Brandenburger Tor erstrahlt nicht

Senat: Trauer um Terroropfer auch ohne Farben am Brandenburger Tor

Brandenburger Tor | Foto: dpa

Der Berliner Senat hat seine Entscheidung verteidigt, das Brandenburger Tor nach dem Terroranschlag in St. Petersburg nicht in den russischen Nationalfarben anzustrahlen. «Man kann Kondolenz und Trauer auch ausdrücken, ohne das Brandenburger Tor zu beleuchten», sagte Senatssprecherin Claudia Sünder am Dienstag. «Es ist nicht der einzige Weg.» Selbstverständlich fühle der Senat «in Verbundenheit und Anteilnahme» mit den Menschen in der russischen Stadt.

Daher wollte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch am Nachmittag die russische Botschaft aufsuchen, mit dem Botschafter sprechen und Blumen für die Anschlagsopfer niederlegen.

Derartige Illuminierungen seien im Falle einer Städtepartnerschaft vorgesehen, wie zuletzt nach Attentaten in Paris, Brüssel, London oder Istanbul, sagte Sünder. Daneben seien für Orte mit besonderem Berliner oder historischem Bezug Ausnahmen gemacht worden. «In einen Wettstreit der Symbole zu treten, ist vielleicht nicht der einzige oder nicht der richtige Weg, um Trauer und Anteilnahme zu bekunden», betonte die Senatssprecherin. (dpa)

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