Kinotipp: Zwischen zwei Leben

Geschichte zweier Fremder, die nach einem Flugzeugabsturz in den Bergen um ihr Überleben kämpfen

Pönis
1.5 von 5 Sternen

Zwischen zwei Leben - The Mountain Between Us

Genre: Drama

Produktion: USA 2017

Laufzeit: 105 Minuten

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Regie: Hany Abu-Assad

Darsteller: Kate Winslet, Idris Elba, Dermot Mulroney, Beau Bridges

 

Zur Filmseite: www.fox.de/zwischen-zwei-leben

Kinostart: 7. Dezember 2017

Zum Film:

Alex und Ben treffen sich am Flughafen, kurz nachdem ihre Maschine wegen eines nahenden Sturms gestrichen wurde. Sie ist eine Fotojournalistin auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, er ein Gehirnchirurg, der zur nächsten Operation fliegen muss.

Beide beschließen, ein Privatflugzeug zu chartern. Kaum in der Luft, bricht ihr Pilot zusammen und die kleine Maschine kracht gegen den Berg. Mit weit und breit nichts als Schnee und Geröll um sie herum müssen beide um ihr Leben kämpfen.

Das Katastrophendrama «Zwischen zwei Leben - The Mountain Between Us» schwingt etwas unentschlossen zwischen Action und Romantik hin und her, aber Kate Winslet und Idris Elba in den Hauptrollen heben den Film knapp über den Durchschnitt. (dpa)

Zwischen zwei Leben | Foto: 20th Century Fox

Kinoexperte Hans-Ulrich Pönack über den Film

(...) Gleich mal vorweg - der Hund überlebt. Sonst würde ich den Film noch dämlicher finden. So ist er ein Kauderwelsch von nicht eingehaltenem Spannungs-Versprechen. Phase 1: Action. Alex und Ben. Sie ist Fotojournalistin, die sich auf dem Reise-Weg zu ihrer Hochzeit befindet. Er ist als Gehirnchirurg unterwegs zu einer Not-OP. Man begegnet sich am Flugplatz in Idaho, wo ein Schneesturm für die Streichung ihrer Flüge sorgt. Kurzerhand mieten sie ein Privatflugzeug. Als Pilot Walter (der gute alte BEAU BRIDGES) einen Herzinfarkt erleidet, krachen sie in eine schneebedeckte Bergkette. Der Labrador von  Walter ist unverletzt, Alex (KATE WINSLET) und Ben (IDRIS ELBA) dagegen reichlich ramponiert. In der abgeschiedenen kanadischen Wildnis gilt es jetzt erst einmal, einigermaßen durchzukommen. Zu überleben. Da ist einerseits die Kälte, der Hunger, Durst, andererseits tauchen hungrige Wildkatzen auf. Zudem entwickelt sich langsam, aber sicher auch "Chemie": die Gefühle beginnen zu purzeln. Ha, ha.

Missglückte Scherereien auf dem Berg: Man quatscht gestelzt ("Das Herz ist doch nicht mehr als ein Muskel"), krabbelt und krampft durch diese fade Kammerspiel-Szenerie mit zwei hier nur mehr öden Stars und einem lieben Hundi; und der Zuseher wird schließlich mit der schlappen Frage konfrontiert: Kommen die Beiden schließlich "zusammen", weil sie doch...von wegen örtlich wartendem Fast-Ehemann...und überhaupt: die Landschaft ist gewaltig und schön; dieser plumpe, sentimentale Kitsch-Plot ab bzw. nach einer Dreiviertel-Stunde dagegen nervt nur unangenehm. Merke: Vieles kann sich ändern, wenn du auf die Schnauze fällst und dadurch plötzlich eine andere Lebensperspektive bekommst. Einnimmst.

Ah ja oder: Was nicht zu beweisen, also zu drehen war.

Mehr Infos, Kritiken zu Kinofilmen und DVD's gibt es in Pönis Filmclub auf www.poenack.de

Legende zur Bewertung von Hans-Ulrich Pönack

5 Pönis = Einsame Spitze
4 Pönis = Richtig gut
3 Pönis = Geht so
2 Pönis = Mäßig
1 Pöni = Jämmerlich
0 Pönis = Grottig

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