Kinotipp: Spider-Man: Homecoming

Tom Holland als neuer Spinnenmann

Pönis
2 von 5 Sternen

Spider-Man: Homecoming

Genre: Action

Produktion: USA 2017

Laufzeit: 133 Minuten

FSK: o.A.

Regie: Jon Watts

Darsteller: Tom Holland, Marisa Tomei, Robert Downey Jr.

 

Zur Filmseite: www.spidermanhomecoming.de

Kinostart: 13. Juli 2017

Zum Film:

Alle paar Jahre dürfen sich Comic-Fans über einen neuen Spider-Man auf großer Kinoleinwand freuen. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield schlüpft nun Tom Holland ins rot-blaue Spinnenkostüm.

Der junge britische Darsteller agiert hier an der Seite von US-Größen wie Robert Downey Jr., Marisa Tomei und Michael Keaton. In diesem Neustart der Film-Serie muss sich Spider-Man erst einmal hineinfinden in die Rolle des Superhelden, sich vertraut machen mit all den ihm zur Verfügung stehenden Superkräften.

Zudem bekommt es Peter Parker alias Spider-Man hier mit einem Bösewicht zu tun, der es faustdick hinter den Ohren hat: The Vulture. (dpa)

Spider-Man: Homecoming | Foto: Sony Pictures

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Das nunmehr 6. originäre Spider-Man-Movie in diesem Jahrtausend langweilt. Setzt viel auf die verbale Erklärungs- bzw. Unterhaltungs-Schiene, bleibt dadurch viel zu „trocken“ und energielos. „Spider-Man: Homecoming“ zählt zu einem ganz besonders prekären Genre-Spezi, in dem er eine unergiebige, weil entsetzlich-ellenlange Einleitung vorstellt, um dann – nach rund 110 von den 134 Minuten (!) – gleich in Richtung Schluss-Duell zwischen „Spidy“ und „The Vulture“ zu kommen. Bei dem es mächtig düster blitzt und funkelt, aber auch nicht gerade „doll“ aus dem Sessel reißt. Zu sehr dominierte bis dorthin die Gähn-Atmosphäre. Bisweilen unterbrochen von einem Mix mit unterschiedlich spektakulären Effekten und viel Brüll-Trara. Riesige Einleitung, dann der Schluss. Mittenddrin: Ein Mix von nix. Dann endlich „ernsthafte“ Action-Motive. Durch die Peter sozusagen erwachsen wird; verständlich, denn für 2019 ist das Sequel „Spider-Man: Homecoming 2“ angekündigt.

Tom Holland als 21jähriger 15jähriger ist nett anzuschauen; Michael Keaton, der 2014 mit „Birdman“ („Oscar“-Nominierung) ein triumphales Leinwand-Comeback feierte, steckt ihn aber in jedem Auftritts-Moment „in den Profi-Sack“. Obwohl Keaton wenig wirklich hier als Oberschurke aus sich herausgehen, also sich verausgaben braucht; vielmehr bewegt er sich so, als befände er sich mehr zufällig (= routiniert-hohl) denn dämonisch in dieser unerwartet plumpen Kasperle-Version von „Spider-Man“.

In diesem wettermäßig unbeständigen Sommer ist eines Kino-beständig: Die Superhelden-Inflation aus Hollywood in diesen Wochen ist erschreckend, weil überwiegend niveaulos und erbärmlich langweilend; diese Blockbuster-Filme sind oft von sterbenslangweilig bis desaströs. Das neue Spider-Man-Movie ist diesbezüglich keine Ausnahme. Deshalb weiterhin: Die einzige, wahre und sensationelle Ausnahme 2017 bleibt: „Wonder Woman“; aber diesen Hit haben ja auch kreative Frauen geschaffen. 2 Pönis für die echten coolen Michael Keaton & Robert Downey Jr.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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