Heimkino-Tipp: Split

Horror-Thriller über einen unberechenbaren Entführer mit einer multiplen Persönlichkeit

Pönis
4 von 5 Sternen

Split

Genre: Horror

Produktion: USA 2016

Laufzeit: 117 Minuten

FSK: freigegeben ab 16 Jahren

Regie: M. Night Shyamalan

Darsteller: Will Smith, Kate Winslet, Keira Knightley


Zur Filmseite: www.universalshowtimes.com

VÖ: 8. Juni 2017

Zum Film:

Schauspieler James McAvoy (37) spielt eine gespaltene Persönlichkeit mit 23 Identitäten und einer Unbekannten, die drei Jugendliche entführt und unter Kontrolle bringen will.

Ein weiterer Gegenpart ist Therapeutin Dr. Fletcher (Betty Buckley), die zwar an das Gute glaubt - aber nach und nach dahinter kommt, dass sie die Kontrolle über ihren Klienten zu verlieren droht... (dpa)

Split | Foto: Universal

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Kevin Wendell Crumb (JAMES McAVOY). Nicht allein zu Haus, sondern in seinem Gewölbe. Allerdings, so ganz stimmt das auch wieder nicht, denn Kevin ist Psychotiker; der mit der multiplen Persönlichkeitsstörung. In ihm lauern, oder soll man präziser sagen: hausen = befinden sich zugleich 23 verschiedene Persönlichkeiten. Wie auch Dennis, Patricia, Hedwig, Barry, Orwell (!) oder Jade. Diese Wesen bestimmen sein ständig wechselndes Ich. Kevin ist sozusagen "der Anführer". Der Wortführer. Hat soeben drei junge Mädchen gekidnappt. Hat sie in sein Verlies eingesperrt, um sie…"vorzubereiten". Für IHN beziehungsweise für ES. Genannt: das Monster. Casey, Claire und Marcia verstehen die Welt nicht mehr. Müssen erst einmal mit "dieser Situation" klarkommen, sind verängstigt, sammeln Ausbruchsgedanken, starten Befreiungsversuche. Wobei die eigenwillige, cool mit-denkende Außenseiterin Casey (ANYA TAYLOR-JOY) sich als cleverste "Widerständlerin" herausschält.

Dr. Karen Fletcher (BETTY BUCKLEY). Ärztin, Wissenschaftlerin. Sie behandelt Kevin (oder wer auch gerade vor ihr sitzt). Dr. Fletcher spricht von der sogenannten "dissoziativen Identitätsstörung". "Das Gehirn hat gelernt, sich selbst zu verteidigen". Und: Frau Doktor ist der festen Überzeugung, Kevin im Griff zu haben. Spricht über ihre "faszinierenden Studien-Erkenntnisse" sogar anlässlich einer Konferenz. Die Welt soll von ihrem vielschichtigen, ungefährlichen Kevin erfahren. Kevin, als Studien-Objekt.

Währenddessen beginnen sich "die Dinge" im Keller …"zu entwickeln"… .

Ein Klasse-Thriller. In der prickelnden Mixtur aus Hitchcock-Appeal, Grusel-Atmosphäre und Hirn-Therapie. Die volle Kanne pfiffige, fetzige (AN-)Spannung. Mit einem überragenden Schurken an der Rampe, denn in der Hauptrolle brilliert der Brite JAMES McAVOY. Es ist seine erste Olymp-Rolle. Als sozusagen exzellenter "Anthony Perkins". "Bestand" DER damals, im legendären Hitchcock-Klassiker "Psycho" von 1960, "nur" aus zwei Personen, aus seiner Mutter und ihm, so vermag JAMES McAVOY hier gleich zwei Dutzend Innen-Täter schaurig-meisterhaft vorzuführen. Aber, der Vergleich kriegt wieder Futter: Man achte auch bei ihm auf seine grässliche Mama in der Kind-Phase.

Diese vergleichsweise neue Billig-Produktion von M. Night Shyamalan - Budget: 5 Millionen Dollar ("Wikipedia") oder knapp 10 Millionen Dollar ("dpa") – hat sich beim Start in den USA und Kanada auch als Kassen-Hit herausgestellt und am Kinostart-Wochenende gleich 40,2 Millionen Dollar eingespielt. M. Night Shyamalan hat sich also die Fans mit "SPLIT" endgültig wieder zurückerobert. 

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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