Kinotipp: Die Reise der Pinguine 2

«Die Reise der Pinguine» - eine neue Expedition...

Pönis
5 von 5 Sternen

Die Reise der Pinguine 2

Genre: Dokumentation

Produktion: Frankreich 2017

Laufzeit: 85 Minuten

FSK: Freigegeben ab 0 Jahren

Regie: Luc Jacquet

Erzählt von: Udo Wachtveitl

Zur Filmseite: www.wildbunch-germany.de/movie/die-reise-der-pinguine-2

Kinostart: 2. November 2017

Zum Film:

Der Oscar-prämierte Film über das ebenso faszinierende wie beschwerliche Dasein der Kaiserpinguine lockte von 2005 an weltweit mehr als 25 Millionen Zuschauer in die Kinos. Nun hat der französische Filmemacher Luc Jacquet erneut unglaubliche Aufnahmen der Tiere aus der Antarktis mitgebracht.

Für den Dokumentarfilm «Die Reise der Pinguine» organisierte Jacquet eine neue Expedition ins ewige Eis. Im Herbst 2015 machte sich das Team auf den Weg und filmte monatelang unter extremen Bedingungen. Auch mit Kameras ausgerüstete Drohnen und Tauchboote wurden eingesetzt. Wieder wird die Geschichte einer Kaiserpinguin-Familie erzählt. Ein schon 40 Jahre altes Männchen kehrt von einem Fischzug an den Ort zurück, an dem es einst selbst schlüpfte. Immer wieder ruft es nach seinem Küken. (dpa)

Die Reise der Pinguine 2 | Foto: Vincent Munier/Wild Bunch Germany/dpa

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) 2015 machte sich der Filmemacher erneut auf in die Antarktis, um wieder über seine - inzwischen stark gefährdeten - Tiere zu erzählen. Mit einer neuerlichen Geschichte um eine Kaiserpinguin-Familie, die in diesem unwirtlichen Ort der kalten Welt zu überleben versucht. Dabei entstanden geradezu unglaublich-nahe, eindrucksvolle und außerordentlich berührende Aufnahmen. Wie diese über ein schon 40 Jahre altes Männchen, das nach seinem Fischzug wieder an den Ort zurückkehrt, an dem es einst selbst geschlüpft ist und nach seinem Küken ruft. Inmitten einer geradezu magisch schönen Landschaft setzt Luc Jacquet auf starke, imponierende, herzergreifende Bilder, die wie ein hervorragender Spielfilm emotional und dramatisch große Sinn- und Bauch-Wirkung erzielen. Angenehm ist diesmal auch der weniger pathetisch daherkommende deutsche Begleitkommentar, vom Münchner "Tatort"-Ermittler UDO WACHTVEITL "fürsorglich" eingesprochen. (Im Originalton hat Lambert Wilson diese Aufgabe übernommen).

Die Welt der Pinguine allerdings befindet sich in Gefahr. Die Meeresströmungen ändern sich und damit auch die Bewegungen des Eises; was manchen Arten einen Vorteil bringt, schädigt gleichzeitig andere. Nach Jahrhunderten hat es in der Antarktis erstmals geregnet - für die Küken eine tödliche Gefahr, denn in den ersten Lebensmonaten ist ihr Gefieder noch wasserdurchlässig, und wenn sie durchweichen, frieren sie im wahrsten Sinne des Wortes ein und sterben. Wenn durch steigende Temperaturen in der Antarktis mehr Vegetation entsteht, würde das ganze Ökosystem zusammenbrechen. "WENN ALSO UNSER FILM BEI DEM EINEN ODER ANDEREN DAZU FÜHRT, SEINE BERUFUNG FÜR DEN SCHUTZ DER UMWELT ZU ENTDECKEN, WÄRE ICH DER GLÜCKLICHSTE MENSCH DER WELT" (LUC JACQUET im Presseheft). Dem will ich mich gerne anschließen.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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