Toni & die Polizei-Fahrradstaffel

Die Fahrradstaffel der Polizei ist seit zwei Jahren in Berlin unterwegs...

Polizei-Fahrradstaffel stellt mehr als 14.400 Anzeigen

Die Fahrradstaffel der Berliner Polizei hat im vergangenen Jahr 14.415 Anzeigen wegen Verstößen im Straßenverkehr und anderer Vergehen ausgestellt. Rund ein Drittel (5112) richtete sich dabei gegen Radfahrer, wie aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervorgeht. Den größeren Anteil der Anzeigen stellten die 20 Polizisten auf Rädern gegen andere Verkehrsteilnehmer, also vor allem gegen Autofahrer, aber wohl auch gegen Fußgänger und Lastwagenfahrer. Genaue Zahlen dazu lagen nicht vor.

Polizeipräsident Klaus Kandt hatte aber bereits im vergangenen Herbst gesagt, falsch parkende Autos und rücksichtloses Abbiegen würden besonders häufig geahndet. Bei den Radfahrern werden besonders oft diejenigen gestoppt, die bei Rot über die Ampel fahren, Gehwege benutzen oder beim Fahren telefonieren.

Die 20 Polizisten auf Rädern sind seit dem Sommer 2014 das ganze Jahr in Berlin-Mitte zwischen Alexanderplatz und dem Regierungsviertel unterwegs. 30 bis 40 Kilometer legen sie täglich auf ihren Trekkingrädern und den zwei zusätzlichen E-Bikes zurück.

Tendenziell wurden mehr Anzeigen in den Sommermonaten gestellt als im Winter, zum Beispiel 1594 im Juni. Aber auch im November (1463 Anzeigen) und Dezember (1019 Anzeigen) war die Radstaffel fleißig unterwegs.

Am Ende der dreijährigen Probephase soll entschieden werden, ob die Staffel bestehen bleibt. Unfallforscher hatten schon im vergangenen Herbst von einem Erfolg und mehr Sicherheit gesprochen. Die Zahl der Unfälle mit Radbeteiligung in Berlin-Mitte sei um 44 Prozent zurückgegangen. (dpa)

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