Kinotipp: Fack ju Göhte 3

Dritter Teil des Sensationserfolgs mit Elyas M'Barek

Pönis
2 von 5 Sternen

Fack Ju Göthe 3

Genre: Komödie

Produktion: Deutschland 2017

Laufzeit: 120 Minuten

FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Bora Dagtekin

Darsteller: Elyas M'Barek, Jella Haase, Sandra Hüller, Katja Riemann, Max von der Groeben

Zur Filmseite: www.constantin-film.de/kino/fack-ju-goehte-3

Kinostart: 26. Oktober 2017

Zum Film:

Homo Faber, Kurvendiskussion, Asbest in den Toiletten. An der Goethe-Gesamtschule herrscht Stress: Zeki Müller (Elyas M'Barek) will Chantal (Jella Haase), Danger (Max von der Groeben), Zeynep (Gizem Emre) und die anderen Schüler zum Abitur peitschen, doch die Chaosklasse ist wenig kooperativ. Denn die nette Dame vom Berufsinformationszentrum (BiZ) hat ihnen die Zukunftsaussichten ordentlich vermiest. Nun erreicht das Frustrationslevel ganz neue Höhen, was sich in maximaler Leistungsverweigerung und Schülereskalation äußert. Kann Herr Müller auch Motivation? Direktorin Gudrun Gerster (Katja Riemann) jedenfalls ist keine große Hilfe, seit sie mit dem Bildungsministerium im Clinch liegt und als letzte Gesamtschule des Bundeslandes mit Imageproblemen zu kämpfen hat, an denen die Problemschüler nicht ganz unschuldig sind. Wenigstens bekommt Zeki Müller Unterstützung vonn Neuzugang Biggi Enzberger (Sandra Hüller), die ihm bei einem Anti-Mobbing-Seminar aushilft. (Constantin Film)

Fack ju Göhte 3 | Foto: Reiner Bajo/Constantin Film Verleih GmbH/dpa

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...)  "Fack Ju Göhte 3" wirkt inhaltlich "instabil": Hier eine Prise Power-Rotz, dort das Bemühen um eine Handlungskonstruktion; sogar ernste Töne kommen plötzlich ans Licht, wenn die Mutter-Schlampe von Chantal angegangen wird oder wenn das Thema Mobbing plötzlich für ungewohnte Kinosaal-Ruhe sorgt. Eben noch politisch unkorrekt "mit Gewalt-Charme", jetzt darf der Kloß im Hals plumpsen. Ein Hin-und-Her-Film, bei dem ich mich schließlich auf drei, vier Figuren konzentriert habe und dabei einigen Spaß hatte. Die 25jährige JELLA HAASE, einmal mehr als herrliche Proleten-Chantal-le immer ein Augen- und vor allem Ohren-Fang, hat sich zu einer imposanten Schauspielerin entwickelt, die mit enormem ironischem Clowns-Vermögen zu punkten versteht. KATJA RIEMANN als Schulleiterin gelingt einmal mehr exzellent die Balance zwischen tumber Bürokraten-Tusse und menschlicher Führungskraft. Der stotternde MAX VON DER GROEBEN mimt den Problemschüler Daniel "Danger" Becker mit imponierender Wut. Als angesagter "Künstler" von morgen (= saukomisch). Und ER, natürlich, Zeki-ELYAS M'BAREK, ist sich seiner Star-Rolle bewusst und agiert dementsprechend. Mehr lau als pfiffig. Routiniert. Ich bin Aushängeschild, um in der Jargon-"Göhte"-Sprache zu bleiben. Von SANDRA HÜLLER dagegen, als Feten-Kracherin, hätte ich gerne mehr gesehen; sie darf hier lediglich "mitmachen".

Und die Nebenbei-Geschichte um drei Suizid-bereite Girls aus dem Chat, darunter Chantal, die natürlich erst spät mitbekommt, was hier läuft, ist nur voll peinlich. Total überflüssig. In diesem sowieso überfüllten Umfeld. Zwei Stunden, was soll das? Mit einer knappen halben Stunde weniger wäre auch alles - und möglicherweise vorteilhafter - erzählt worden. Lassen wir es gut sein 

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

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Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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