Müller zu Tiergarten-Camps

Polizei kann nicht alles regeln

Tiergarten-Camps | Foto: dpa

Die Probleme im Berliner Tiergarten sind nach Ansicht des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) «ein Beispiel dafür, dass die Polizei nicht alles regeln kann.» In einem Interview der «Berliner Zeitung» (online) sagte er: «Wenn dort Obdachlose zelten, dann ist das in erster Linie ein soziales Problem, das wir und auch der zuständige Bezirk lösen müssen: Wie sprechen wir die Menschen an, wie machen wir Angebote zur Unterbringung, gerade jetzt vor den kalten Monaten?» Innen- und Sozialverwaltung würden dabei zusammenarbeiten, und das sei auch richtig so.

Zur Integrationspolitik in Berlin sagte Müller: «Berlin hat über vierzig Jahre etliche Integrationswellen in der Stadt aufgefangen, ohne dass hier die Ordnung in Gefahr geraten wäre.» Das bedeute nicht, dass alles immer prima sei. «Aber wenn etwa in den vergangenen zwei Jahren Zehntausende Menschen zu uns gekommen sind und jetzt hier leben, ohne dass es große Verwerfungen gibt, dann ist das ein Erfolg, gerade nach diesem schwierigen Beginn.» Viele Flüchtlinge würden inzwischen arbeiten, studieren, eine Ausbildung machen; 12 000 Kinder seien sofort beschult worden. «Da ist eine Menge gelungen.» (dpa)

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