Zukunft von Volksbühnen-Rad geklärt

Das Rad vor der Berliner Volksbühne geht auf Wanderschaft. Aber beim Abbau hakte es.

Standhaftes Räuberrad | Foto: dpa

Die Zukunft der Rad-Skulptur vor der Berliner Volksbühne ist geklärt. Das Kunstwerk auf dem Rosa-Luxemburg-Platz wird zunächst abgebaut, wie die Senatsverwaltung für Kultur am Mittwoch mitteilte. Dann begleite das «Räuberrad» zusammen mit den Erben des Künstlers Bert Neumann die Volksbühne zu ihrem Gastspiel nach Avignon in Frankreich und werde dort aufgestellt.

Nach der Rückkehr nach Berlin werde das Kunstwerk für die Dauer eines Jahres saniert. Anschließend soll das Rad am ursprünglichen Standort wieder aufgebaut werden, insofern sich die Parteien nicht auf «einen anderen, würdigen Standort» einigen, heißt es in der Mitteilung zu der Einigung mit den Erben Neumanns und der Intendanz der Volksbühne.

Bemühungen, das Rad am Mittwochabend im Beisein von vielen Schaulustigen aus der Verankerung zu hieven, scheiterten zunächst. Zwei Kräne konnten nichts ausrichten. Die Arbeiten wurden vorübergehend eingestellt.

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hatte mitgeteilt: «Ich bin froh, dass wir eine dem Geiste der künstlerischen Zusammenarbeit von Bert Neumann und Frank Castorf gerecht werdende Einigung erzielen konnten und bedanke mich insbesondere bei den Erben von Bert Neumann für ihre konstruktive Haltung.»

Vor einiger Zeit war bereits mitgeteilt worden, die symbolträchtige Skulptur werde abgebaut. Die Idee für das Speichenrad mit den Beinen stammte von Neumann, der das Rad zum Logo für die Volksbühne machte. Es ist auch auf Programmheften und den beliebten Streichholzschachteln zu sehen.

Die Spielzeit und die 25 Jahre dauernde Intendanz von Frank Castorf gehen am kommenden Samstag mit einem Straßenfest zu Ende. Neuer Leiter des Theaters wird der Belgier Chris Dercon. Der «OST»-Schriftzug auf dem Dach der Bühne ist bereits abmontiert worden. (dpa)

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