Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon

Eliud Kipchoge gewinnt zum zweiten Mal den Berlin-Marathon

44. Berlin-Marathon | Foto: dpa

BERLIN-MARATHON 2017

Olympiasieger Eliud Kipchoge hat den Angriff des frechen Debütanten Guye Adola gekontert und zum zweiten Mal nach 2015 den Berlin-Marathon gewonnen. Bei keineswegs optimalen Bedingungen triumphierte der 32-Jährige am Sonntag in Berlin in 2:03:32 Stunden. Auf regennassem Asphalt und bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit verfehlte Kipchoge den Weltrekord, den sein Landsmann Dennis Kimetto vor drei Jahren in Berlin aufgestellt hatte, um 35 Sekunden.

Zweiter nach 42,195 Kilometern wurde überraschend der Äthiopier Adola in 2:03:46 Stunden vor seinem Landsmann Mosinet Geremew (2:06:09). Olympia-Starter Philipp Pflieger aus Regensburg gab nach Schwächeanfällen zwischen Kilometer 33 und 34 auf.

«Ich bin glücklich, dass ich bei diesen schwierigen Bedingungen gewonnen habe», sagte Kipchoge und sprach Adola ein Kompliment aus. «Kipchoge ist für mich außergewöhnlich, der hat schon alles gewonnen und ist in der Form seines Lebens», sagte 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann als ARD-Experte.

Der hoch gehandelte Mitfavorit Wilson Kipsang war überraschend bei Kilometer 30 ausgestiegen - 2013 hatte der Kenianer in Berlin noch mit Weltrekord gewonnen. Äthiopiens Wunderläufer Kenenisa Bekele fiel nach der Halbmarathonmarke zurück und gab bei Kilometer 36 auf. «So ist der Sport», kommentierte Kipchoge.

Auf den letzten zwölf Kilometern lieferten sich die beiden ein taktisches Kopf-an-Kopf-Rennen und belauerten sich. Kurz vor Kilometer 37 konnte sich Adola absetzen - doch aus der Sensation wurde nichts. Denn Kipchoge gab nicht auf, blieb dran und startete kurz vor Kilometer 41 den entscheidenden Angriff. Für den Sieg kassiert er eine Prämie von 40 000 Euro, dazu für einen Zeit-Bonus von 30 000 Euro.

Fotostrecke

Kipchoge und Co. gingen wie angekündigt sehr schnell an: Schon bei Kilometer 5 und 10 lag die Spitzengrupe deutlich unter Kimettos Durchgangszeit. Doch schon bei Kilometer 15 war klar: Es wird schwer, das hohe Tempo bei der extrem hohen Luftfeuchtigkeit durchzuhalten. Zwischendurch regnete es auch. Außerdem war Kimetto bei seinem Coup immer schneller geworden war: die zweite Hälfte hatte er in 61:12 Minuten absolviert.

Die Kenianer Kipchoge, Kipsang und Vincent Kipruto sowie die Äthiopier Bekele und Adola passierten die Halbmarathon-Marke bei 61:29 Minuten: 44 Sekunden langsamer, als von Olympiasieger Kipchoge «angesagt» - aber immer noch mit dem Weltrekord im Blick. Wenig später konnte Bekele dem hohen Tempo nicht mehr folgen und fiel zurück.

Kipchoge war erst Anfang Mai den schnellsten Marathon überhaupt gelaufen - allerdings unter Laborbedingungen auf dem Formel-1-Kurs in Monza. Beim «Breaking2»-Projekt seines Ausrüsters Nike spulte er die Distanz in 2:00:25 Stunden ab. Wissenschaftler hatten danach berechnet, dass diese nicht als Weltrekord anerkannte Superzeit in etwa 2:02 Stunden auf einem regulären City-Kurs entspricht. Doch für eine solche Zeit spielte das Berliner Wetter diesmal nicht mit. (dpa)

www.bmw-berlin-marathon.com

Streckenplan

Informationen der Polizei zum 44. Berlin-Marathon

Am Wochenende 23./24. September 2017 findet in Berlin der 44. BMW Berlin-Marathon mit seinen verschiedenen Einzelwettbewerben statt. Wie in den vergangenen Jahren werden auch in diesem Jahr über 60.000 Teilnehmende zu diesem Sportereignis erwartet.

