Echo 2017

Lindenberg großer Echo-Gewinner - Kritik an Böhmermann bei Gala

Die Preisträger der Echo-Verleihung 2017

Album des Jahres:

Udo Lindenberg («Stärker als die Zeit»)

Hit des Jahres:

Drake feat. WizKid & Kyla («One Dance»)

Künstler Pop national:

Udo Lindenberg («Stärker als die Zeit»

Künstlerin Pop national:

Ina Müller («Ich bin die»)

Band Pop national:

AnnenMayKantereit («Alles Nix Konkretes»)

Schlager:

Andrea Berg («Seelenbeben»)

Volkstümliche Musik:

Andreas Gabalier («MTV Unplugged»)

Hip-Hop/Urban national:

Beginner («Advanced Chemistry»)

Dance national:

Alle Farben («Music Is My Best Friend»)

Rock national:

Broilers («sic!»)

Band international:

Metallica («Hardwired... To Self-Destruct»)

Künstlerin international:

Sia («This Is Acting»)

Künstler international:

Rag 'n' Bone Man («Human»)

Newcomer national:

AnnenMayKantereit («Alles Nix Konkretes»)

Newcomer international:

Rag 'n' Bone Man («Human»)

Produzent national:

Herbig/Menzel/Seifert für Udo Lindenberg («Stärker als die Zeit»)

Bestes Video national:

Sophie Lakow/Doz Zschäbitz für Von Wegen Lisbeth («Bitch»)

Kritikerpreis national:

Beginner («Advanced Chemistry»)

Lebenswerk:

Marius Müller-Westernhagen

Ein Altrocker als großer Gewinner: Udo Lindenberg hat bei der Echo-Verleihung in Berlin gleich drei Preise abgeräumt. Neben dem Produzentenpreis für sein Album «Stärker als die Zeit» gewann der Panikrocker in den wichtigen Kategorien Künstler Pop national und Album des Jahres. Lindenberg gab sich am Donnerstagabend überrascht: «Jetzt bin ich ehrlich geplättet. Jetzt bin ich wirklich stehend K.o.»

Überraschende Doppelpreisträger waren der englische Bluessänger Rag'n'Bone Man (Newcomer international, Künstler international) und die deutschen Studenten-Rocker AnnenMayKantereit (Newcomer national, Pop national). Den Preis für sein Lebenswerk erhielt Rocker Marius Müller-Westernhagen. In der Kategorie Künstlerin Pop national gewann Ina Müller, Andrea Berg bekam den Schlager-Preis und Andreas Gabalier wurde - in Abwesenheit - mit dem Echo für volkstümliche Musik geehrt.

Ebenfalls nicht da war Rapper Drake, der den wichtigen Preis für den Hit des Jahres mit seinem Lied «One Dance» gewann. Andere internationale Gewinner wurden in der Show gar nicht erst genannt: So bekommt Sängerin Sia nach Angaben einer Sprecherin den Echo als beste internationale Künstlerin; die US-Rocker von Metallica wurden für ihr Album «Hardwired... To Self-Destruct» als beste Band international ausgezeichnet. Die Favoriten des Abends mussten sich mit zwei Preisen zufrieden geben: Das Hip-Hop-Trio Beginner war in vier Kategorien nominiert, gewann letztlich aber nur in den Sparten Hip Hop/Urban national und den Kritikerpreis.

Fotos

Zur 26. Ausgabe sollte der Echo erneuert werden - mit weniger Kategorien und einem strafferen Ablauf. Einer sorgte im Vorfeld dennoch für schräge Töne: Fernsehsatiriker Jan Böhmermann kritisierte den Echo und die deutsche Popmusik heftig. Toten-Hosen-Sänger Campino schoss auf der Bühne zurück: «Lieber uncool sein, als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann», sagte er und sprach von «Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper». Bereits 2014 hatte Böhmermann sich über Campinos «Band Aid»-Projekt lustig gemacht. Bei der Gala am Donnerstag feierten die Toten Hosen Premiere - sie spielten ihren neuen Titel «Unter den Wolken».

Für musikalische Unterhaltung sorgte unter anderem Beth Ditto - früher Sängerin der Band Gossip und inzwischen solo unterwegs. Udo Lindenberg sang gemeinsam mit Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding, Henning Wehland und Daniel Wirtz den Song «Einer muss den Job ja machen». Und auch die Sänger Tim Bendzko, Wincent Weiss und Max Giesinger standen zusammen auf der Bühne.

Die Sänger Sascha und Xavier Naidoo moderierten die Show in den Berliner Messehallen. Gezeigt wird die Gala allerdings zeitversetzt - am Freitagabend um 20.15 Uhr im Privatsender Vox. Bisher hatte die ARD die Show im Ersten live übertragen, war aber nach mageren Zuschauerquoten ausgestiegen. (dpa)

www.echopop.de

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