Pandas und Politik

Kanzlerin Merkel besucht Berliner Zoo

Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem | Foto: dpa

Pandas und Politik, Kapitel zwei. Am kommenden Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping den niedlichen Neuzugang im Berliner Zoo begrüßen. Seit Ende Juni leben die beiden schwarz-weißen Riesenpandas Meng Meng (Träumchen) und Jiao Qing (Schätzchen) aus China in ihrem zehn Millionen Euro teuren nagelneuen Gehege. Besonders Panda-Dame Träumchen versteht jetzt schon ihren Job auf dem tierisch-diplomatischen Parkett. «Sie ist charmant und sehr freundlich», schwärmt Berlins Zoodirektor Andreas Knieriem.

Bereits am Flughafen war das Bärenpaar, das in Berlin Nachwuchs zeugen soll, vor rund einer Woche mit politischen Ehren empfangen worden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der chinesische Botschafter Shi Mingde standen direkt nach der Landung der Frachtmaschine parat. Männchen Jiao Qing ließ da schon durchblicken, dass ein diplomatischer Kuschelkurs mit ihm nicht drin ist: Das rund 100 Kilo schwere Tier knurrte den Botschafter an. Im Zoo zeigt Schätzchen bei der Eingewöhnung selbst beim Bambus-Kauen ein ziemlich dominantes Verhalten. «Es ist ein Männchen», sagt der Zoodirektor. Dieses Verhalten sei arttypisch.

Pandas aus China zu bekommen, ist die hohe Schule der Diplomatie. Die Tiere sind selten und in China «heilig», wie Botschafter Shi Mingd betont. «Ich hoffe, dass sich die beiden verlieben und ihre Liebe Früchte trägt.»

Früher waren die Pandas Staatsgeschenke aus China, heute werden sie für rund eine Million Dollar pro Jahr ausgeliehen. Ins Ausland entsandt werden dabei nur Tiere aus Zuchtstationen, die nicht eng miteinander verwandt sind. Der Zoo wird ab dem 6. Juli als einziger Tiergarten in Deutschland wieder Pandas zeigen. Den Zuschlag bekam er auch als wissenschaftliche Institution mit Zuchtbüchern. (dpa)

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