Um einen ungehinderten Veranstaltungsverlauf zu gewährleisten, sind in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter folgende polizeiliche Schwerpunktmaßnahmen notwendig:

  • konsequentes Überwachen der frühzeitig aufgestellten über 9.000 Verkehrszeichen sowie der eingerichteten Haltverbotszonen,
  • Verkehrsregelung an über 500 Straßenkreuzungen und Einmündungen unmittelbar an der Laufstrecke und
  • umfangreiche Verkehrsmaßnahmen direkt an der Laufstrecke zur Sperrung des Gegen- und Querverkehrs sowie des mitfahrenden Verkehrs.

Quelle: SCC EVENTS/PHOTORUN

Trotz aller Bemühungen der täglich jeweils rund 600 eingesetzten Beamten der Polizei Berlin sind Verkehrsbeeinträchtigungen für den Zeitraum der Sport- und Rahmenveranstaltungen nicht zu vermeiden. Die Polizei empfiehlt daher allen Verkehrsteilnehmern nach Möglichkeit die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere U- und S-Bahn, und denjenigen, die nicht auf ihr Kraftfahrzeug verzichten können, auf die Stadtautobahnauszuweichen.

Besonders weist die Polizei darauf hin, dass

  • der Tiergartentunnel ohne Einschränkungen befahrbar sein wird und
  • der Autotunnel Grunerstraße in Mitte für den Anliegerverkehr zum Queren der Veranstaltungsstrecke zur Verfügung steht.

Auch in diesem Jahr werden die jeweiligen Laufstrecken sowie der Start- und Zielbereich mit Haltverboten versehen, welche im Interesse eines ungehinderten Veranstaltungsverlaufs unbedingt zu beachten sind. Verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge werden in jedem Fall kostenpflichtig abgeschleppt. Im Vorjahr mussten in Vorbereitung beider Wettbewerbe insgesamt über 780 Fahrzeuge umgesetzt werden.

Quelle: SCC EVENTS/Camera4

Für einen ungehinderten Veranstaltungsablauf sind nachfolgende Sperrungen notwendig:

Dienstag, 19. September 2017

  • Ab 6 Uhr beidseitige Sperrung der Straße des 17. Juni zwischen Yitzhak-Rabin-Straße (ausschließlich) und Platz des 18. März (ausschließlich); die Sperrungen werden bis zum Montag, den 25. September 2017, 24 Uhr aufrechterhalten.

Donnerstag, 21. September 2017

  • ab 6 Uhr beidseitige Sperrung der Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern (ausschließlich) und Yitzhak-Rabin-Straße (einschließlich) bis zum Montag, den 25. September 2017, 18 Uhr

Freitag, 22. September 2017

  • ab 6 Uhr Sperrung des Platzes des 18. März und der Ebertstraße zwischen Behrenstraße (ausschließlich) und Scheidemannstraße (ausschließlich) bis zum Montag, den 25. September 2017, 6 Uhr
  • ab 18 Uhr Sperrung der Yitzhak-Rabin-Straße und Heinrich-von-Gagern-Straße zwischen Otto-von-Bismarck-Allee (ausschließlich) und Straße des 17. Juni (einschließlich), Paul-Löbe-Allee zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt, Scheidemannstraße ab Ebertstraße (einschließlich) bis östliche Vorfahrt zum Haus der Kulturen der Welt bis zum Montag, den 25. September 2017, 6 Uhr
  • ab 18 Uhr Sperrung der Dorotheenstraße zwischen Ebertstraße und Wilhelmstraße bis zum Montag, den 25. September 2017, 6 Uhr

