Pandas: Riesiges Besucherinteresse

Erste Besucher auf der Panda-Anlage - Männchen entspannt, sie nervös

Berlin möchte die Pandabären in Berlin sehen | Foto: dpa

Die Panda-Anlage im Berliner Zoo hat sich an ihrem ersten regulären Öffnungstag erwartungsgemäß als Anziehungspunkt für Besucher erwiesen. «Es strömten erstmal alle in eine Richtung», sagte Zoo-Sprecherin Philine Hachmeister über den Einlass am Donnerstagmorgen. «Aber insgesamt ging es noch.» Besucherzahlen nannte sie zunächst nicht. Zunächst gab es nur Gedrängel vor der Glasscheibe zum Innengehege, später bildeten sich lange Schlangen vor der Anlage. Allerdings lief beim ersten Ausflug von Panda-Dame Meng Meng ins Freie nicht alles wie geplant.

Die drei Jahre alte Bärin sollte in ihrem Außengehege zu sehen sein und wurde frühmorgens zur Generalprobe nach draußen gelassen, wie Hachmeister schilderte. Die bisher als sanftmütig und neugierig geltende Panda-Dame zeigte sich demnach anfangs nervös und zögerlich. Dann habe sie sich aber sogar in Teile des Areals vorgewagt, die gar nicht für sie vorgesehen sind: Sie ging in ein Gebüsch und kletterte auf einen Baum.

Der Starkregen in Berlin vergangene Woche hatte zu Verzögerungen bei den Arbeiten an der Außenanlage geführt, so dass vorher kein Probelauf möglich war. «Das ist jetzt alles neu und ungewohnt», so die Sprecherin. Die Gerüche zum Beispiel seien neu. Meng Mengs Außenanlage blieb nach der Kletterpartie für Besucher abgesperrt. Das sechs Jahre alte Männchen Jiao Qing blieb im Innengehege. Besuchern zeigte er sich auch in entspannter Rückenlage. Ansonsten waren Dösen und Fressen angesagt.

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In den kommenden Tagen solle es mit beiden Pandas neue Eingewöhnungsversuche im Freien geben, sagte Hachmeister. Die Anwesenheit von Menschen und das Blitzlicht von Kameras zum Beispiel seien die Tiere schon aus China gewohnt.

Der Zoo hatte sich gewünscht, dass nicht alle Interessierten auf einmal an den ersten Tagen vorbeischauen. Um das Anstehen vor der Zoo-Kasse zu vermeiden, wurde zum Kauf von Online-Tickets geraten.

Die Pandas sind aktuell die einzigen in Deutschland - als Leihgabe Chinas für zunächst 15 Jahre. Die neue Anlage war am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping eröffnet worden. Der Zoo investierte Millionen. (dpa)

105'5 Spreeradio von den Pandas
Wir haben einen ganzen Tag live aus dem Berliner Zoo gesendet... FOTOS & VIDEOS HIER!

Fotos: Neue Anlage für Pandabären eröffnet

Video: Eröffnung des Panda Garden

Gerard Butler im Berliner Zoo

Bären mit Charakter: Die Pandas Meng Meng und Jiao Qing

Panda ist nicht gleich Panda. Die Neuzugänge aus China zeigen seit ihrer Ankunft in Berlin sehr individuelle Charakterzüge. Dass Riesenpandas bei Menschen so beliebt sind, liegt vor allem am Kindchenschema: runde Öhrchen, nahe zusammenstehende Kulleraugen, Stupsnase und ein Mäulchen, das zu lächeln scheint. Wenn Pandas dann noch die schwarzen Hintertatzen entspannt von sich strecken und an einem Stück Bambus kauen, ist ihr Niedlichkeitsfaktor perfekt.

Meng Meng, gesprochen Möng Möng, zu deutsch Träumchen. Von ihren Manieren her ist die Pandadame, geboren am 10. Juli 2013 in der chinesischen Zuchtstation in Chengdu, jetzt schon ein Traum: Mit 77 Kilo ist sie für eine ausgewachsene Bärin zierlich, dazu sanftmütig, verspielt und neugierig. Auf jeden Fall ist Meng Meng mit ihrer fernöstlichen Höflichkeit geeignet für das diplomatische Parkett Berlins. Und wahrscheinlich auch als künftiger Publikumsliebling. Denn Träumchen ist noch sehr verspielt. «Die wird der Kasper auf der Anlage», prophezeit ihr Pfleger Christian Toll. Bisher vergnügt sich Lady Panda zum Eingewöhnen im Innengehege. Neuem ist sie dabei sehr aufgeschlossen. Den gewohnten China-Bambus lässt sie links liegen, seit es europäische Pflanzen zur Verkostung gibt. Ein Panda mampft dabei locker 40 Kilo Bambus am Tag.

Jiao Qing, gesprochen Jiao Tsching, zu deutsch Schätzchen. Auf jeden Fall ein Bär, der zu Berlin passt. Außer Bambus nimmt der schwarz-weiße 108-Kilo-Koloss kein Blatt vor den Mund. Schon bei seiner Ankunft am Berliner Flughafen knurrte er souverän Politiker an, die sich ihm in bester Begrüßungsabsicht näherten, den chinesischen Botschafter eingeschlossen. Geboren am 15. Juli 2010 in Chengdu, geht das Pandamännchen artgerecht in seiner Rolle auf: Chef im Ring. Sollte die nächste Bambusmahlzeit im Zoo zu lange auf sich warten lassen, tut Jiao Qing seinen Unmut lautstark kund. «Der hat sich super eingelebt», sagt sein Pfleger Toll. «Er ist im Herzen auf jeden Fall Berliner.» (dpa)

Pandas beziehen neues Gehege
Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing haben ihr neues Innengehege bezogen... FOTOS!
Zwei Pandas entspannt in Berlin
Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sind auf dem Weg der Eingewöhnung: FOTOS + VIDEOS!

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