Igelschutz

Gartenbesitzer sollten Igeln genügend Möglichkeiten zum Unterschlupf lassen...

Igel | Foto: dpa

Wenn der Garten im Herbst winterfest gemacht wird, sollten die Besitzer Igeln genügend Möglichkeiten zum Unterschlupf lassen, appellieren Naturschützer. Die stachligen Säuger benötigten geeignete Verstecke, um den Winter zu überstehen. Für den Winterschlaf bauen sich die Tiere gern ein Nest in Mulden unter Büschen oder in Hohlräumen unter Holzstapeln. Darin bedecken sie sich mit reichlich Laub, um sich vor Frost und Austrocknung zu schützen.

Blätter, Gestrüpp und Zweige sollten deshalb möglichst in einer Gartenecke liegen bleiben, empfehlen Biologen sowohl beim Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) als auch beim Naturschutzbund (Nabu). Nur in Notfällen sollten Igel zum Überwintern mit ins Haus genommen werden - wenn die Tiere krank, verletzt oder untergewichtig sind, wie Naturschützer raten. Das Bundesnaturschutzgesetz gestattet es nur als Ausnahme, hilfsbedürftige Igel vorübergehend in Pflege zu nehmen.

Igel-Pflegestationen, -Freundeskreise und -Interessengemeinschaften gibt es deutschlandweit in vielen Bundesländern. In Brandenburg sind insgesamt zwei Stationen und einige private Igel-Initiativen bekannt. Simone Hartung aus Neuzelle arbeitet mit dem Arbeitskreis Igelschutz Berlin zusammen. Die Igelstation Schorfheide in Böhmerheide (Barnim) wird von einem ortsansässigen ehrenamtlichen Verein getragen. (dpa)

BUND... »
NABU... »

www.stiftung-naturschutz.de

Diese Seite teilen:

Kommentieren