Quelle: SCC EVENTS/Petko Beier

Samstag, 23. September 2017

  • ab 12.30 Uhr bis etwa 20 Uhr Sperrung
    - des Pariser Platzes,
    - Unter den Linden ab Glinkastraße,
    - der Wilhelmstraße zwischen Dorotheenstraße und Unter den Linden,
    - der Schadowstraße zwischen Mittelstraße und Unter den Linden,
    - der Behrenstraße zwischen Cora-Berliner-Straße und Ebertstraße sowie
    - der Ebertstraße zwischen Hannah-Arendt-Straße und Behrenstraße
  • ab 10 Uhr Sperrung des Matthäikirchplatz sowie der Sigismundstraße zwischen Potsdamer Straße (ausschließlich) und Hitzigallee (ausschließlich) bis etwa 19 Uhr
  • ab 13.30 Uhr Sperrung der Potsdamer Straße zwischen Potsdamer Platz und Reichpietschufer (jeweils ausschließlich) bis 19 Uhr
  • ab 14.30 Uhr Sperrung der gesamten Laufstrecke der Skater und Skaterinnen und Mini-Marathon-Teilnehmenden bis etwa 19 Uhr

Sonntag, 24. September 2017

  • ab 5.30 Uhr bis etwa 17 Uhr Sperrung
    - des Pariser Platzes,
    - Unter den Linden ab Glinkastraße,
    - der Wilhelmstraße zwischen Dorotheenstraße und Unter den Linden,
    - der Schadowstraße zwischen Mittelstraße und Unter den Linden sowie
    - der Behrenstraße zwischen Cora-Berliner-Straße und Ebertstraße
  • ab 7.45 Uhr Sperrung der Marathonstrecke bis etwa 17 Uhr

Quelle: SCC EVENTS/Camera4

Verkehrsbeeinträchtigungen in den einzelnen Streckenabschnitten werden folgende Zeiträume betreffen. Während dieser Zeiten wird ein Überqueren der Laufstrecke mit Kraftfahrzeugen nicht und für Fußgänger nur eingeschränkt möglich sein.

Samstag, 23. September 2017

  • Gesamter Verlauf der Strecke: 14.30 bis 19 Uhr

Sonntag, 24. September 2017

  • Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf: 7.45 bis 17 Uhr
  • Friedrichshain-Kreuzberg: 8 bis 13.30 Uhr
  • Tempelhof-Schöneberg: 8.15 bis 16.15 Uhr

Aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Bundestagswahlen am Sonntag, den 24. September 2017, wird der Veranstalter zusätzliche Querungsstellen in den betroffenen Wahlbezirken einrichten, um einen ungehinderten Zugang zu den Wahllokalen sicherzustellen.

Fahrzeugführer, die sich während der Veranstaltung auf der Laufstrecke befinden, werden mit ihren Fahrzeugen von dieser verwiesen. Ein Befahren der Marathonstrecke im Gegenverkehr wird aus Gründen des Schutzes der Veranstaltungsteilnehmenden überwiegend nicht möglich sein.

Die Polizei ist um einen störungsfreien Verlauf der Veranstaltung sowie möglichst geringe Verkehrsbeeinträchtigungen bemüht.
Die jeweils aktuellen Verkehrssperrungen werden von der Polizei Berlin auch über Verkehrswarnmeldungen an die Rundfunkstationen weitergegeben.

Informationen zu den Verkehrsbehinderungen erhalten Sie zudem über die Hotline der Polizei, die Sie am Samstag, den 23. September 2017, von 12.30 Uhr bis 18.30 Uhr sowie am Sonntag, den 24. September 2017, von 7 Uhr bis 16.30 Uhr unter der Telefonnummer (030) 4664-740790 erreichen.

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