dem dritten Kapitel der Blockbuster-Franchise, werden Caesar und seine Affen in einen tödlichen Konflikt mit einer Armee von Menschen unter der Leitung eines rücksichtslosen Colonels getrieben.

Nach schweren Verlusten auf Seiten der Affen kämpft Caesar mit seinen dunkleren Instinkten und beginnt seinen eigenen mystischen Kampf um Rache für die Seinen. Als Ceasar und der Colonel sich schließlich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen, beginnt ein epischer Kampf, der über das Schicksal beider Spezies und die Zukunft des Planeten entscheiden wird… (Twentieth Century Fox)

Planet der Affen: Survival | Foto: Twentieth Century Fox

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Der Mensch ist in "Survival" endgültig zum widerwärtigen, blind-gehorsamen anonymen Etwas verkommen. Ist nur noch Abschaum. Ist nur noch in der Lage, dank der ausgefeilten Waffen-Technik, sich stumpfsinnig über "Krieg" zu definieren. Zudem, das alte Moral-Lied: Eine Masse folgt einer Führer-Bestie. Dafür hat Regisseur MATT REEVES, 51, der auch den Vorläufer "Revolution" gedreht hat, eine prominente üble Figur aus der Filmgeschichte verwandt, denn sein widerwärtiger Colonel alias Woody Harrelson ist die Figur-Adaption des Colonel Walter E. Kurtz-Dschungel-Diktators alias Marlon Brando aus dem Francis Ford Coppola-Meisterwerk "Apocalypse Now" von 1979. Damals wie heute: Ein Wahnsinn mit Methode: WIR killen und siegen. Basta. Dass ihn sogar die eigenen Leute wegen seines offensichtlichen Wahnsinns schließlich in seiner Burg angreifen, nimmt er in Kauf. Am Ende jedenfalls wird es biblisch, wenn die "gerechte Natur" schließlich dem kriegerischen Gemetzel ein verdientes Ende setzt. Und "das Paradies" winkt. Allerdings.....

Was haben wir? Einen erneut cleveren, überaus hintergründigen, Gedanklich-klugen - gemeinen Kriegsfilm, einen spannenden Thriller, als ebenso fantastischen Science Fiction-Hammer mit hervorragendem Real-Geschmack plus: ein fesselndes Epos von Leidens-Western: Caesar taucht auf wie einst der opferbereite Jesus-Outlaw "Keoma" in dem gleichnamigen überragenden Italo-Western von 1976, um die Erde endgültig vom Abschaum zu befreien. Was damals Franco Nero  körperlich-wütend leistete, wird heute erneut (= er war auch schon in den beiden Vorgängern "in dieser Figur") vom brillanten britischen Artisten-Akteur ANDY SERKIS in der Rolle des sensiblen, mutigen, cleveren und charismatischen Schimpansen-Chefs Caesar überragend vollbracht. Eine phänomenale körpersprachliche Leistung des 51jährigen , der ja einst Berühmtheit erlangte durch seine Darstellung des "Gollum / Sméagol" in der Filmreihe "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" von Peter Jackson. Und die absolut - in der "Affen"-Gesamtheit betrachtet - "Oscar"-würdig ist.

Matt Reeves spart nicht mit aufreizender (aktueller) brisanter Zivilisationskritik und liefert uns ein düsteres Zivilisations-Fiction-Panorama, dessen Potenzial in Sachen Unterhaltung mit Sinn und Spaß und Warnung prickelnd ausgereizt wird. Einmal mehr dabei beeindruckend: Die immer vollkommener werdenden gigantischen wie spektakulären (Performane-Capture-)Tricks, die inzwischen eine sagenhafte Echt-Atmosphäre herstellen.

Ganz großes Blockbuster-Kino, für jeden ist viel dabei; nach "Wonder Woman" der zweite phänomenal-überzeugende Spitzenfilm in diesem Sommer.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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