Kinotipp: Wonder Woman

Comic-Verfilmung von DC mit «Miss Israel» Gal Gadot als Amazonen-Kriegerin

Pönis
5 von 5 Sternen

Wonder Woman

Genre: Superhelden/Comic/Action

Produktion: USA 2017

Laufzeit: 141 Minuten

FSK: freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Patty Jenkins

Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright


Zur Filmseite: www.wonderwomanfilm.com

Kinostart: 15. Juni 2017

Zum Film:

Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Sie wuchs in einem abgelegenen Inselparadies auf – erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Darauf verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann.

In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmtung.... (Warner Bros.)

Wonder Woman | Foto: Warner Bros.

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Die Comic-Figur WONDER WOMAN stammt von der Marvel-Verlags-Konkurrenz DC Comics. Sie wurde von William Moulton Marston und seiner Ehefrau Elizabeth (Sadie) Holloway Marston erfunden und hatte ihren ersten Auftritt 1941 in "All Star Comics", Ausgabe 8.

Sie leben abgeschottet. Von der zivilisatorischen Übrig-Welt. Auf einem paradiesischen Eiland namens Themyscira. Die Insel der Amazonen. Hier wächst auch die bereits als Kind ständig "unter Dampf" stehende Diana auf. Sie soll zwar laut ausdrücklicher Anweisung ihrer besorgten Mutter, Königin Hippolyta (CONNIE NIELSEN), auf keinen Fall als Kämpferin ausgebildet werden, doch deren Schwester Antiope (ROBIN WRIGHT) umgeht das Verbot und trainiert ihre Nichte heimlich. Dabei zeigt sich, dass Diana Prince, als Tochter von Zeus, mit Superkräften ausgestattet ist, von denen sie allerdings - noch - nichts ahnt. Eines Tages nimmt die Geschichte ihren Lauf, als der britische Pilot Steve Trevor (CHRIS PINE) nahe der Amazoneninsel mit seinem Flugzeug abstürzt und von Diana gerettet wird. Die ihn verfolgenden deutschen Soldaten werden von Diana und den anderen Insel-Mädels "platt" gemacht. Von Steve, einem britischen Spion, erfahren sie, dass "draußen", in der "anderen Welt", gerade ein fürchterlicher Krieg herrscht, der bereits Millionen von Menschenleben gekostet hat. Wir schreiben das Jahr 1918, als Diana beschließt, gemeinsam mit Steve in dessen Welt einzutauchen, um einerseits den "verantwortlichen" griechischen Kriegs- & Todes-Gott Ares sowie den kriegsgeilen deutschen General und Heerführer Erich Ludendorff (DANNY HUSTON) und seine mit Gas hantierende durchgeknallte Wissenschaftlerin Dr. Maru (ELENA ANAYA) zur Strecken zu bringen. Ihr erster Anlaufort ist London.

Bis hierher und nicht weiter. Das Fundament ist gezündet, die Personen sind vorgestellt, ab jetzt beginnt ein furios-feuriger, bei aller Themen-Härte auch sehr angenehm ironischer und äußerst attraktiver Unterhaltungsspitzentanz, dem man sich nicht mehr entziehen kann und will. So imponierend ist er choreografiert wie handelnd-erzählt. Was haben wir: Eine Comic-Story, die nicht muskulöse Behauptungen aufstellt und mit blindwütigen Dauer-Fights zerstörerisch wie lärmend herumgrölt, sondern sich für eine Geschichte, ihre Entwicklung und für ihre Protagonisten tatsächlich erst einmal "richtig" Zeit nimmt. Dabei fantastisch auch das neben-gedankliche, bauliche und kostümreiche Drumherum überzeugend mit-einbezieht, also stimmig wie stimmungsvoll im Aufbau ist und mit der Entwicklung plausibel hantiert. Und immer wieder mit immer größeren "Appetithappen" mit sagenhaften Zeitlupen-Duellen aufwartet, bevor Wonder Woman in die endgültige volle Wucht-Fahrt kommt. Weil sie aus tiefstem Herzen angewidert ist über diese fragwürdige Menschen-Welt, bestehend aus Lügen, Feigheit und Gewalt. Und eingreifen will und "muss".

Diese schwierige Balance gelingt, zugleich Greuel, Wut und Wahn von Krieg und Tod "normal" einzubinden und eine "Indiana Jones"-Abenteurer-Frau (mit zeitweisem "Pretty Woman"-Appeal) vorzustellen, die dagegen - als Gerechtigkeitsfanatikerin - überzeugend aufbegehrt. Weil, zweitens: die wie aus dem chinesischen Meister-Zirkus stammenden Choreografien von unglaublicher Perfektion und Faszination atmosphärisch-spielerisch wie durchweg begeistern.

Und: Weil, erstens, wir es mit einer Hauptakteurin zu tun haben, die alle äußerlichen wie innerlichen Anforderungen mit Premium-Stärken erfüllt, also vom Wesen, Charakter und Ausstrahlung her "super" ist: GAL GADOT, 32, hat so überhaupt nichts von plumpen Pin-"Blond"-Up, ist als Superwoman charmant, konsequent, herzerwärmend, emotional überwältigend, phänomenal-schön aussehend = jederzeit eine grandios kämpferische wie charmant-zivile Hero. Nach diversen Nebenparts steht sie mit und als "WONDER WOMAN" auf ihrem ersten Olymp. Hollywood blüht gerade neu mit einem weiblichen Super-Star. Einem mit viel Herz und noch mehr Karacho, wie wir derzeit völlig überrumpelt-begeistert im (auch 3 D-) Lichtspielhaus feststellen können.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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