Kinotipp: Tomb Raider

Neuauflage des Actionspektakels

Pönis
2 von 5 Sternen

Tomb Raider

Genre: Action

Produktion: USA 2018

Laufzeit: 120 Minuten

FSK: k.A.

Regie: Roar Uthaug

Darsteller: Alicia Vikander, Walton Goggins, Daniel Wu

 

Zur Filmseite: www.warnerbros.de/kino/tomb_raider

Kinostart: 15. März 2018

Zum Film:

Schon die Computerspiele mit der Heldin «Lara Croft» waren seit Mitte der 1990er Jahre weltweit ein enormer Erfolg. Und auch die Kino-Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle sorgten für jede Menge Wirbel.

Nun wird die Reihe neu gestartet - mit einer neuen Hauptdarstellerin: In «Tomb Raider» spielt die schwedische Oscarpreisträgerin Alicia Vikander («The Danish Girl») die weibliche Heldin. Regie führte der bisher noch eher unbekannte Norweger Roar Uthaug; weitere Darsteller in dem Film sind Dominic West, Walton Goggins, Daniel Wu und Kristin Scott Thomas. (dpa)

Tomb Raider | Foto: Ilze Kitshoff/Warnert Bros/dpa

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Vor sieben Jahren verschwand der wohlhabende britische Lord Richard Craft (DOMINIC WEST). Seine heute 21jährige Tochter Lara will allerdings dessen „offizielles“ Ableben nicht wahrhaben oder gar hinnehmen und hat deshalb ihr mächtiges Wirtschaftsimperiums-Erbe bisher nicht angetreten. Beziehungsweise: den Firmen-Verantwortlichen übertragen. Als sie plötzlich erfährt, dass ihr Vater möglicherweise doch noch lebt, starte Lara in ihr erstes großes Abenteuer. Das sie, mit einem Kumpel ihres Vaters, auf eine geheimnisvolle Insel vor der japanischen Küste führt. Wo bereits Bösewichte um den Anführer Mathias Vogel (schauerlich blass: WALTON GOGGINS) am Grabräubern sind. Um im Erfolgsfalle die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch mit Lara ist nicht zu spaßen. Will sagen, sie muss viel einstecken, vermag aber auch zünftig auszukeilen. Was Muskeln und Artistik halt so hergeben. So witzig und mitunter originell die Tricks und Stunts gezimmert sind, so lahm ist die bekannte inhaltliche Restverwertung von einer üblichen Gut-Böse-Show. „Tom Raider“, der Kinofilm, ist fader Aufguss. Mit einer Lara Croft als weiblicher Indiana-Jones-Verschnitt und ihrem lauen Krawumm-Appeal. Bei immer gut gepudertem Fein-Face, so als käme sie gerade aus der Parfüm-Werbung. Völlig unglaubhaft-robust. Man hat diese Art von beliebigem Abenteuer-Kintopp schon so oft so schlecht mit plumpen Kerlen erlebt, doch der Geschlechter-Heldinnen-Wechsel bringt rein gar nichts Unterhaltungs-Neues. „Tom Raider“, freigegeben ab 12 Jahren trotz reichlich drastischer Aggressions-Motive, entpuppt sich als langatmiges Rauf- und Fresse-Hauen-Kino, bei dem es zünftig und ab der Mitte andauernd „auf die Zwölf“ gibt. Natürlich fast ohne erhebliche Kratzer. Also bei IHR.

Folglich: „Wonder Woman, von einer talentierten Regisseurin inszeniert, ist und bleibt unantastbar. Diese „Lara Croft“ kann ihr nicht das Spaß- & Action- und Charme-Wasser reichen. Der norwegische Spielleiter ROAR UTHAUG, 43,  hat bei seinem Hollywood-Ausflug nur schlichten Murks geschaffen. 2 PÖNIs für einige originelle Computer-Bild-Motive!

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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