Kinotipp: Ich - Einfach unverbesserlich 3

Gru, sein Zwillingsbruder Dru und die Minions kämpfen gegen Schurke Balthazar Bratt

Pönis
3.5 von 5 Sternen

Ich - Einfach unverbesserlich 3

Genre: Komödie/Animation/Kinder/Familie

Produktion: USA 2017

Laufzeit: 90 Minuten

FSK: freigegeben ohne Altersbeschränkung

Regie: Pierre Coffin & Kyle Balda

mit den deutschen Stimmen von: Oliver Rohrbeck, Martina Hill, Joko Winterscheidt, Marco Rima, Lilian Klebow & Julien Bam

 

Zur Filmseite: www.upig.de

Kinostart: 6. Juli 2017

Zum Film:

Im nunmehr dritten Teil bekommt es Gru mit seinem bisher unbekannten Zwillingsbruder Dru zu tun. Blöd nur, dass der nicht nur besser aussieht und mehr Haare hat, sondern auch erfolgreicher ist als Gru.

Die beiden Zwillingsbrüder könnten unterschiedlicher nicht sein, doch als Superschurke Balthazar Bratt mit Vokuhila, großen Schulterpolstern und einem teuflischen Plan auftaucht, müssen sich Gru und Dru zusammen raufen… (Universal Pictures)

Ich - Einfach unverbesserlich 3 | Foto: Universal Pictures

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Nun also wieder zurück zu den Wurzeln, zur Familie von Mr. Gru (Originalstimme: Steve Carell; deutscher Stimme: OLIVER ROHRBECK). Hatte er doch im zweiten Film sich vom Saulus zum Paulus gewandelt und sich der "Anti Villain League" angeschlossen, einer staatlichen Organisation, die gegen Super-Schurken vorgeht, so gibt es jetzt Stress für ihn. Eine neue Chefin-dort feuert ihn. Die inzwischen zu seiner Ehefrau gewordene Top-Agentin Lucy (Kristen Wiig / MARTINA HILL) solidarisiert sich mit ihm, so dass Arbeitslosigkeit winkt. Was für die drei Adoptivmädels zuhause ebenso frustrierend ist wie für die Minions, für die sowieso schon die Umkehr vom Böse-Sein zum Gut-Werden nicht ganz nachvollziehbar war. Und ist. Und die sich jetzt erst einmal auf und davon machen. Ein Glück für Gru und Verbliebene, dass mit Balthazar Bratt (Trey Parker / JOKO WINTERSCHEIDT) ein neuer Erz-Fiesling auftaucht. Balthazar, ein ehemaliger TV-Serien-Liebling aus den Achtzigern, hat es bis heute nicht überwunden, damals irgendwann abgesetzt worden zu sein. Er will Rache. Aus verletzter Eitelkeit. An Hollywood und überhaupt an so vielen wie möglich. Dass ihn Gru nicht gekriegt hat und dieser deshalb gerade seinen Job verloren hat, stimuliert ihn zudem. Und: Mit seiner extravaganten Kaugummi-Wunderwaffe hält sich der exotische Outfit-Achtiger (= Vokuhila-Friseur; Schulterpolster, Umhänge-Keyboard...) für unbesiegbar.

Was haben wir jetzt: Zum Beispiel taucht ein Zwillingsbruder von  Gru auf, Dru (ebenso: Steve Carell/Oliver Rohrbeck), der in einem prächtigen "Schweine-Palast" wohnt, ausgestattet mit einer "Sixtinischen Kapelle", allerdings mit Schweinen anstatt mit Engeln ausgemalt, und der nun unbedingt von Gru erfahren und lernen  will, wie man zu einem "richtigen Bösewicht" mutiert. Was natürlich zu einigen "Komplikationen" führt. Währenddessen die Minions ein Eigen-Dasein führen und von einer ulkigen Slapstick-Show-Nummer zur nächsten komischen umherwuseln. Währenddessen der kleine Nachwuchs bemüht ist, eigene "Spielereien" zu veranstalten. Und populäre Songs aus den Achtzigern, von "Bad"/Michael Jackson über "Take von Me"/Aha und "Into the Groove"/Madonna sowie kurz auch "99 Luftballons"/Nena für einen ganz eigenen und eigenwilligen Art-Musical-Schwung sorgen. Höhepunkt der burlesken Einlagen, wenn die Minions zufällig in einer  "...sucht den Superstar"-Live-Sendung landen und genial klassisch-poppig herumschmalzen.

Wieder: ein schwungvoller Kinder-Jux für jeden Jahrgang. Am Ende ein bisschen bonbon-bunt-hart, aber insgesamt locker, witzig, mit stephaftem Feeling. Allerdings auch, die "DPA"-Kritiker-Kollegin Cordula Dieckmann bringt es auf den legeren Schwach-Punkt: "Es ist ein bisschen so, wie gut eingetragene Schuhe: nicht wahnsinnig aufregend, aber bequem". Stimmt: Ein bisschen mehr von der einstigen Anarchie und dieser aufreizenden Unverschämtheit des Originals werden vermisst. Und auch von diesen brabbelnden gelben Glubschaugenträger mit ihren typischen Rotzlöffel-Ausraster-Späßen hätte man gerne mehr gesehen. Erlebt. Nichtsdestotrotz: Anschauen auf jeden Fall; die Unterhaltung besteht aus augenzwinkernden Pep & Pop, bedient den lustigen Schnellaugenverzehr und sorgt für launige Laune.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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