IGA vorbei

Internationale Gartenausstellung schließt - 1,6 Millionen Besucher

IGA | Foto: dpa

Mit Sonnenschein und Tausenden Besuchern hat sich am Sonntag die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn verabschiedet. Bei sonnigem Herbstwetter strömten allein an diesem Wochenende mehr als 47 000 Gäste auf das rund 100 Hektar große Gelände am östlichen Stadtrand. IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt sagte: «Danke Berlin für dieses einzigartige IGA-Jahr.»

Bei einem großen Abschlussfest in der neu erbauten Arena sollte auch symbolisch der Staffelstab an die Stadt Heilbronn übergeben werden, die 2019 die Bundesgartenschau ausrichtet.

So schönes Wetter wie am Sonntag gab es nicht allzu oft während der 186 IGA-Tage. Immer wieder Regen und kühles Wetter trübten die Bilanz. Statt der ursprünglich erwarteten rund zwei Millionen Gäste ging die Schau nun mit 1,6 Millionen Besuchern zu Ende. Es waren auch Stimmen zu hören, die den Ticketpreis von 20 Euro zu hoch fanden. Am Sonntag kostete die Eintrittskarte nur noch 10 Euro.

Vorab hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) Deutschlands größtes Gartenfestival als «Erfolg für unsere Stadt». gewertet. Auf dem Areal hätten viele Menschen Entspannung gefunden. Marzahn-Hellersdorf mit vielen Plattenbauten habe sein Image als grüner Bezirk befördert.

Müller, der im April zur Eröffnung der Gartenausstellung gekommen war, schickte zum Abschluss die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, nach Marzahn.

Nach Angaben der IGA-Geschäftsführung können wegen der fehlenden Einnahmen nur etwa 20 Millionen Euro in die Landeskasse gezahlt werden - 10 Millionen Euro weniger als kalkuliert.

In die dauerhafte Infrastruktur des Bezirkes wurden laut Senat 125 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen investiert. Die Schau war im April von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet worden. Der Monat war laut IGA der kälteste seit zehn Jahren. An einem Tag blieb die Ausstellung wegen des Sturms «Xavier» komplett dicht.

Highlights waren für viele Besucher eine Fahrt mit der Kabinen-Seilbahn, der Blick von der neuen Aussichtsplattform «Wolkenhain», ein Gang durch die Wassergärten oder die internationalen Gartenkabinette. Spielplätze und eine Sommerrodelbahn lockten viele Kinder an.

IGA-Geschäftsführer Schmidt sieht Positives auf Dauer. «Durch die IGA wird die Hauptstadt insgesamt überregional noch stärker als lebenswerte Metropole wahrgenommen», hatte er betont. «Berlins Attraktionen liegen nicht nur in Mitte», unterstrich der Geschäftsführer der Berlin Tourismus und Kongress GmbH, Burkhard Kieker. Mit der IGA habe sich eine eigene Hauptstadt-Sehenswürdigkeit abseits bekannter Touristenpfade etabliert.

Ein Teil des Geländes soll nach dem Ende der Schau ohne Eintritt wieder öffentlich zugänglich sein. Zäune und Gitter werden dafür abgebaut. Der Kienbergpark, der für die IGA neu entstand, soll der Öffentlichkeit nach Senatsangaben ab Ende März 2018 zur Verfügung stehen. Für den anderen Teil, die erweiterten Gärten der Welt, muss ein Ticket gekauft werden. Diese Anlage soll am 1. Dezember wieder öffnen.

Rund 8000 Veranstaltungen standen auf dem Programm der IGA, es gab 2100 Führungen. 50 000 Schüler informierten sich über ihre Umwelt oder gärtnerten selbst. 6000 Rosen blühten auf dem Gelände, Staudenbeete auf 6000 Quadratmetern entlang der Hauptwege waren zu bewundern. Besucher blieben im Schnitt mehr als fünf Stunden. (dpa)

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