Happy Birthday: Carlos Santana

Die «Gitarren-Legende» wird 70

Carlos Santana | Foto: dpa

Ein «Gitarren-Gott» aus Tijuana - Carlos Santana wird 70

Carlos Santana hat den Latino-Rock erfunden, mehr als 100 Millionen Alben verkauft und beim legendären «Woodstock»-Festival gespielt. Jetzt wird der amerikanisch-mexikanische «Gitarrengott» 70 Jahre alt - und das nächste Album ist schon angekündigt.

Santana wuchs im mexikanischen Tijuana auf. «Im ärmsten Teil. Aber ich wollte Anstand und Eleganz und ich wollte mich benehmen, als ob ich mehr Geld hätte als jeder andere auf der Welt. Ich wollte vergöttert werden wie mein Vater.» Zu seinem 70. Geburtstag am Donnerstag (20. Juli) hat Santana das längst erreicht - und noch viel mehr. Er gilt als einer der virtuosesten Gitarrenspieler aller Zeiten, wurde mit zahlreichen Musikpreisen ausgezeichnet, und seine mehr als 40 Alben verkauften sich millionenfach.

Und der «Gott der Gitarre», der meist mit Hut, Schnurrbart und schulterlangen Locken auftritt, macht immer weiter: Für Ende Juli ist sein neues Studioalbum «The Power of Peace» angekündigt, auch dutzende Konzerte in den USA und Kanada stehen diesen Sommer noch an. Seine Musik sei einfach eine «Art gute Serviceleistung», sagt Santana. Er braucht nur ein paar Noten anzustimmen, dann erkennen Millionen Menschen weltweit seinen ganz speziellen Sound. «Manchmal muss man einen Ton lange halten, um tiefer darin zu versinken», sagte der Rockmusiker einmal in einem Interview. «Es ist so, als ob man jemanden liebt und beim Wiedersehen nach langer Zeit eine innige Umarmung gibt.» (dpa)

www.santana.com

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Carlos Santana in Concert | Foto: dpa

Dabei fing die in der mexikanischen Kleinstadt Autlán de Navarro geborene umjubelte Gitarrenlegende von heute mit einem ganz anderen Instrument an: Der kleine Carlitos spielte Geige, sein Vater gab ihm Unterricht. Die Mutter brachte ihm unterdessen das «Streben nach Spitzenleistungen» bei. «Meine Mutter sagte: "Ja, wir sind arm, aber wir sind nicht dreckig und eklig, mach das Haus sauber."» Seine Mutter habe auch mehr für ihn gebetet als jeder andere Mensch. «Sie soll wissen, dass ihre Gebete erhört wurden. Ich bin ein guter Mann.»

Später wechselte Santana zur Gitarre. Als die Familie nach San Francisco in die USA umzog, konnte der Teenager dort viele seiner musikalischen Vorbilder wie B.B. King live auf der Bühne sehen. In den 1960er Jahren gründete er die «Santana Blues Band». Als der 22-jährige Santana 1969 beim «Woodstock»-Festival schweißgebadet und mit strubbeligen Locken in hautenger Weste «Soul Sacrifice» spielte, wurden er und seine Band mit einem Schlag berühmt.

Fast jedes Jahr folgte daraufhin ein neues Album. Santana spielte mit Band, mit Gastmusikern oder auch alleine und integrierte immer neue Einflüsse in seine Musik: Jazz, Klassik, afrikanische und indische Elemente. Seinem Latino-Gitarrensound blieb er trotz allem treu - schließlich war dieser zu seinem Markenzeichen geworden. «Der Klang, für den ich stehe, wird mit der ersten Note erkannt.» Songs wie «Oye Como Va» und «Samba Pa Ti» wurden zu Klassikern.

Video: Carlos Santana - Samba Pa Ti (LIVE Rockpalast 1980)

Und der «Gott der Gitarre», der meist mit Hut, Schnurrbart und schulterlangen Locken auftritt, macht immer weiter:

Für Ende Juli ist sein neues Studioalbum «The Power of Peace» angekündigt, auch dutzende Konzerte in den USA und Kanada stehen diesen Sommer noch an. Seine Musik sei einfach eine «Art gute Serviceleistung», sagt Santana. Er braucht nur ein paar Noten anzustimmen, dann erkennen Millionen Menschen weltweit seinen ganz speziellen Sound. «Manchmal muss man einen Ton lange halten, um tiefer darin zu versinken», sagte der Rockmusiker einmal in einem Interview. «Es ist so, als ob man jemanden liebt und beim Wiedersehen nach langer Zeit eine innige Umarmung gibt.» (dpa)

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