Kinotipp: Justice League

Superman, Batman, Wonder Woman und andere Superhelden retten zusammen die Welt

Pönis
3.5 von 5 Sternen

Justice League

Genre: Comic/Action/Superhelden

Produktion: USA 2017

Laufzeit: 120 Minuten

FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Zack Snyder und Joss Whedon

Darsteller: Gal Gadot, Ben Affleck, Henry Cavill

 

Zur Filmseite: www.warnerbros.de

Kinostart: 16. November 2017

Zum Film:

Motiviert durch seinen neu gefundenen Glauben an die Menschheit und inspiriert von Supermans selbstloser Handlung, bittet Bruce Wayne seine neue Verbündete, Diana Prince, um Hilfe, einen noch größeren Feind zu besiegen.

Gemeinsam arbeiten Batman und Wonder Woman schnell daran, ein Team aus Metamenschen zu finden und zu rekrutieren, um gegen diese neu erwachte Bedrohung zu kämpfen. Aber trotz dieses beispiellosen Heldenteams – Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash – könnte es schon zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff von katastrophalen Ausmaßen zu beschützen... (Warner Bros.)

Justice League | Foto: Warner Bros.

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...)  den Amis ist nichts zu teuer, wenn es um IHRE COMICS beziehungsweise Comic-Helden geht. Offensichtlich tauchen sie gerne in diese Welten ab, wo die USA noch wahre Helden haben, um die bedrohlichen, existenziellen Probleme zu lösen. Mit geschätzten Produktionskosten von 300 Millionen Dollar antwortet jetzt DC Comics, seit 1969 eine Tochterfirma vom Unterhaltungsgiganten "Warner Bros.", mit Sitz in New York City, auf die Parallel-Aktivitäten seines Mammut-Konkurrenten MARVEL und dessen Superfiguren (wie Iron Man; Captain America; Thor, Hulk & Co.), die sich einzeln oder als "The Avengers" erfolgreich seit Jahren im Kino behaupten. Mit ihren hauseigenen Superhelden wie - neulich, solo, SEHR erfolgreich - "Wonder Woman"; Batman; Superman; The Flash; Green Lantern & Co. betritt jetzt wieder DC den (Leinwand-)Ring.

Vorweg - viel SPAß a la ( 2 x)="Guardians of the Galaxy" oder "Thor 3" von Marvel ist hier nicht annonciert. Vorhanden; Regisseur Zack Snyder, der schon die DC-Helden-Adaptionen "Man of Steel" und zuletzt "Batman v Superman: Dawn of Justice"  verantwortete, setzt wieder vor allem auf heroische Ernst-Härte. Als düsteres wie furioses Action-Spektakel. Monströse Paradämonen, die aussehen wie menschliche Dämon-Drohnen, bedrohen die Erde. Ihr Anführer heißt Steppenwolf (CIARÁN HINDS), was man weder mit Hermann Hesse noch mit der gleichnamigen Rock-Formation (und ihrem berühmten "Born to be Wilde"-Song aus "Easy Rider") in Verbindung bringen sollte, denn dieser üble wie mächtige Schurke gehört in den Comics zu den sogenannten "New Gods"-Wesen, die mit ihren gewaltigen Kräften die ganze Welt zu zerstören in der Lage sind. Diesem Vorhaben muss natürlich Einhalt geboten werden. Doch ein einzelner Super-Held ist dazu nicht in der Lage, also sucht der jetzt wieder "optimistische" Batman (nach seinem Duell mit Superman in "Dawn of Justice", wo sich Superman schließlich für die Menschheit und die Gerechtigkeit bekanntlich opferte, also eigentlich tot sein sollte) nach heldenhaften Gleichgesinnten. Die erste Filmstunde handelt von dieser Rekrutierung: mit von der kämpferischen Partie = Brachial-Party sind jetzt, natürlich, Wonder Woman (die Attraktion: GAL GADOT); der imposante Aquaman (verkörpert vom "Game of Thrones"-Star: JASON MAMOA), "der mit dem Wasser kann"; dem schnellen The Flash alias Barry Allen alias EZRA MILLER ("Phantastische Tierwesen") sowie Cyborg (Newcomer: RAY FISHER), bei dem einzelne Körperteile mit Maschinenteilen "besetzt" ist. Die glorreichen Sechs, zu denen - im ersten Trailer bereits zu sehen gewesen - dann auch der wiederauflebende Superman (unsäglich, mit viel negativem Karma: HENRY CAVILL) dazu stößt. Gemeinsam sind wir stark, doch auch als imponierendes "Gerechtigkeitsliga"-Team müssen sie in der zweiten Stunde ganz schön 'ranklotzen, um dem Power-Schurken Paroli zu bieten, zu widerstehen.

Typisch COMIC. Was man auf dem Papier liest und das, was sich daraufhin im Kopf abspielt, bietet "Justice League": Dieser ewige, unerbittliche Kampf zwischen Gut und Böse. In der monstermäßigen, überbordenden Trick-Spektakel-KINO-Version. Bisweilen durch dieses höllische 1:1-Szenario etwas schwerfällig, aber durch einzelne "bindende" Klasse-Figuren wie NATÜRLICH WONDER WOMAN-Gal Gadot und BEN AFFLECK als Batman dennoch mit phantastischem, atmosphärischem Kraftprotz-Charme. Allerdings vermasselt dann auch wieder HENRY CAVILL die lärmende Chose; sein Superman-Typ ist einfach nur saumäßig schlecht gepolt. Und auch mit dem matten "Cyborg" kommt nicht unbedingt mehr Schwung in diese Comic-Western-Arena. Insgesamt: Die Show läuft ganz gut durch; ich hätte mich aber lieber noch mehr amüsiert als so viel "nur" gestaunt.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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